Streicheln und staunen
Im Kurztest: Shadowgun
Dreister Ideenklau und beeindruckende Grafik: Der überdeutlich an "Gears of War 3" erinnernde Actiontitel "Shadowgun" von Entwickler Mad Finger Games zeigt, wozu die neuen mobilen Plattformen technisch im Stande sind. Futuristische Fabrikanlagen, blank polierte Stahl-Laboratorien und zerklüftete Felsmassive glänzen mit fein gezeichneten HD-Texturen. Sogar 3D-Architektur und Effekte der Sci-Fi-Schießerei können mit halbwegs modernen PC- und Konsolen-Titeln konkurrieren.
Shadowgun - Launch Trailer: Shadowgun ist ein optisch beeindruckender Third-Person-Shooter, der für iPad und iPhone und Android-Smartphones mit Nvidia-Tegra-Technologie entwickelt wird. Der Spieler wird in Shadowgun in das Jahr 2350 versetzt, wo er als Kopfgeldjäger seinen Lebensunterhalt verdient. Der Auftrag für den Spieler lautet Dr. Edgar Simon festzusetzen. Dieser wird als gefährlich beschrieben, was sich recht bald als wahr herausstellt. Hinzu kommt: der Dr. ist nicht alleine, sondern hat eine ganze Armee an Soldaten und verrückten Erfindungen hinter sich. Entwickelt wird Shadowgun vom tschechischen Team Madfinger. Zum Video: Shadowgun - Launch Trailer
Visuelle Highlights des bisher schönsten iOS- und bald auch Android-Shooters sind aber sein stiernackiger Söldner-Held John Slade und dessen meist maskierte, behelmte oder künstliche Widersacher: Unverschämt detaillierte Texturen, Strukturen und Schattenzeichnung verleihen den Polygon-Kameraden einen erstaunlich plastischen Look - kaum noch vergleichbar mit den eckigen Recken der Konkurrenz.
Spielerisch gibt sich "Shadowgun" dagegen eher bieder: Man bedient sich überdeutlich bei den Muskelpaketen aus dem Hause Epic und lässt dem Helden vor den meisten Schusswechseln genug Zeit, um hinter Kisten, Wänden oder Geländern Schutz zu suchen, damit er seine Gegner aus der Deckung heraus mit klein- bis großkalibrigen Bleipusten durchsieben kann. Zuweilen muss er auch Schalter umlegen oder Computersysteme hacken, um weiterzukommen ...
Im Test: Shadowgun
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Bild vergrößern Nicht gerade einfallsreich, aber schön: "Shadowgun" zählt zu den derzeit grafisch beeindruckendsten Titeln. (Bild: Mad Finger Games) - Bild 2 von 9
Bild vergrößern Die Ähnlichkeiten sind frappierend: "Shadowgun" hat sich ausgiebig beim großen Vorbild "Gears of War 3" bedient. (Bild: Mad Finger Games) - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Söldner-Held John Slade nimmt es mit allem auf, was seinen Weg kreuzt. (Bild: Mad Finger Games) - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Trotz Ideenarmut gibt sich "Shadowgun" weder visuell noch bei der Steuerung eine Blöße. (Bild: Mad Finger Games) - Bild 5 von 9
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Obwohl der Wechsel aus gemütlichem Grafik-Sightseeing und wenig anspruchsvoller Ballerei kaum Überraschungen in den vier rund vier Stunden Spieldauer bereithält, gehört "Shadowgun" klar zu den besten mobilen Genrevetretern: Trotz Ideenarmut gibt sich das Scharmützel weder visuell noch bei der Steuerung eine Blöße. Vor allem die iPad-Fassung überzeugt, denn das Tablet lässt sich - bequem auf Tisch respektive Schoß gelegt - ideal mit beiden Zeigefingern begrapschen. Dann gehen Laufen, Deckungssuche, Schießen, Waffenwechsel sowie Kamera-Kontrolle schön intuitiv von der Hand. Ganz klar die Sorte Spiel, die man via HDMI-Adapter auf dem HD-Fernseher spielen möchte.
Datenblatt
| Shadowgun | |
| Spielname | Shadowgun |
| Hersteller | Mad Finger Games |
| Vertrieb | Apple |
| Genre | Action |
| Erhältlich ab | 10.10.2011 |
| Preis | ca. 4 Euro |
| EAN Code | 1234567890123 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene |
| Alter | ab 16 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | sehr gut |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | iPad |
| System | iPhone / iPod Touch |
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