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Dell Latitude 2120 im Test: Robustes Netbook
Mit und ohne Touchscreen: Konfiguration beachten

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Das robuste Dell Latitude 2120 ist teurer als ähnlich ausgestattete Netbooks, bietet allerdings auch mehr. Ob es seinen Aufpreis wert ist, zeigt sich im Test.

Eine Gummibeschichtung soll das Gehäuse des Latitude 2120 robust machen, sodass sich das Netbook nicht nur zum mobilen Arbeiten, sondern zum Beispiel auch für Schulklassen eignet. Die Option, einen Touchscreen in den kleinen Laptop einzubauen, bringt dem Nutzer allerdings kaum Vorteile.

Die teuerste Konfiguration ist nicht immer die Beste

Dell bietet das Latitude 2120 in verschiedenen Konfigurationen an. So kann sich der Nutzer für einen herkömmlichen 10,1 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln oder einen ebenso großen Touchscreen mit einer höheren Auflösung entscheiden.

Die Auflösung des Touchscreens von 1.366 x 768 Pixeln erweist sich im Test jedoch als problematisch. Schrift und Symbole fallen bei der Bildschirmgröße sehr klein aus, sind schwer zu lesen und mit den Fingern kaum zielgenau zu treffen. Die Touch-Technologie sorgt zudem für stärkere Reflexionen als bei anderen spiegelnden Bildschirmen.

Mit Intels Atom-Prozessor N455 mit einer Taktrate von 1,67 Gigahertz, einem integriertem Grafikchip sowie einem zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher und einer Festplatte mit einer Kapazität von 250 Gigabyte verbaut Dell typische Netbook-Hardware im Testgerät. Einzig durch das als Betriebssystem installierte Windows 7 Professional fällt das Latitude 2120 etwas aus der Reihe.

Dell Latitude 2120 im Test

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Das mit Gummi überzogene Gehäuse soll robuster als bei anderen Netbooks sein.

Unbrauchbarer Touchscreen

Die Bedienung des Dell Latitude 2120 über den im Testgerät verbauten Touchscreen gestaltet sich aufgrund der hohen Bildschirmauflösung frustrierend, da viele Schaltflächen zu klein ausfallen. Die Situation verbessert sich, wenn der Nutzer die Auflösung auf 1.024 x 600 Pixel verringert - wodurch sich nebenbei auch die Anzeige besser erkennen lässt.

Beim Tastastur-Layout wagt Dell keine Experimente und bietet dem Nutzer wie gewohnt durch Größe und Form auffallende Sondertasten. Nur die Pfeiltasten mussten dem geringen zur Verfügung stehenden Platz Tribut zollen und fallen klein aus. Die anderen Tasten weisen eine ausreichende Größe mit genügend Abstand zueinander auf. Die einzelnen Tasten bieten einen kurzen Hub und knackige Druckpunkte.

In der Mitte der flachen Handballenauflage befindet sich ein kleines Touchpad. Es ist spürbar abgegrenzt und reagiert schon auf leichte Berührungen, bietet aber nur wenig Fläche, um den Mauszeiger zu bewegen. Die zwei ebenfalls sehr kleinen Touchpadtasten weisen wie die Tastatur einen kurzen Hub und klare Druckpunkte auf.

Langsame Hardware, leise Komponenten

Der Atom-Prozessor des Latitude 2120 erreicht im Benchmark-Test Cinebench 11.5 nur 0,25 Punkte - selbst für einen Notebook-Chip ein schwacher Wert. Der integrierte Grafikchip ist für den zugehörigen OpenGL-Test zu schwach. Youtube-Videos laufen zum Beispiel in HD-Auflösung auf dem Netbook ruckelig. Hochaufgelöste Filme von Festplatte spielt der Laptop dagegen flüssig ab.

Für ein Netbook hielt der Lithium-Ionen-Akku des Testgeräts nicht besonders lange durch. Die Batterie mit sechs Zellen und einer Kapazität von 4.840 Milliamperestunden liefert genug Energie, um knapp dreieinhalb Stunden lang Filme zu schauen oder fast vier Stunden lang Texte zu schreiben. Aktiviert der Nutzer Stromspareinstellungen, schaltet das WLAN aus und reduziert die Bildchirmhelligkeit, verlängert sich die Akkulaufzeit des Latitude 2120 natürlich.

Festplattengeschwindigkeit 250 GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
38,7 MB/sek.79,9 MB/sek.62,1 MB/sek.19,1 ms

Die Festplatte erreicht bei der Transferrate unspektakuläre Durchschnittswerte für einen mobilen Speicher. Die Komponenten des Dell Latitude 2120 arbeiten so leise, dass sie nicht zu hören sind.

Gummi soll für Schutz sorgen

Das klobige Gehäuse des Dell Latitude 2120 ist oben und unten mit einer Gummischicht überzogen. Sie soll das Netbook vor Beschädigungen schützen. Der hervorstehende Akku sorgt dafür, dass der kleine Laptop immer schräg steht.

Dell stattet das Latitude 2120 mit drei USB-Anschlüssen, je einem VGA- und LAN-Anschluss sowie zwei Audio-Buchsen aus. Drahtlos gelangt das Netbook auch per WLAN ins Internet oder überträgt mit Bluetooth Daten an andere Geräte.

Fazit: Teuer und nicht zufriedenstellend

Entscheidet sich der Nutzer für das Dell Latitude 2120 ohne Touchscreen, kann es mit anderen Netbooks mithalten. Allerdings ist das Gerät nicht nur klobiger und schwerer, sondern auch deutlich teurer als vergleichbare Geräte mit ähnlicher Hardware-Ausstattung.

In der günstigsten Ausstattungsvariante kostet das Latitude 2120 im Online-Shop von Dell 389 Euro. Für die getestete Konfiguration muss der Käufer schon von einem Preis von mindestens 469 Euro ausgehen - technisch vergleichbare oder sogar bessere Netbooks sind dagegen schon für 250 bis 300 Euro erhältlich, wie zum Beispiel das Acer Aspire One D257 oder der Asus EeePC 1015B.

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Dell Latitude 2120 im Test: Robustes Netbook
Dell bietet das Netbook Latitude 2120 auch mit Touchscreen an, doch der Mehrwert für den Nutzer hält sich in engen Grenzen.
http://www.netzwelt.de/news/89032-dell-latitude-2120-test-robustes-netbook.html
2011-10-19 16:47:48
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/apache-software-foundation-feste-groesse-open-source-gemeinde-bild-netzwelt6046.jpg
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