Nur für angemeldete Nutzer
HTTPS statt HTTP: Google setzt auf sichere Suchanfragen
Immer wieder kommt es vor, dass Angreifer den Datenverkehr von Nutzern auslesen. Damit dies jetzt bei der Google-Suche nicht mehr so einfach ist, stellt Google hier standardmäßig auf HTTPS um. Eine Voraussetzung muss der Nutzer hierbei allerdings erfüllen.
Die verschlüsselte Suche wird nämlich erst einmal nur für Anwender standardmäßig aktiviert, die über ein Google-Konto verfügen und dort eingeloggt sind. Alle weiteren Nutzer können aber auch eine per SSL verschlüsselte Suche nutzen, indem sie direkt "https://www.google.com" über die Adressleiste des Browsers aufrufen.
Umstellung in den kommenden Wochen
In der Ankündigung von Google heißt es, dass die Umstellung auf die standardmäßige Verschlüsselung für eingeloggte Nutzer "in den nächsten Wochen" erfolgt. Befindet sich der Nutzer auf der HTTPS-Variante von Google, werden seine Suchanfragen wie auch die Suchergebnisse verschlüsselt übertragen. Der Suchmaschinenriese betont, dass dies besonders bei ungesicherten WLAN-Netzwerken wie zum Beispiel in Internet-Cafés von Vorteil ist.
Derzeit ist die SSL-Verschlüsselung für die Websuche, die Bildersuche sowie andere Angebote - mit Ausnahme von Google Maps - verfügbar. Laut Google erfahren Webseitenbetreiber trotz der Verschlüsselung auch weiterhin, wenn ein Nutzer von Google auf seine Seite kam. Allerdings werden keine Informationen zur individuellen Suchanfrage weitergegeben. Klickt der Nutzer dagegen auf eine Werbeanzeige bei den Suchergebnissen, werden weiterhin alle relevanten Informationen der individuellen Anfrage übermittelt.
Im Januar 2010 führte Google bereits für seinen E-Mail-Dienst Google-Mail die HTTPS-Verschlüsselung als Standard ein. Vier Monate später folgte mit "https://encrypted.google.com" die verschlüsselte Suche, allerdings wurde diese nicht standardmäßig aufgerufen. Auch andere Webseiten bieten eine sichere Datenübertragung an. So können Nutzer zum Beispiel bei Twitter oder bei Facebook einstellen, dass eine HTTPS-Verbindung genutzt werden soll.


Nach dem Bekanntwerden der Hacker-Angriffe aus China auf die E-Mail-Konten zahlreicher chinesischer Menschenrechtsaktivisten erhöht der Suchmaschinenbetreiber Google die Sicherheit seines kostenlosen E-Mail-Dienstes Google Mail.
In einem offenen Brief wendet sich Sophos, ein Hersteller von Sicherheitssoftware, an Facebook. Darin liefert das Unternehmen drei Vorschläge, wie das Soziale Netzwerk die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre erhöhen kann.
Google integriert pünktlich zum Sommer eine neue Funktion in die Suchmaschine. Nutzer können jetzt direkt bei Google nach Flügen suchen und erhalten dann Informationen zu den Flugzeiten und der jeweiligen Fluglinie, die den Flug anbietet.
Aufgrund von ausgelaufenen Verträgen mit Twitter ist die Google-Echtzeitsuche derzeit nicht erreichbar. Künftig könnte der Suchmaschinenanbieter Einträge aus seinem Sozialen Netzwerk Google+ einbinden.
SSL hat sich in den vergangenen Jahren als Standard für die Verschlüsselung von HTTP-Verbindungen etabliert. Mit dem Firefox-Plugin HTTPS Everywhere landet der Benutzer automatisch auf sicheren Websites.
Viele Schlagworte und Links sind gut für die Suchmaschinenoptimierung. Dies kann allerdings auch zu einer Überbewertung führen. Google will künftig daher Qualitätsinhalte besser bewerten.
Updates für Firefox und Thunderbird: Im Netz stehen neue Versionen des Browsers und des E-Mail-Clienten von Mozilla bereit. Durch die Aktualisierung ist die sichere HTTPS-Google Suche in Firefox nun Standard. Das Thunderbird-Update fällt allerdings mager aus.




