Nokia 500 im Test: Einsteiger-Smartphone mit Gigahertz-Prozessor
Farblich anpassbar dank Wechselcover
Nokia ist bekannt für seine hochwertige Verarbeitung. Dies wird auch beim Nokia 500 deutlich. Zwar verbaut der Hersteller hier aus Kostengründen nur Kunststoff, dennoch fühlt sich das Nokia 500 deutlich hochwertiger an als andere 200-Euro-Smartphone, die oftmals wie ein Stück Seife in der Hand liegen. Auch zeigte sich das Nokia 500 im Test deutlich resistenter gegen Schmutz und Staub.
Wer will, kann das Gerät dank dreier beiliegender Wechselcover farblich seinem Geschmack anpassen. Zur Wahl stehen die Farben Schwarz, Blau und Rot. Sehr schön: Nach dem Wechsel der Cover sind keine Knarz-Geräusche zu vernehmen. Die Abdeckungen sitzen vollkommen fest. Dank der kompakten Maße von 111 x 64 x 14 Millimetern sowie einem Gewicht von 95 Gramm passt das Nokia 500 in jede Tasche ohne aufzutragen.
Nokia 500
- Bild 1 von 9
Bild vergrößern Das Nokia 500 wird von einem 1-Gigahertz-Prozessor angetrieben. - Bild 2 von 9
Bild vergrößern An der Seite befinden sich physikalische Tasten zur Lautstärkeregelung und zum Sperren beziehungsweise Entsperren des Handys. - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Das Nokia 500 bietet eine microUSB-Schnittstelle sowie einen Kopfhöreranschluss. - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Auf der Rückseite verbaut Nokia eine 5-Megapixel-Kamera. - Bild 5 von 9
Bild vergrößern Zum Smartphone gibt es Wechselcover in drei Farben. - Bild 6 von 9
Bild vergrößern Der Akku zeigte im Test keine Schwäche. - Bild 7 von 9
Bild vergrößern Als Betriebssystem kommt Symbian Anna zum Einsatz. - Bild 8 von 9
Bild vergrößern Bald soll es ein Update auf Symbian Belle geben. - Bild 9 von 9
Bild vergrößern Der Browser ist vergleichsweise langsam.
Warten auf Symbian Belle
Als Betriebssystem kommt ab Werk noch Symbian Anna zum Einsatz. Ein Update auf die aktuelle Version Belle soll aber noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Ähnlich wie beim Nokia 701 dürfte die Bedienung des Gerätes damit deutlich intuitiver ausfallen. Noch sind beispielsweise die Mehrheit der Apps in der Übersicht in Unterordnern versteckt und das System arbeitet oftmals noch mit Text-Buttons statt mit Symbolen. Negativ fiel netzwelt im Test die virtuelle Tastatur auf: Im Hochformat bot diese nur winzig kleine Tasten, so dass das Tippen eine hohe Genauigkeit erforderte. Im Gehen schreiben Sie damit nebenbei keine SMS – zumindest nicht fehlerfrei.
Im Vergleich bietet Symbian zurzeit deutlich weniger Apps als Android oder iOS. Die Menge an Apps ist aber nicht unbedingt entscheidend. Denn Nokia hat eine Reihe derzeit angesagter Apps wie Shazam oder Skype bereits auf dem Handy vorinstalliert. Weitere wie etwa der Messenger Whats App oder das Kultspiel Angry Birds stehen aktuell bereits im Ovi Store zur Verfügung. Auch eine Facebook-App gibt es mittlerweile für Symbian. Auf dem Testgerät befand sich aber nur ein Link zur mobilen Webseite des Sozialen Netzwerkes.
Kamera und Klang
Die Kamera nimmt Bilder mit maximal fünf Megapixeln auf und löste im Test äußert schnell aus. Die Bildqualität war gut, allerdings weisen die Bilder ein leichtes Farbrauschen auf und sind etwas grobkörnig. Videos können mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixeln aufgenommen werden. Ein Testbild und ein Testvideo des Nokia 500 finden Sie auf unseren Servern.
Der Klang des Nokia 500 wirkt über Kopfhörer und den verbauten Lautsprecher zwar klar und gut, jedoch fällt er ein wenig leise aus - selbst wenn der Nutzer den Lautstärkeregler bis zum Anschlag drückt. Die Sprachqualität bietet dagegen die gewohnt hohe Nokia-Qualität.
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung von Nokia für das Nokia 500 lautet 219 Euro. Im Internet wird das Smartphone aber bereits für 179 Euro inklusive Versand gehandelt. Auch die Netzbetreiber O2, Vodafone und die Deutschen Telekom bieten das Smartphone an. In Verbindung mit einem Laufzeitvertrag ist das Smartphone hier schon ab einem Euro erhältlich.
Fazit
Das Nokia 500 ist zum aktuellen Straßenpreis eine echte Alternative zu günstigen Android-Handys. Mit dem Symbian Belle-Update erledigen sich einige im Test genannten Kritikpunkte, da die neue Nutzeroberfläche das System deutlich intuitiver macht.
Wer mehr Wert auf die Hardware seines Gerätes als auf einen prallen App Store legt, aber dennoch beim Smartphone aufs Geld achten muss, sollte nicht nur günstige Android-Handys, sondern auch das Nokia 500 in Augenschein nehmen. Alternativen sind beispielsweise das Motorola Fire XT oder das Samsung Galaxy Ace.






