Heldentum im Quadrat
Im Kurztest: Might & Magic: Heroes VI
Nach mehr als fünf Jahren meldet sich die traditionsreiche "Might & Magic"-Reihe mit dem opulenten "Heroes VI" zurück und frischt das unverwüstliche rundenbasierte Spielprinzip mit kleinen Neuerungen und zeitgemäßer Präsentation auf. Ein Titel für die ganz langen Winterabende ...
Might & Magic 6 Heroes - Launch Trailer: Dieser Cinematic-Trailer visualisiert die Welt des Taktik-Strategie-Titels Heroes of Might & Magic 6. Im Spiel sind die, in diesem Fall zum Trailer zusammen geschnittenen Szenen, in längeren Versionen als Zwischen-Sequenzen zu finden. Dieser Launch-Trailer erschien anlässlich der Veröffentlichung des PC-Titels. Zum Video: Might & Magic 6 Heroes - Launch Trailer
Wahrhaft episch angelegt ist die Geschichte von "Might & Magic Heroes VI", die geneigte Spieler insgesamt für mehr als 100 Stunden beschäftigen kann. In fünf miteinander verwobenen Einzelspielerkampagnen - eine für jeden Spross eines verstorbenen Königs - erlebt man das Geschehen aus den Blickwinkeln der Fraktionen der Zuflucht, des Inferno, der Necropolis, der Bastion und des Sanktuarium.
Jede Gruppierung wartet dabei mit ganz eigenen Kreaturen auf: Das Inferno rekrutiert seine dämonischen Kämpfer direkt aus der Hölle, während die Vertreter der Zuflucht auf Ritter, Greifenreiter und göttliche Unterstützung setzen. Orks streiten für die Bastion, und das Sanktuarium bietet im Kampf auch mächtige Wasserwesen auf. Prolog- und Epilog-Missionen runden das Ganze ab. Und wer die Kampagnen durch hat, findet in den vielfältigen Multiplayer-Modi ein weiteres reiches Betätigungsfeld. Neben Partien für bis zu acht Spieler über das Internet bietet "Might & Magic Heroes VI" sogar eine Option für Hotseat-Sessions.
Dreh- und Angelpunkt von "Heroes VI" sind die Helden, mit denen der Spieler seine Abenteuer auf den weitläufigen Karten einer Fantasywelt bestreitet. Gemeinsam mit einer Handvoll Helfershelfer zieht man los, spürt Vorkommen der vier verfügbaren Rohstoffe auf und findet zuweilen auch das eine oder andere Artefakt - mächtige Waffen oder stärkende Tränke. Immer wieder kommt es dabei zu Auseinandersetzungen mit feindlichen Armeen, die sich aus skurrilen Kreaturen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten zusammensetzen. Während der Schlachten wird das Terrain in Quadrate aufgeteilt, auf denen die Kämpfer wie in einem Brettspiel nacheinander ihre Spielzüge ausführen. Der Held selbst greift nur ausnahmsweise mit Attacken ein oder stärkt Einheiten seines Heers mit diversen Zaubern. Dann überlässt er seiner Armee das Feld und beobachtet die Schlacht aus dem Hintergrund.
Im Lauf ihrer Abenteuer steigen die Helden im Level auf und können neue Fähigkeiten dazulernen. Interessant: Alle fünf Heroen der Einzelkampagnen sind Geschwister, bilden also eine Dynastie. Unterwegs steigert der jeweilige Protagonist auch seinen Dynastie-Level und erwirbt mit seinen Erfolgen entsprechende Punkte, von denen man als Spieler auch in den anderen Kampagnen profitiert: Auf dem sogenannten Altar der Wünsche gibt's dafür nette Bonus-Eigenschaften, mit denen man seinen Stellvertreter zusätzlich aufwerten kann.
Die Schlachten in "Heroes VI" sind durchaus anspruchsvoll. Man sollte also sorgsam mit seinen Einheiten umzugehen, wenn man nicht im späteren Verlauf kläglich scheitern will. Zentrale Bedeutung für die Verwaltung und den Ausbau der eigenen Truppen kommt dabei den Städten zu, in denen sich neue Einheiten rekrutieren lassen und die nun automatisch Rohstoffe aus anliegenden Minen und Depots erhalten. Kleine Änderung, große Wirkung: Die Städte selbst sind nun heiß umkämpft - und nicht mehr nur ihre Rohstofflager. Ein Schock für "Might & Magic"-Veteranen: Die einst detailverliebten Stadtansichten sind einem eher nüchternen Verwaltungsbildschirm gewichen. Ubisoft hat auf die Kritik der Fans bereits reagiert und arbeitet an einem Patch für das Problem.
In Sachen Atmosphäre lässt "Heroes VI" keine Wünsche offen und zieht einen mit wunderschönen, aus der Vogelperspektive dargestellten Landschaften und einem dramatischen Orchestersoundtrack tief in die Fantasy-Welt. Nach den einleitenden Tutorial-Missionen sind auch Einsteiger schnell mit den grundlegenden Mechanismen des Spiels vertraut. Um jedoch zum erfolgreichen Helden zu werden, braucht es aber eine gewisse Einarbeitungszeit.
Im Test: Might & Magic: Heroes VI
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Bild vergrößern Wurde auch Zeit: Nach über fünf Jahren setzt Ubisoft die Strategie-Reihe "Might & Magic" fort. (Bild: Ubisoft) - Bild 2 von 12
Bild vergrößern Sollte man wirklich in diese Höhle reiten? Natürlich! (Bild: Ubisoft) - Bild 3 von 12
Bild vergrößern Die Kämpfe zwischen zwei Armeen werden wie gewohnt rundenbasiert auf einem quadratischen Schlachtfeld ausgetragen. (Bild: Ubisoft) - Bild 4 von 12
Bild vergrößern Der Umfang von "Might & Magic: Heroes VI" ist gewaltig: Wer jede der fünf Kampagnen durchspielen möchte, sitzt locker 100 Stunden vor dem PC. (Bild: Ubisoft) - Bild 5 von 12
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Wer Spielzüge in Ruhe planen, Taktiken ausprobieren und sich lange in eine Spielwelt vertiefen möchte, ist in "Might & Magic Heroes VI" genau richtig. Freunde von actionorientierter Kost hingegen dürften mit dem gemächlichen Spielprinzip dieses episch angelegten Freizeitfressers wenig anfangen können.
Datenblatt
| Might & Magic: Heroes VI | |
| Spielname | Might & Magic: Heroes VI |
| Hersteller | Black Hole |
| Vertrieb | Ubisoft |
| Genre | Strategie |
| Erhältlich ab | 13.10.2011 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 3307219931062 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene und Profis |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Multiplayer | 2-8 |
| Sonstiges | Minimum-CPU mit 2 GHz, 2 GB RAM, 3D-Grafikkarte mit 512 MB RAM, 8 GB Festplattenspeicher |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | sehr gut |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | PC |
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