Übernahme von C3 Technologies
Apple: Offenbar eigener Kartendienst für iOS in Arbeit
Die Kartenanwendung von iOS-Geräten basiert momentan auf Google Maps, ein eigener Kartendienst von Apple fehlt. Die Gerüchte, dass das Unternehmen aus Cupertino an einer eigenen Lösung arbeitet, erhalten jetzt neuen Zündstoff: Apple soll den 3D-Kartenanbieter C3 Technologies gekauft haben.

Bereits im August dieses Jahres wurde das schwedische Unternehmen C3 Technologies, eine Tochterfirma von Saab, übernommen und von dem unbekannten Käufer geschlossen. Bereits damals tauchten Gerüchte auf, dass Apple für die Übernahme verantwortlich ist. Jetzt will das auf Apple spezialisierte Blog 9to5Mac von nicht näher genannten Quellen erfahren haben, dass das Unternehmen aus Cupertino tatsächlich der neue Besitzer von C3 Technologies ist.
Führungskräfte jetzt für iOS-Abteilung tätig
Darüber hinaus gaben die Quellen an, dass der CEO, der Finanzchef und der Produktmanager von C3 Technologies für die iOS-Abteilung von Apple arbeiten würden. Die drei sollen dem Bericht von 9to5Mac zufolge von Schweden aus arbeiten. C3 Technologies ist darauf spezialisiert, fotorealistische 3D-Karten ohne menschlisches Zutun zu erstellen. Eine Software analysiert dabei Bildinformationen von Videoinhalten, die mithilfe von Flugzeugen und Helikoptern erstellt werden.
Auf der diesjährigen CES und dem MWC war die Technik von C3 Technologies bereits auf Android- und iOS-Geräten zu sehen. Die Übernahme von C3 Technologies ist bereits Apples dritter Kauf in der Branche für Kartenanwendungen. Bereits 2009 sicherte sich Apple Placebase, ein Unternehmen für die Erstellung von Kartenmaterial. Im vergangenen Jahr wurde mit Poly9 zudem eine auf 3D-Karten spezialisierte Firma von Apple übernommen. Diese Einkäufe sprechen dafür, dass Apple an einer eigenen 3D-Kartenanwendung für iOS arbeitet und sich von Google Maps lossagen möchte.
Laut Einschätzung von 9to5Mac könnten auch Verkehrsinformationen in Apples Kartendienst integriert werden. Der iPhone-Hersteller hatte bekanntgegeben, dass entsprechende Verkehrsdaten bereits gesammelt werden.






