Mikado-Stäbchen machen es möglich

Kurzfilm der Woche: Romantik auf Knopfdruck, auch ohne Partner

Fast wie bei Susi und Strolch: Junge Forscher des Japan Advanced Institute of Science and Technology (JAIST) haben auf der diesjährigen Entertainment Computing 2011 (EC) in Tokio Anfang Oktober eine Maschine vorgestellt, mit der Singles in den Genuss einer - fast - romantisch anmutenden Szene kommen können. Und das ganz ohne Partner.

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Das Ziel der Forscher war es, wie DigInfo TV berichtet, auch Singles ohne ideale Partnerin zu ermöglichen, das so genannte Pocky-Spiel zu spielen. Dieses Spiel erinnert an die berühmte Szene aus dem Disney-Film "Susi und Strolch", in der Susi und Strolch zufällig an die gleiche Spaghetti geraten und diese essen, bis ihre Schnauzen aufeinander treffen.

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Susi und Strolch auf Japanisch

In Japan bezeichnet man dies als Pocky-Spiel. Bei diesem knabbern zwei Personen an jeweils einem Ende des Schoko-Stäbchens, hierzulande Mikado genannt, und treffen sich in der Mitte. Je nach Zuneigungsgrad bricht einer von beiden ab, bevor die Lippen aufeinander treffen - oder eben auch nicht.

Bei Teenies dürfte ein solches Spiel für Herzklopfen sorgen. Da jedoch nicht jeder in die glückliche Situation kommen kann, dieses Spiel mit einer Herzensdame anzugehen, hat das Forscherteam von JAIST nun eine Maschine vorgestellt, die ein solches Erlebnis nacherfahrbar macht, auch ohne echten Partner.

Die Maschine kann nicht ausweichen

Laut DigInfo TV muss der Nutzer dafür ein Mikado-Stäbchen in die vorgesehene Öffnung der Maschine stecken, die einem Mund nachempfunden ist. Daraufhin fängt die Maschine an, den Keks nach hinten zu ziehen und Stück für Stück abzuschneiden. Wenn der Nutzer dann von der anderen Seite anfängt zu beißen, bewegt sich auch das als Anime-Charakter stilisierte Gesicht der Maschine nach vorne. Das dafür verwendete Poster kann laut den Forschern beliebig durch den Star der Begierde ersetzt werden.

Schließlich treffen sich beide in der Mitte, woraufhin eine weibliche Stimme sich bedankt oder wahlweise kichert und sagt: "Süß". Die Entwickler setzen dabei einen Servomotor und Hebelwirkung ein, um die Geräusche und Vibration eines kauenden Menschens zu imitieren. Ein eingebauter Zufallsgenerator, der gegebenenfalls den Kussversuch abbricht, ist jedoch nicht integriert.

Als nächsten Schritt planen die Forscher, die Maschine interaktiver zu gestalten, sodass Spieler mit anderen über das Internet spielen können. Weitere Kurzfilme der Woche finden Sie hier auf netzwelt.

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