Engpässe bei Apple, Dell, Sony, Acer und Lenovo befürchtet
Schließung von Laptop-Gehäusefabrik: China nimmt Umweltschutz ernster
Das taiwanische Unternehmen Catcher Technology muss kurzfristig eine Fabrik in der Suzhou-Provinz in China teilweise schließen, da lokale Behörden Umweltverschmutzungen durch die Produktion feststellten. Die temporäre Schließung beim Zulieferer könnte die Herstellung von Apple-, Dell-, Acer-, Sony- und Lenovo-Produkten beeinflussen.

Wie die US-amerikansiche Ausgabe der Financial Times berichtet, scheinen die chinesischen Behörden anzufangen, Naturschutzrichtlinien wichtiger zu nehmen. Anwohner, die im Umfeld der Catcher Technology-Fabrik leben, hatten sich bei den Behörden darüber beschwert, dass durch die Produktion schlechte Gerüche in der Nachbarschaft entstünden. Auf Basis dieser Vorwürfe musste das taiwanische Unternehmen nun kurzfristig einen Teil der Produktion einstellen.
Apple, Sony, Dell, Lenovo und Acer betroffen
Der Ausfall könnte derweil diverse Notebook-Hersteller treffen, denn Catcher Technology produziert die Gehäuse für Apples MacBook Air und Pro genauso wie Acers Ultrabooks und weitere mobile Computer von Sony, Dell und Lenovo. Das Unternehmen gibt an, dass die Verkäufe zu einem Fünftel eingeschränkt werden könnten. Bei der Kalkulation geht Catcher davon aus, dass die Kontrolleure der lokalen Behörden bis zum Ende dieses Monats durch Verbesserungen der Produktion beruhigt werden können, sodass der normale Ablauf ab November wieder erreichbar sei.
Die Financial Times sieht im Beispiel von Catcher Technology derweil die Gefahr, dass künftig in ganz China Umweltbestimmungen ernster genommen werden könnten, was die Produktionswege von Firmen weltweit beeinflussen würde. Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten, die schon öfters besonders Apple für schlechte Arbeitsbedingungen angeprangert haben, dürften sich hingegen durch die ersten Erfolge bestätigt sehen.
