Praktische Werkzeugsammlung für moderne Festplatten

Einfach Trimmen: Dritte Version der Intel SSD Toolbox

Die Solid State Drive Toolbox ist ein Programm des Chip-Herstellers Intel, das kürzlich in der dritten Version freigegeben wurde. Die Software ermöglicht es Anwendern, alle wichtigen Informationen über die Festplatte anzuzeigen, diese manuell zu trimmen oder die Geschwindigkeit mit einer neuen Firmware zu verbessern.

Intel hat seine SSD Toolbox kürzlich auf Version 3.0 aktualisiert. (Bild: Netzwelt)
Intel hat seine SSD Toolbox kürzlich auf Version 3.0 aktualisiert. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Anforderungen
  2. 2Laufwerksdaten
  3. 3Trimmen
  4. 4Fazit
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Wer sich 2012 ein neues Notebook kauft, hat gute Chancen, ein Modell mit SSD-Festplatte zu erwerben: Die Technologie löst in immer mehr Geräten klassische Laufwerke ab, Apple verbaut im aktuellen MacBook Air beispielsweise nur noch SSDs. Obwohl die Laufwerke deutlich teurer sind als herkömmliche Festplatten, bieten sie enorme Vorteile: Neben höherer Geschwindigkeit sind sie nahezu resistent gegen Erschütterungen oder Stöße.

Anforderungen

Intel ist einer der größten Hersteller von SSDs (Solid State Drive), die erste Festplatte mit der Technologie ist schon seit geraumer Zeit auf dem Markt. Im Gegensatz zu den anderen SSD-Fabrikanten bietet der Chipkonzern ein eigenes Programm namens SSD Toolbox, das noch dazu kostenlos geladen werden kann. Die dritte Version der Anwendung, die kürzlich freigegeben wurde, läuft auf Windows XP oder neueren Ausgaben. Erforderlich ist lediglich das .NET Framework 3.0, das ohnehin zum Lieferumfang von Windows 7 und Vista gehört. Eine Einschränkung sollten Nutzer aber unbedingt beachten: Die SSD Toolbox 3 ist nicht in einer virtuellen Maschine oder einer RAID-Umgebung lauffähig, da das Programm hier nicht direkt auf die Platte zugreifen kann.

Direkt nach der Installation erkennt Intels SSD Toolbox die Festplatte. (Bild: Netzwelt)
Direkt nach der Installation erkennt Intels SSD Toolbox die Festplatte. (Bild: netzwelt)

Laufwerksdaten

Obwohl Intel selbst nur auf die Kompatibilität mit eigenen Laufwerken hinweist, kommt die Software auch mit Festplatten anderer Hersteller zurecht, zum Beispiel denen aus dem Hause Samsung. Die Installation der SSD Toolbox ist kinderleicht: Im ersten Schritt zeigt der Setup-Assistent einen Einführungsbildschirm an, danach muss der Nutzer nur noch die obligatorischen Lizenzbedingungen bestätigen. Die Installation von Version 3 der SSD Toolbox ersetzt alle vorherigen Versionen der Anwendung. Nach der fertigen Einrichtung kann das Programm sofort gestartet werden, im Startmenü findet sich danach eine zusätzliche Programmgruppe.

In der Regel erkennt die SSD Toolbox die verbaute Festplatte ohne Verzögerung und zeigt dem Nutzer eine Übersicht der wichtigsten Laufwerksdaten: Neben dem Namen des Herstellers, der Modellnummer und der Kapazität informiert die Anwendung zusätzlich über Firmware-Version und "Gesundheitszustand". Dieser wird maßgeblich durch die S.M.A.R.T-Daten der Festplatte errechnet, in die wiederum Fehler beim Schreiben und Lesen von Daten oder anderen Aktionen einfließen. Auf Wunsch kann die SSD Toolbox einen Test starten, in dem die Lese-/Schreibfähigkeit und sowie die Geschwindigkeit des SSD-Laufwerks überprüft werden.

Trimmen

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, mithilfe der Intel SSD Toolbox eine Festplatte manuell zu trimmen: Damit wird die Geschwindigkeit optimiert, weil das Laufwerk nicht mehr beanspruchte Speicherbereiche für die Speicherung anderer Daten als verfügbar markiert. Normalerweise erledigen aktuelle Betriebssysteme die Trimmung selbstständig, in einigen Fällen (zum Beispiel bei einem nicht passenden Treiber) ist die Funktion dennoch hilfreich. Auch unter Windows XP ist das manuelle Trimmen absolut notwendig, damit die Festplatte nicht nach und nach immer langsamer wird. Allerdings unterstützen ältere 50nm-SSDs von Intel den Trim-Befehl hardwareseitig leider nicht, sodass hier selbst die aktuelle SSD Toolbox 3.0 nicht helfen kann.

Auch mit regulären Festplatten kann Intels SSD Toolbox umgehen. (Bild: Netzwelt)
Auch mit regulären Festplatten kann Intels SSD Toolbox umgehen. (Bild: netzwelt)

Außerdem ist die SSD Toolbox dazu geeignet, die Firmware des Laufwerks zu aktualisieren, was ansonsten nur mit dem Intel Firmware Upgrade Tool klappt. (Einige Modelle lassen sich auch weiterhin nur mit letzterer Anwendung aktualisieren.) Eine neue Firmware sorgt fast immer dafür, dass die Geschwindigkeit einer Platte noch etwas verbessert wird oder sich die Toleranz gegenüber Lese- und Schreibfehlern weiter erhöht. Jeder Nutzer sollte bei der Aktualisierung der Firmware sicherstellen, dass sein Notebook im Netzbetrieb lauft, da ein Abbruch durch fehlende Stromversorgung dafür sorgen kann, dass die SSD unbrauchbar wird.

Fazit

Die Intel SSD Toolbox 3.0 ist ein ausgezeichnetes Programm, wenn es um die Überprüfung und Optimierung eines Solid State Drive geht. Die Anwendung gibt umfassend Auskunft über die Eigenschaften des Massenspeichers und hilft dadurch, Probleme frühzeitig zu erkennen und Daten vor dem kompletten Ausfall zu retten. Da die Toolbox kostenlos abgegeben wird und gut dokumentiert ist, spricht absolut nicht gegen den Einsatz.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Firmware hier.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Hallo, wie siehts mit OSX aus? bzw. kann man das tool problemlos über Parallels laufen lassen?

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