Sie sind hier:
 

Tablet mit "eingebauter" Flatrate: Base Tab im Test
Für kompromissbereite Nutzer

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Das Base Tab wird wie die Lutea-Smartphones von Base im Paket mit einer Internet-Flatrate vertrieben, wodurch der Nutzer Kosten sparen kann. Hinsichtlich Ausstattung und Leistung müssen Nutzer aber Kompromisse machen.

Nach dem Smartphone Base Lutea bringt Base nun mit dem Base Tab auch einen eigenen Tablet-PC mit "eingebauter" Internetflat auf den Markt. In Verbindung mit einem Laufzeitvertrag über 24 Monate zahlt der Nutzer 15 Euro monatlich für Internetflatrate und Gerät. Dafür erhält er einen soliden Tablet-Computer - muss aber Kompromisse machen.

Produziert wird das Base Tab wie die Smartphones Base Lutea und Base Lutea 2 vom chinesischen Auftragshersteller ZTE. Wirft man einen flüchtigen Blick auf die Spezifikationen, wird man an das erste Galaxy Tab von Samsung erinnert: Das Base Tab ist ebenfalls sieben Zoll groß und kann dank Telefon-Funktion auch als übergroßes Smartphone verwendet werden. Im Detail gibt es dann aber dennoch deutliche Unterschiede: Unter der Haube werkelt beim Base Tab beispielsweise nur ein 600-Megahertz-Prozessor und die Auflösung des Displays beträgt lediglich 800 x 480 Pixel. Auf der Rückseite ist eine 3-Megapixel-Kamera verbaut, eine Frontkamera für Videotelefonate fehlt.

Leistungsprobleme

Mit dieser Ausstattung ähnelt das Base Tab leistungstechnisch günstigen Einsteiger-Smartphones wie dem LG Optimus One. Dies macht sich im Alltag auch bemerkbar. Anders als bei hochpreisigen Tablet-Computern muss der Nutzer beim Base Tab mit Verzögerungen beim Starten von Apps leben. Bei Angry Birds kam es vereinzelt zu Rucklern. Die Wiedergabe von Flash-Inhalten ist trotz Android-Betriebssystem nicht möglich, da das Gerät nicht die Mindestanforderungen für Adobes Flash Player unterstützt. Für YouTube-Videos steht aber eine App bereit.

Auch bei diversen Benchmarks-Test liefert der Browser enttäuschende Ergebnisse: Im Browsermark erzielte er gerade einmal 12.974 Punkte, für den Sunspider-Test benötigte er 40.237,3 Millisekunden. Hier schneiden aktuelle Smartphones deutlich besser ab. Aufgrund der geringen Displayauflösung wirken Webseiten und vor allem Schrift stets etwas pixelig, was beim Lesen längerer Texte stören kann. Die Akkulaufzeit lag im Test zwischen vier und sechs Stunden. Auf einer längeren Zugfahrt kann man mit dem Base Tab also mit einer Akkuladung bequem surfen, ohne sich eine Stromquelle suchen zu müssen.

Android-Vorzüge voll ausgereizt

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten aus dem Hochpreissegment bietet das Base Tab die aus dem Android-System bekannten Freiheiten: Der interne Speicher lässt sich per Speicherkarte erweitern. Im Lieferumfang befindet sich bereits eine 16-Gigabyte große microSD-Speicherkarte. Auch der Akku ist nicht fest verbaut, sondern lässt sich bei Bedarf einfach wechseln. An Anschlüssen bietet das Gerät, wie bei diesem Preis zu erwarten, nur einen microUSB-Anschluss. Über diesen kann das Tablet sowohl aufgeladen als auch mit dem PC verbunden werden.

Dank Zugang zu Googles Android Market sind die Nutzer im Gegensatz zu anderen günstigen Android 2.x-Tablets wie dem Pearl Touchlet oder dem Creative Ziio nicht an Lösungen einzelner Hersteller gebunden, die meist eine deutlich geringere Anzahl von Apps bieten.

Kein Simlock

Die Offenheit des Tablets zeigt sich auch in einem anderen Punkt: Das Base Tab wird zwar in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag von Base vertrieben. Einen Simlock wies das Gerät aber im netzwelt-Test nicht auf. Es ließ sich problemlos auch mit der Simkarte eines anderen Netzbetreibers starten und betreiben.

Base Tab

Bild 1 von 9
Das Base Tab weist eine microUSB-Schnittstelle auf.

Wer also nach Ende des Laufzeitvertrages den Provider wechseln will, muss keinen Entsperrcode beantragen. Zusätzlich ist es dadurch möglich, das Base Tab auf Reisen mit der SIM-Karte eines ausländischen Providers zu nutzen und so teure Roaming-Gebühren zu vermeiden.

Preis

Base bietet das Base Tab in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag im Tarif Mein Base über 24 Monate zum Preis von monatlich 15 Euro an, was insgesamt einen Preis von 360 Euro ergibt. Bei Markteinführung betrug die monatliche Rate noch 19 Euro. Alternativ kann der Nutzer einmalig 279 Euro für den Tablet-PC bezahlen und spart damit gegenüber der Ratenzahlung 81 Euro. Er erhält in diesem Fall aber keine Internet-Flatrate über 24 Monate.

Die bei der Ratenzahlung enthaltene Internet-Flatrate kostet bei Base üblicherweise 10 Euro monatlich, rechnet man diese aus dem Preis von 360 Euro heraus, kostet das Base Tab den Nutzer 120 Euro.

Fazit 

Das Base Tab ist ein solide verarbeiteter Tablet-PC. Alltägliche Aufgaben wie Surfen, einfache Spiele oder das Schreiben von Mails von unterwegs sind mit dem Base Tab möglich. Allerdings ist die Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich nicht sonderlich hoch. Dank der im Preis enthaltenen Flat erhalten Nutzer aber einen vergleichsweise günstigen Einstieg in den Tablet-Markt.

Alternativ gibt es auch leistungsstärkere Tablets von Archos oder Viewsonic für einen Preis zwischen 200 und 300 Euro - allerdings ohne Internet-Flatrate. Nutzer sollten daher prüfen, ob Sie bereit sind, für die integrierte Internet-Flatrate Kompromisse hinsichtlich der Leistung einzugehen.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Base Tab wird wie die Lutea-Smartphones von Base im Paket mit einer Internet-Flatrate vertrieben, wodurch der Nutzer Kosten sparen kann. Hinsichtlich Ausstattung und Leistung müssen Nutzer aber Kompromisse machen.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
31615
Tablet mit "eingebauter" Flatrate: Base Tab im Test
Tablet mit "eingebauter" Flatrate: Base Tab im Test
Base liefert mit dem Base Tab einen soliden Tablet-PC ab. Einsteiger müssen für den Preis aber Kompromisse machen.
http://www.netzwelt.de/news/89075-tablet-eingebauter-flatrate-base-tab-test.html
2011-10-22 12:13:01
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/comodo-bietet-reihe-kostenloser-software-schutz-rechners-bild-screenshot5451.png
News
Tablet mit "eingebauter" Flatrate: Base Tab im Test