Fluglinie mit Tradition

Im Kurztest: Airline Tycoon 2

In den 90er-Jahren hatten Wirtschaftssimulationen aus deutschen Landen einen Höhenflug. Ein Großteil von ihnen versuchte, mithilfe knallbunter Comic-Grafik die ansonsten drögen Zahlenkolonnen etwas attraktiver zu präsentieren. Der nagelneue, von B.Alive entwickelte "Airline Tycoon 2" greift diese Tradition wieder auf und schickt den Spieler auf eine Zeitreise ...

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Airline Tycoon 2 - Gameplay-Trailer: Wer wollte nicht schon immer mal einen Flughafen leiten. Die Passagier-Massen managen und die Infrastruktur zusammenstellen und verwalten? In Airline Tycoon 2, für den PC, ist das möglich. Dieser Trailer zeigt Gameplay-Szenen, die auf Möglichkeiten der Individualisierung eingehen, und bietet so einen Vorgeschmack. Zum Video: Airline Tycoon 2 - Gameplay-Trailer

Wie beim 13 Jahre alten Vorgänger gilt es in Kalypsos neuer Wirtschaftssimulation, als Neuling Fuß im Passagierfluggeschäft zu fassen und sich beim Kampf um Fluggäste und Stammlinien gegen drei erbitterte, computergesteuerte Konkurrenten durchzusetzen.

Ein Tutorial erleichtert die ersten Schritte: Bei einem etwas vertrottelt wirkenden Ingenieur gibt man sein erstes Flugzeug in Auftrag, gestaltet die Innenräume so, dass die potenziellen Kunden nicht schon vor Betreten der Maschine das Weite suchen, und heuert im Personalbüro eine kleine Crew an. Natürlich nur der erste Schritt vom Billigflieger hin zum führenden Reiseanbieter.

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Erfreulich: In allen Phasen bietet "Airline Tycoon 2" viele Möglichkeiten, individuelle Einstellungen vorzunehmen - bis hin zur flexiblen Ausarbeitung eines eigenen Flugplans mit Wartungszeiten und allem Drum und Dran. Auch die Konkurrenz schläft nicht: Der zwielichtige Fluglinien-Boss Tuppolewsky oder die tussige Nathalie Childman versuchen alles, um die Gunst der Fluggäste für sich zu gewinnen. Der ehemalige Militärflieger Mogambo etwa scheut dabei auch nicht vor dem Einsatz eher zweifelhafter Methoden zurück.

Sehr schnell wird klar, dass "Airline Tycoon 2" aufgrund unberechenbarer Zufallsereignisse wie einem Papst-Gesuch durchaus fordernd sein kann und zum Tüfteln einlädt - auch wenn das Programm mit seiner Comic-Grafik und einer hohen Kalauerdichte auf den ersten Blick wie eine Spaßsimulation wirkt. Trotzdem läuft nicht alles 100-prozentig rund im Airline-Business: Immer wieder gibt es Phasen des Leerlaufs oder es funktionieren Abläufe nicht, wenn man die Schaltflächen nicht in der erwarteten Reihenfolge anklickt. Auch die Menüsteuerung verlangt viele unnötige Mausklicks, was etwa schon bei der Steuerung der Dialoge auffällt. Hersteller Kalypso verspricht jedoch einen Komfort-Patch, der die Klick-Orgien beenden soll. Nichtsdestotrotz werden sich auch Einsteiger schon nach kurzer Zeit mit dem System zurechtfinden.

Im Test: Airline Tycoon 2

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Die 3D-Comic-Grafik mit dem begehbaren Flughafen ist eine Reminiszenz an frühere deutsche Wirtschaftssimulationen, trifft aber sicher nicht jedermanns Geschmack. Ob man heute über Einstein- oder Karl-Lagerfeld-Karikaturen noch lachen kann oder einen mit allen denkbaren Tunten-Klischees behafteten Assistenten lustig findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Alles in allem bietet "Airline Tycoon 2" jedoch solide Genrekost, die bei PC-Veteranen nostalgische Gefühle weckt. Schade nur, dass Entwickler B.Alive nicht auch einen Mehrspieler-Modus vorgesehen hat, der sich angesichts der vier konkurrierenden Charaktere eigentlich angeboten hätte.

Datenblatt

Airline Tycoon 2
SpielnameAirline Tycoon 2
HerstellerB.Alive
VertriebKalypso Media
GenreManagement
Erhältlich ab13.10.2011
Preisca. 40 Euro
EAN Code4260089413115
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 0 Jahren
Multiplayernein
SonstigesMinimum-CPU 2 GHz (DualCore), 2 GB RAM, 3D-Grafikkarte mit 256 MB RAM, 2 GB Festplattenspeicher
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPC

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