Neue Namensgebung und runderneuerte Oberfläche

Avira Antivirus: Neue Schutzprogramme für das Jahr 2012

Avira streicht mit der jüngste Aktualisierung den Namen "AntiVir" aus seiner Produktpalette. Stattdessen wird das beliebte Sicherheitsprogramm nun schlicht Avira Antivirus genannt, das wie bisher in einer kostenlosen und einer gebührenpflichtigen Premium-Variante erhältlich ist. Netzwelt hat sich Version 2012 angesehen.

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Avira hat die Oberfläche des Virenscanners überarbeitet. (Bild: netzwelt)
Avira hat die Oberfläche des Virenscanners überarbeitet. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Namensgebung
  2. 2Nutzeroberfläche
  3. 3Die Konfiguration
  4. 4Fazit
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Namensgebung

Unter den wichtigsten Herstellern von Sicherheitslösungen hat sich eine weitgehend einheitliche Benennung von Virenschutzprogrammen durchgesetzt, der nun auch Avira folgt: Die bisher kostenlose Variante "AntiVir" trägt nun den Namen "Avira Free Antivirus", die kommerzielle Version für den Einsatz im häuslichen Umfeld "Avira Antivirus Premium". Zusätzlich existiert noch ein Komplettprogramm für die Sicherheit eines Windows-PCs, das sich als "Avira Internet Security" ausgibt. Es kostet 40 Euro jährlich, der reine Virenscanner ist halb so teuer. Mit diesen Preisen behält der Hersteller das bisherige Abrechnungsmodell und die Höhe bei. Auch die verfügbaren Betriebssysteme (Windows XP, Vista, 7 als 32- und 64-Bit) haben sich nicht verändert.

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Nutzeroberfläche

Die Installation der Anwendung ist nun deutlich einfacher als bisher: Die Entwickler haben Avira Antivirus (in jeder Version) einen Modus spendiert, der nur zwei Klicks erfordert. Dieser installiert das Programm mit allen üblichen Vorgaben, lädt die aktuellen Signaturdateien vom Server des Herstellers und prüft die sensibelsten Bereiche des Systems auf Schädlinge. Natürlich ist auch die benutzerdefinierte Installation möglich, falls der Nutzer das Programm an die eigenen Vorlieben anpassen möchte. Im netzwelt-Test erkannte Avira Antivirus bestehende Sicherheitslösungen von BullGuard und Symantec problemlos, sodass diese vor der Einrichtung entfernt werden können - damit wird verhindert, dass sich beide Anwendungen gegenseitig behindern.

Die Heuristik von Avira kann auch unbekannte Schädlinge erkennen. (Bild: netzwelt)
Die Heuristik von Avira kann auch unbekannte Schädlinge erkennen. (Bild: netzwelt)

Avira Antivirus kann einige Programme sogar automatisch deinstallieren, falls der Nutzer das explizit erlaubt. Neben dem Setup-Assistenten wurde die eigentliche Oberfläche des Virenscanners runderneuert. Praktisch ist besonders die neue Übersichtsseite, auf der Nutzer mögliche Gefahren für das System erkennen können: Sie zeigt in den Kategorien "PC Sicherheit" und "Internet Sicherheit" zum Beispiel an, ob die Signaturen auf dem aktuellen Stand sind oder eine Aktualisierung benötigen, die Firewall aktiviert ist und der Browserschutz korrekt installiert wurde. Auch über den E-Mail-Scanner und die Kindersicherung gibt die Seite Auskunft. Wer mit seinem PC regelmäßig spielt, wird sich über einen speziellen neuen Modus freuen: Mit seiner Hilfe bringt der Nutzer Avira Antivirus 2012 zum Schweigen, auch wenn ein gefährlicher Schädling erkannt wird.

Die Konfiguration

So wird der Nutzer bei einem wichtigen Spielzug auf keinen Fall gestört. Nach dem Abschluss eines Spieles zeigt das Hauptfenster in den anderen Reitern dann an, ob der Systemscanner zum Beispiel ein gefährliches Objekt gefunden hat oder welche Dateien sich gerade in Quarantäne befinden. Wer das Verhalten von Avira Antivirus bis ins Detail an seine Bedürfnisse anpassen möchte, sollte einen Blick in die Einstellungen werfen. Dabei gibt es nach dem Vorbild des Setup-Assistenten wieder einen Standard-Modus, der nur die wichtigsten Optionen bereithält, und einen Expertenmodus für alle möglichen Funktionen.

So gut die neue Fassung des Virenscanners aussieht, ein Manko lässt sich auch in dieser Konfiguration nicht beheben: Antivirus 2012 ist nicht in der Lage, sich bereits als ungefährlich erkannte Dateien zu merken, was die Suche beschleunigen würde. Die Festplatte wird bei einer vollständigen Systemüberprüfung viel stärker als eigentlich nötig belastet.

Avira bietet für die Einstellungen wie gewohnt einen Expertenmodus an. (Bild: netzwelt)
Avira bietet für die Einstellungen wie gewohnt einen Expertenmodus an. (Bild: netzwelt)

Fazit

Avira schickt sich an, mit der Ausgabe 2012 seiner Antivirus-Produktpalette den Marktführer Symantec vom Thron zu stoßen. Die Chancen stehen gut: Die neue Version wirkt deutlich professioneller und ist besonders für Anfänger leichter zu bedienen. Schon die Installation geht mit dem neuen Modus viel schneller.

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