Jubiläumsausgabe mit über 600 kostenlosen Programmen
Opensource-DVD: Riesige Sammlung freier Anwendungen
OpenOffice, dessen Nachfolger LibreOffice und Ubuntu sind nur einige Beispiele für freie Software, die den Nutzer nichts kostet und trotzdem leistungsfähig ist. Wie jedes Jahr wurden die besten Programme nun auf der sogenannten Opensource-DVD gesammelt, die heruntergeladen oder postalisch bestellt werden kann.

Inhaltsverzeichnis
- 1Sammlung auf DVD
- 2Enthaltene Software
- 3Fazit
Auf jedes kommerzielle Programm kommt mindestens eine Open-Source-Lösung, die ähnlich gute Leistung bringt: So hat sich Linux zum Beispiel längst als alternatives Betriebssystem etabliert, OpenOffice.org sowie dessen Nachfolger LibreOffice gehören zu den beliebtesten Büroanwendungen überhaupt. Programme, deren Quelltext offengelegt wurde, decken mittlerweile sogar im Spiele-Bereich die meisten Genres ab.
Sammlung auf DVD
Herausgeber der Opensource-DVD ist IT-Spezialist Christian Trabi aus dem Thüringischen Mühlhausen, der in regelmäßigen Abständen eine neue Version der Programmsammlung veröffentlicht. Vor einigen Tagen war es wieder soweit, die Opensource-DVD wurde in Version 25 vorgestellt. Interessierte Anwender müssen sich zwischen vier Versionen unterscheiden: Neben der regulären Software-DVD gibt es auch eine Ausgabe, die nur freie Spiele enthält. Außerdem existiert eine Power- und Business-Variante, auf der zusätzliche Audio-/Video-Anleitungen bereitgestellt wurden - zum Beispiel für die Bildbearbeitung GIMP oder das CMS Drupal. Für Endanwender sind die beiden letzteren vor allem aufgrund der zahlreichen Vorlagen im OpenDocument-Format interessant, die sich neben LibreOffice mitunter auch gut in Microsoft Word verwenden lassen.
Die Business-Ausgabe der Opensource-DVD ist das Spitzenprodukt und kostet derzeit 19,90 Euro. Wer für das Programmpaket kein Geld ausgeben möchte, kann sich ein ISO-Abbild der Standard-Version laden, das allerdings fast fünf Gigabyte auf die digitale Waage bringt - der Download dauert also selbst bei schneller Verbindung einige Zeit. Auch die Spiele-DVD kann kostenlos heruntergeladen werden (Größe etwa drei Gigabyte). Als Betriebssystem werden nach Angaben des Entwicklers Windows 98, NT, ME, 2000, XP, Vista sowie Windows 7 unterstützt - einige der auf der DVD enthaltenen Programme laufen aber nur unter Windows XP oder neuer, weshalb Nutzer die Dokumentation jeder Software vor der Installation genau lesen sollten.

Enthaltene Software
Für die Opensource-DVD Nummer 25 wurden insgesamt fast 600 Programme zusammengestellt, von denen die Mehrheit unter der General Public License (GPL) steht. Die Lizenz ist für die Aufnahme auf die DVD aber nicht entscheidend, sondern vielmehr die Beliebtheit und Qualität einer Anwendung - und deshalb kommt es mit jeder neuen DVD-Fassung auch zu Löschungen. Diesmal wurden unter anderem Cinepaint und Calamar entfernt, da diese nicht mehr weiterentwickelt werden. Nicht mehr enthalten sind außerdem MuPDF, toGGer und TaskSwitchXP Pro.
Fünf gelöschten Programmen stehen insgesamt 15 neue Anwendungen gegenüber: Neben dem beliebten FTP-/WebDav-Client Cyberduck wurde auch Aptana Studio, ein Werkzeug für Entwickler, in die Sammlung aufgenommen. RawTherapee ermöglicht die Konvertierung von Rohdaten eines Bildes.
Die meisten Programme auf der Opensource-DVD sind kleine Helfer, welche die tägliche Arbeit mit dem PC etwas einfacher machen sollen und zum Beispiel die Zwischenablage oder den Browser aufrüsten. Natürlich ist aber auch das Büropaket LibreOffice in der Sammlung enthalten, das mit Version 3.4.3 auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Außerdem wurden Eclipse, das Notizprogramm Wunderlist, die Instant Messenger Pidgin und Miranda, die Datenbank MySQL und über 100 andere kostenlose Programme aktualisiert.
Fazit
Die Opensource-DVD ist eine praktische Zusammenstellung der besten kostenlosen PC-Anwendungen für Otto Normalverbraucher. Wer ein frisch installiertes Windows mit Officepaket, Bildbearbeitung und anderen Standardprogrammen ausrüsten muss, findet auf der DVD in jeder Kategorie eine passende Lösung. Sofern die Internetverbindung zu langsam ist, können Nutzer zum Glück auf die Postbestellung ausweichen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Softwaresammlungen hier.

Auf der rechten Seite findest du die Links, unter anderem auch diesen :) Grüße aus der Redaktion
Diese gute Nachricht wäre noch besser, wenn ein Link zur Download-Seite drin wäre ;)