Entwickler der Programmiersprache C
Unix: Mitbegründer Dennis Ritchie ist gestorben
Dennis MacAlistair Ritchie ist, wie jetzt bekannt wurde, am letzten Wochenende nach langer Krankheit in Murray Hill (New Jersey) verstorben. Er wurde 70 Jahre alt. Ritchie gilt als Mitbegründer des Betriebssystems Unix und Entwickler der Programmiersprache C.

Wie der Blog TechCrunch berichtet, verbrachte Dennis Ritchie die meiste Zeit seiner beruflichen Karriere bei den Bell Laboratories, die bei seinem Eintritt in das Unternehmen 1967 zu den größten Telefondienstleistern in den Vereinigten Staaten gehörten. Gemeinsam mit Ken Thompson arbeitete er dort an der Entwicklung eines effizienten Betriebssystems, was letztlich zur Entstehung von Unix führte.
Entwicklung der Programmiersprache C
Unix lief zuerst auf dem Mini-Computer PDP7, auf dem Thompson und Ritchie die Liste an möglichen Kommandos stetig ergänzten. Parallel zu dieser Entwicklung entstand so schließlich auch die Programmiersprache C. Die Vorteile des Betriebssystems lagen zur Anfangszeit vor allem darin, dass es auf einfacher Hardware lief und vergleichsweise leicht auf andere Rechner transferiert werden konnte. Außerdem machten die Entwickler den Kernel der Software 1973 frei verfügbar. In den 1980er und 90er Jahren schließlich verhalf die Verbreitung des Internets Unix zu neuer Größe.
Heute ist die Software allgegenwärtig. Ein Großteil des Netzes läuft auf Unix-basierten Servern und die Open Source-Philosophie hat viele nachfolgende Projekte beeinflusst. Nicht nur das Betriebssystem Linux basiert auf Unix, sondern auch Teile von Windows und Mac OS X. Im Quelltext des Programms sind auch heute noch Teile enthalten, die mit der Programmiersprache von Dennis Ritchie aus dem Jahr 1971 nahezu identisch sind.
Werner Vogels, Vize-Präsident von Amazon.com, zitierte Ritchie anlässlich seines Todes auf Twitter: "Unix ist grundsätzlich ein einfaches Betriebssystem, aber man muss ein Genie sein, um die Einfachheit zu verstehen."
