Alle 18 Stunden eine Vergewaltigung in Neu-Dehli
Fight back: App soll Frauen beschützen
Der lokalen Polizei zufolge wird in der indischen Metropole Neu-Dehli alle 18 Stunden eine Vergewaltigung angezeigt. Die Stadt hat dadurch bereits den zweifelhaften Ruhm einer Vergewaltigungshochburg. Die NGO Whypoll will nun in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Canvasm eine Smartphone-App herausbringen, die Frauen vor diesen Verbrechen schützen soll.

Wie die Zeitung The Economic TImes berichtet, soll die so genannte "Fight back"-App es nach Installation ermöglichen, dass Personen, die sich in Gefahr befinden, durch den Druck auf nur einen Knopf zum einen Freunde, Familie und die Polizei informieren und zum anderen gleichzeitig einen Alarm auf Sozialen Netzwerken schalten können. Der Alarm erfolge dabei in Form eines Posts auf Twitter und Facebook beziehungsweise einer SMS an die zuvor eingetragenen Kontakte. Bis zu fünf Personen können auf der persönlichen Notrufliste stehen.
Alarm kostet Geld
Hindol Sengupta, Mitbegründer der NGO Whypoll, die die Anwendung mit entwickelte, betont: "Die Sicherheit von Frauen ist zu einem großen Thema in dieser Gegend geworden und wir sind der Meinung, dass die Bürger von Neu-Dehli möglicherweise am meisten auf diese technische Innovation angewiesen sind."
Die "Fight back"-App wird vorraussichtlich ab November auf der Webseite von Whypoll zum Download bereitstehen und soll laut The Economic Times von zahlreichen Smartphones, unter anderem auch von Nokia und BlackBerry unterstützt werden. Dabei seien die Alarmmeldungen nicht gratis, sondern kosten genauso viel wie eine normale SMS. Außerdem soll die App den Alarm auf einer zentralen Datenbank im Netz speichern. Deren Informationen werden dann auf einem virtuellen Stadtplan hinterlegt, der die Verbrechen und Übergriffe dokumentiert.
Weitere Informationen
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