Alternatives Betriebssystem mit KDE-, GNOME- und XFCE-Desktop

Foresight Linux: Distribution mit "cooler" Oberfläche

Alle großen Linux-Distributionen besitzen eine ansprechende Oberfläche, jedoch gibt es zwischen den Plattformen trotzdem große Unterschiede. Foresight Linux ist ein System, das besonders großen Wert auf die Optik legt - noch mehr als Ubuntu mit Unity. Netzwelt hat sich das alternative Betriebssystem angesehen.

Foresight Linux lässt dem Nutzer die Wahl zwischen GNOME, KDE und XFCE. (Bild: Screenshot)
Foresight Linux lässt dem Nutzer die Wahl zwischen GNOME, KDE und XFCE. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1GNOME, KDE, XFCE
  2. 2Foresight installieren
  3. 3Jede Menge Software
  4. 4Fazit
  5. 5Weitere Informationen
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GNOME, KDE, XFCE

Foresight Linux liegt aktuell in Version 2.5 vor, die als DVD kostenlos heruntergeladen werden kann. Nutzer können sich zwischen mehreren Varianten entscheiden: Neben der Gnome-Fassung existiert eine Ausgabe mit KDE-Desktop, die XFCE-Version ist besonders für langsamere Rechner oder virtualisierte Umgebungen geeignet. Jede der drei Desktop-Ausgaben kann für 32-Bit-Systeme und neuere 64-Bit-Prozessoren geladen werden. Für Nutzer, die sich nicht entscheiden können, ist die Gnome-DVD (32 Bit) die beste Wahl.

Foresight installieren

Die Standard-DVD ist knapp 1,7 Gigabyte groß und besitzt leider kein Live-System - um die Distribution ohne Änderung des bestehenden Systems zu testen, muss der Nutzer Foresight Linux also zwingend installieren. Das geht dank des Setup-Assistenten "Anaconda" recht einfach, der auch in Fedora, Red Hat oder CentOS zum Einsatz kommt: Nach der Auswahl von Sprache und Tastatur wird der Nutzer gefragt, wie er seine Festplatte aufteilen möchte - und meistens liefert die automatische Partitionierung auch sehr gute Ergebnisse. Wer mit dieser Methode nicht zufrieden ist, kann seine Platte selbst mit Ext2, Ext3 oder XFS aufteilen, ReiserFS oder Btrfs stehen nicht zur Wahl. Mit Ext3 als Standard-Dateisystem können Nutzer nichts falsch machen.

Anschließend geht es an die Einrichtung des Bootloaders: Hier kommt nur optional GRUB zum Einsatz, das in Ubuntu, Fedora und Co. standardmäßig eingesetzt wird. Stattdessen empfiehlt Foresight den EXTLINUX-Bootloader, der sich auf Wunsch mit einem Passwort schützen lässt - was aber natürlich nur halb so gut wie eine Verschlüsselung der Festplatte ist, die der Setup-Assistent derzeit nicht beherrscht. Im weiteren Verlauf der Installation kann der Anwender die Vorgaben für Netzwerk und Zeitzone getrost übernehmen. Nach der Eingabe neuer Anmeldedaten folgt die eigentliche Installation mit den wichtigsten Anwendungspaketen. Dazu nutzt der Setup-Assistent die Imaging-Technik, was den Kopiervorgang auf wenige Minuten verkürzt.

Der Setup-Assistent

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Foresight Linux - Die Installation erfolgt mit Hilfe eines Setup-Assistenten namens Anaconda. (Bild: Netzwelt)
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Die Installation erfolgt mit Hilfe eines Setup-Assistenten namens Anaconda. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Im ersten Schritt muss der Nutzer Sprache und Tastaturlayout auswählen. (Bild: Netzwelt)
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Im ersten Schritt muss der Nutzer Sprache und Tastaturlayout auswählen. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Als Dateisysteme lassen sich Ext2/3 und XFS wählen. (Bild: Netzwelt)
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Als Dateisysteme lassen sich Ext2/3 und XFS wählen. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Einstellungen wie zum Beispiel für die Zeitzone erklären sich von selbst. (Bild: Netzwelt)
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Einstellungen wie zum Beispiel für die Zeitzone erklären sich von selbst. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Anwender sollten für ihr neues Konto ein möglichst sicheres Kennwort wählen. (Bild: Netzwelt)
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Anwender sollten für ihr neues Konto ein möglichst sicheres Kennwort wählen. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Die Software-Auswahl lässt sich während der Installation nicht ändern. (Bild: Netzwelt)
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Die Software-Auswahl lässt sich während der Installation nicht ändern. (Bild: Netzwelt)

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Foresight Linux - Foresight Linux nutzt für die eigentliche Installation eine Image-Technologie. (Bild: Netzwelt)
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Foresight Linux nutzt für die eigentliche Installation eine Image-Technologie. (Bild: Netzwelt)


Jede Menge Software

Die aktuelle Version 2.5 von Foresight Linux stammt aus dem März 2011 und ist daher nicht so aktuell wie zum Beispiel Ubuntu - daher enthält die Distribution naturgemäß nicht die aktuellsten Pakete, was aber auch Vorteile mit sich bringt: Für Anwendungen, die schon mehrere Monate verfügbar sind, sind bereits zahlreiche Updates erhältlich, mit denen die gröbsten (Sicherheits-)Lücken geschlossen werden. Als Office-Lösung kommt LibreOffice 3.2 zum Einsatz, mit dem sich genauso gut arbeiten lässt wie mit OpenOffice - alternativ können auch AbiWord oder KOffice installiert werden. Gnome ist zwar nicht in Version 3 enthalten, auch die Arbeit mit der 2.6er-Reihe macht aber noch Spaß. Restlos veraltet ist dagegen der Firefox, der in Version 3.6 ausgeliefert wird - hier sollte man dringend nachbessern. Gleiches gilt für den E-Mail-Client Evolution.

Fazit

Insgesamt ist Foresight Linux eine solide Distribution, die dem eigenen Werbeslogan "Because Your Distro Should Be Cool!" allerdings nur teilweise gerecht wird. Zwar sind GNOME und Co. im Betriebssystem durchaus schön anzusehen, allerdings reicht die Qualität und Optik natürlich nicht an Unity oder Gnome 3.0 heran. Der lange Release-Zyklus lässt die enthaltenen Pakete automatisch veralten, was für viele Nutzer unattraktiv ist.

Weitere Informationen

Nicht nur Foresight Linux, sondern auch Linux Mint sieht sehr cool aus. Die Distribution ist mittlerweile sogar schon so beliebt, dass sie Ubuntu ernsthaft den Spitzenplatz streitig macht. Mehr Informationen zum Wettkampf zwischen Ubuntu und Linux Mint finden Sie in diesem Artikel auf netzwelt.

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