Kostenloses Programm zur Server-/Client-Verwaltung
Einführung: Server Admin Tools für Mac OS X 10.7
Apple pflegt seit knapp einem Jahrzehnt Mac OS X als sein primäres Betriebssystem, von dem auch Apple iOS für mobile Endgeräte abgeleitet ist. Auch wenn die Produktion des Xserve längst eingestellt ist, existiert auch von der jüngsten Ausgabe Mac OS X 10.7 eine Server-Variante. Diese kann nicht mehr separat gekauft werden, sondern wird in Form der Server-Anwendung aus dem Mac App Store für 39,99 Euro bezogen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Kostenlose Anwendung
- 2Verwaltung eines Servers
- 3System-Image und Xgrid
- 4Fazit
Kostenlose Anwendung
Die Server.app, die nach der erfolgreichen Installation auf dem Rechner auftaucht und für die Verwaltung der diversen Dienste (Drucker, Verzeichnisse, Webserver, Datenbank und Co.) entwickelt wurde, ist aber nur ein Teil der Administrationslösungen. Neben dieser gibt es noch die (kostenlosen) Server Admin Tools, die Apple im Support-Bereich seiner Internetpräsenz zum Herunterladen anbietet. Die Server Admin Tools sind eine Sammlung nützlicher Hilfsprogramme und mit über 200 Megabyte deutlich umfangreicher als die Server-App aus dem Mac App Store. Sie laufen unabhängig von der Server.app auf jedem Macintosh mit Lion.
Die Installation der Server Admin Tools ist ein Kinderspiel: Sie werden als normales .dmg-Abbild ausgeliefert, in dem sich ein Setup-Assistent für die Einrichtung befindet. Nach dem Akzeptieren der Lizenzvereinbarung muss der Anwender die gewünschte Zielfestplatte auswählen, in der Regel landet das Paket einfach auf der Systempartition. Nach der korrekten Installation lässt sich die Software ohne Neustart nutzen.

Verwaltung eines Servers
Die Server Admin Tools für Mac OS X 10.7 Lion und Lion Server bestehen aus sechs Anwendungen, die im Programme-Ordner des Macintosh hinterlegt werden: Arbeitsgruppenmanager, Podcast-Composer, Server-Admin, Servermonitor, System-Image-Dienstprogramme sowie Xgrid-Admin. Für die meisten Endanwender dürfte vor allem der Podcast-Composer eine interessante Software sein: Mit dieser ist es möglich, Dutzende Videos automatisiert zu importieren, aneinander zu hängen, mit Vorspann und Abspann zu versehen und sie dann auf einem Server (Final Cut Server und andere Ziele) oder dem lokalen System freizugeben. Podcast-Composer erzeugt einen Arbeitsablauf, der Autoren von Podcasts wirklich sehr viel Zeit sparen kann.
Der Arbeitsgruppenmanager geht einer ganz anderen Aufgabe nach: Mit ihm können Nutzer Einstellungen für Konten, wie zum Beispiel Name, Kennwort, Verzeichnis des Benutzerordners und Gruppenzugehörigkeit, definieren und Vorgaben für die Oberfläche und den Netzwerkzugriff machen. Dazu muss der Nutzer lediglich die (IP-)Adresse des Zielsystems und dessen Zugangsdaten für ein Administrator-Konto eingeben, ohne die auch andere Anwendungen der Server Admin Tools nicht auskommen. Der Server-Manager lohnt nur dann einen Blick, wenn mehr als zehn Rechner mit Mac OS X Lion Server an einem entfernten Standort betrieben und sie übersichtlich zusammengefasst werden sollen. Das Servermonitor-Programm sorgt - wie der Name schon sagt - für die Kontrolle, ob ein bestimmtes System und dessen Dienste verfügbar sind.

System-Image und Xgrid
Das System-Image-Dienstprogramm und Xgrid-Admin sind nur für Experten geeignet: Erstere Anwendung wurde entwickelt, um Abbilder von Mac OS X zu erstellen, die sowohl Server als auch Clients für das Booten oder das Netzwerk und die Wiederherstellung verwenden können. Xgrid-Admin ermöglicht die Kontrolle über mehrere Server und Speicher-Pools, die wie ein einzelner großer Supercomputer funktionieren.
Fazit
Die Server Admin Tools sind eine praktische Möglichkeit, Lion-Server zu verwalten, und noch dazu kostenlos erhältlich. So kennt man Apple eigentlich nicht, normalerweise wird jede Kleinigkeit extra berechnet. Wer die enthaltenen Programme erfolgreich mit einem System verbindet, kann dieses aus der Ferne fast so steuern, als würde er direkt davor sitzen. Das Programmpaket kann den Remote Desktop teilweise ersetzen.
