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Symbian Belle-Erstling: Nokia 701 im Test
Optimierte Nutzeroberfläche

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Nokia arbeitet weiter daran, wieder Boden im Smartphone-Markt gut zu machen. Das erste Symbian Belle Smartphone Nokia 700 glänzt im Test mit seiner neuen Nutzeroberfläche und der hochwertigen Verarbeitung. Alle Schwächen konnte der Hersteller aber noch nicht wett machen.

Die ersten Windows Phones von Nokia lassen weiter auf sich warten, das MeeGo-Handy N9 erscheint nicht in Deutschland, dennoch gibt es neue Gadgets für Nokia-Fans. Mit dem Nokia 701 bringt der Hersteller ein erstes Smartphone mit Symbian Belle auf den Markt. Dieses bietet eine runderneuerte Nutzeroberfläche. Vorbild für diese ist aber nicht Microsofts Windows Phone, sondern Googles Android.

Nokia gibt Symbian noch nicht auf. Trotz des feststehenden Wechsels zu Windows Phone bringt der Hersteller mit dem Nokia 701 das nunmehr fünfte Symbian-Smartphone (Nokia X7, Nokia E6, Nokia 500, Nokia 700) seit Bekanntgabe des Deals mit Microsoft auf den deutschen Markt. Highlight des C7-Nachfolgers ist dabei das neue Betriebssystem Symbian Belle.

Belle behebt viele, aber nicht alle Symbian-Schwächen

Mit dem Belle-Update macht das mittlerweile in die Jahre gekommene Symbian-Betriebssystem einen deutlichen Sprung in die Neuzeit. Zwar hat Nokia auch bereits mit dem Anna-Update Hand an die Nutzeroberfläche gelegt, Belle geht aber noch einen Schritt weiter und bedient sich deutlich bei der Konkurrenz von Android: So führt Nokia beispielsweise eine Benachrichtigungsleiste ein, die der Nutzer vom oberen Bildschirmrand aufziehen kann. Über diese lassen sich auch direkt Bluetooth, WLAN oder Datenverbindungen über das Mobilfunknetz mit nur einem Fingertipp aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Zuvor erforderte dies bei Symbian mehrere Schritte oder ein entsprechendes Widget auf dem Startbildschirm.

Statt drei gibt es nun sechs Startbildschirme und Apps lassen sich durch längeres Drücken direkt auf diesen platzieren. Zudem hat Nokia die Text-Schaltflächen gegen neue Symbol-Schaltflächen ersetzt. Insgesamt wirkt Symbian Belle damit deutlich aufgeräumter und moderner. Schön: Anders als bei den Android-Handys funktioniert beim Nokia 701 der Wecker auch bei ausgeschaltetem Handy.

Browser kommt noch nicht in Fahrt

Trotz der deutlichen Fortschritte mit Symbian Belle hängt der vorinstallierte Browser in Sachen Bedienung und vor allem Geschwindigkeit der Konkurrenz aber weiterhin noch deutlich hinterher. Obwohl laut Nokia Webseiten nun bis zu dreimal schneller laden. In gängigen Browserbenchmarks wie Sunspider machte sich der Geschwindigkeitsschub zwar bemerkbar: Für das Sunspider- Benchmark brauchte das Nokia 701 zum Beispiel knapp 6.275 Millisekunden, das Nokia X7 mit Symbian Anna dagegen beispielsweise rund 9.000 Millisekunden, dennoch kann Nokia in Sachen Surferlebnis nicht zur Spitzengruppe aufschließen. Die Modelle der Konkurrenz von BlackBerry, iPhone und Android absolvieren den Sunspider-Test mit Werten zwischen 2.000 und 4.000 Millisekunden.

Auch die Installation eines alternativen Browsers aus dem Ovi Store hilft hier nur wenig. Mit Opera Mobile 10.1 dauerte der Sunspider-Test noch immer lange 5.878 Millisekunden. Bei Spielen und dem Öffnen von Apps kommt es hingegen dank des verbauten 1-Gigahertz-Prozessors kaum zu Verzögerungen oder Wartezeiten. Unterschiede zu technisch vergleichbaren Android-Handys sind hier kaum auszumachen.

Vlingo - Ein Hauch von Siri

Apple bewirbt sein neues iPhone mit einer revolutionären Sprachsteuerung names Siri. Nutzer des Nokia 701 müssen hier aber nicht neidisch auf die Konkurrenz schielen. Das Nokia 701 lässt sich ebenfalls über Sprache steuern und kann auch E-Mails vorlesen.

Die schon länger beakannte Sprachsteuerung Vlingo ermöglicht dabei das Diktieren von E-Mails und SMS, die Suche im Internet, das Anlegen persönlicher Notizen oder das Ändern des Facebook-Status. Allerdings muss der Nutzer anders als bei Siri hier eine bestimmte Syntax einhalten. Fragen wie "Brauche ich in Hamburg heute einen Regenschirm" kann Vlingo nicht beantworten. Aktiviert werden kann die Sprachsteuerung via Taste an der Seite des Nokia 701 oder über ein Widget auf dem Startbildschirm.

Nokia 701

Bild 1 von 8
Das Nokia 701 ähnelt designtechnisch dem Vorgänger Nokia C7.

Symbian-Unterstützung bis 2016

Wer sich für das Nokia 701 interessiert, aber den Kauf aufgrund von Nokias Strategiewechsel zu Windows Phone 7 scheut, den dürfte diese Ankündigung des Herstellers beruhigen: Bis 2016 will Nokia Kunden Support für Symbian-Handys anbieten. Selbst wer das Nokia 701 in diesem oder dem nächsten Jahr in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag erwirbt, kann sich also des Supports über die gesamte Laufzeit seines Vertrages gewiss sein.

Nokia will auch weiterhin kontinuierlich Software-Updates liefern. In zwei Schritten werden in den nächsten Monaten beispielsweise kostenlos verschiedene Microsoft Office-Programme den Weg auf Nokias Symbian-Smartphones finden. Apps kann der Nutzer auch aus dem Ovi Store laden, der mit rund 40.000 Anwendungen aktuell hinter iOS und Android den dritten Platz im App Store-Markt belegt - allerdings mit deutlichem Abstand. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist aber die Möglichkeit, Apps per Mobilfunkrechnung zu bezahlen. Nokia bietet dies aktuell in Kooperation mit 112 Netzbetreibern in 36 Ländern an.

Angry Birds, Asphalt 5 und What's App mit an Bord

Viel an Apps vermissen dürfte der Nutzer Anfangs aber sowieso nicht:  Das Nokia 701 hat eine Reihe beliebter Apps bereits vorinstalliert. Dazu zählen die Spiele Angry Birds und Asphalt 5, das Office-Programm Quick Office oder der Messenger What's App. Nett: Eine App namens Battery Monitor zeigt an, wie lange der Akku noch hält - je nach Nutzungsszenario: Unterscheiden lässt sich hier etwa die Akku-Laufzeit für Telefonieren, Browsen oder Musik hören.

Ein weiterer Vorteil der Symbian-Smartphones ist die kostenlose Navigation via Ovi Maps. Kartenmaterial für bis zu 180 Länder kann kostenlos via WLAN heruntergeladen werden. Zur Verfügung steht dann eine Auto- und Fußgängernavigation. Seit Kurzem gibt es zudem eine offizielle Facebook-App auch für alle Symbian-Handys.

Kleine Patzer in den Kern-Disziplinen

Sprachqualität und Verarbeitung gelten seit jeher als Stärken von Nokia. Das Nokia 701 kann dies aber nicht in allen Punkten bestätigen. Die Verarbeitung fällt dank gebürstetem Edelstahl-Gehäuse zwar wie gewohnt hochwertig aus. Die Sprachqualität bewegt sich aber nich,t wie von Nokia gewohnt, stetig auf hohem Niveau.

Auf der Gegenseite ist sie gut, setzt aber keine neuen Standards, auf dem Nokia 701 selbst ist sie nur zufriedenstellend. Die Gesprächspartner klingen hier nicht so nah wie auf der Gegenseite. Beim freien Telefonieren über Lautsprecher traten viele Fehler auf. Teilweise übertrug das Smartphone auch bei guter Verbindung nur Wortfetzen.

Surfen ist auf dem Nokia 701 kein Genuss.

Pluspunkte für Musik-Player

Nichts zu meckern gibt es dagegen beim Musik hören. Hier liefert das Nokia 701 einen ordentlichen Klang, mit den Beats-Handys von HTC kann es aber nicht mithalten. Dennoch vermisst man beim Musik hören mit dem Nokia 701 seinen MP3-Player nicht, was auch an dem gut gelungenen Player liegt, dem lediglich ein Sleep Timer fehlt. Für Partys interessant: Das Nokia 701 besitzt einen FM-Transmitter, mit dem MP3s vom Handy auf freien Radiofrequenzen wiedergegeben werden können.

Auch die Kamera-App des Nokia 701 kann im Test überzeugen. Nokia hat hier die Bedienung ebenfalls grundlegend überarbeitet. Zudem hat der Hersteller beim 701 Hand an die Optik der verbauten 8-Megapixel-Kamera gelegt und verspricht nun bessere Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Eine Kamera-Taste minimiert zudem die Verwackelungsgefahr. Dank des schnellen Auslösers eignet sich das Nokia 701 als Schnappschusskamera. An Referenzmodelle wie das Nokia N8 oder Apples iPhone 4 reicht die Qualität aber nicht ganz heran. Zudem müssen Nutzer auch bei Symbian Belle-Handys weiter mit einem Full-Fokus anstelle eines Auto-Fokus leben.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Nokia 701 lautet 379 Euro. Im Internet-Handel ist das Smartphone bereits ab 300 Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich. Die vier großen Netzbetreiber führen das Nokia 701 hingegen aktuell noch nicht im Portfolio.

Fazit

Mit dem Nokia 701 zeigt der angeschlagene Handy-Hersteller, dass das Unternehmen noch in der Lage ist, Smartphones zu bauen, die in Sachen Leistungsfähigkeit, Bedienung und Funktionalität der Konkurrenz ebenbürtig, in der Verarbeitung teils sogar überlegen sind.

Großer Minuspunkt ist und bleibt der Browser: Surfen ist auch auf dem Nokia 701 - trotz leicht besserer Performance - noch immer kein Genuss. Wenn Nokia jedoch diese Scharte mit einem künftigen Update ausmerzt, könnte das Nokia 701 wieder zu einer echten Konkurrenz für Mittelklassen-Android-Handys werden. Eine Alternative zum Nokia 701 ist das Sony Ericsson Xperia Neo, das eine vergleichbare Austattung bietet.

Kommentare zu diesem Artikel

Nokia arbeitet weiter daran, wieder Boden im Smartphone-Markt gut zu machen. Das erste Symbian Belle Smartphone Nokia 700 glänzt im Test mit seiner neuen Nutzeroberfläche und der hochwertigen Verarbeitung. Alle Schwächen konnte der Hersteller aber noch nicht wett machen.

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  • Lenovonutzer schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Die Geschichte Nokias ist bekannt. Subventionen von 42 Mio. € (plus 28 Mio. € Forschungsgelder) stehen die Erfüllung der Subventionsauflagen (Arbeitsplätze und Forschung über einen vereinbarten Zeitraum) und ein Sozialplan von 200 Mio. € für ~ 3000 Beschäftigte gegenüber. Einigung auf Sozialplan - Nokia kauft sich frei - Wirtschaft - sueddeutsche.de Subventionen für Bochumer Werk: Staatsanwalt prüft Betrugsvorwürfe gegen Nokia - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft Wie man daraus eine Subventionsheuschrecke konstruieren kann... und von einer Verurteilung Nokias habe ich noch nie was gehört, also darf man den Deutschen schon die Frage stellen, was die derart üble Nachrede soll, die man sich ja auch in österreichischen Foren anhören muss...

    Ob es betriebswirtschaftlich sinnvoll war, zum einen das Werk in Bochum zu schließen, zum anderen dann trotzdem weiter (letztlich kurzzeitig) in Europa zu bleiben, ist eine völlig andere Frage, die sich Nokia auch selbst stellen muss. Aber wenn's nur darum geht, keine Produkte von Firmen zu kaufen, die mal Werke in Deutschland gehabt haben...sehr nationalistisch...als ob Werksschließungen nicht auf der ganzen Welt gang und gäbe wären. Continental kauft auch Semperit in Österreich, kaum laufen die Subventionen aus, schwuppdi landet die geförderte Entwicklung in Deutschland, und Österreich bleibt die Werkbank, die kurz danach auch nach Tschechien verlagert wird. Boykottieren Sie jetzt Continental, die haben ja angenehm für Deutschland entschieden...

    Samsung hat ein gefördertes Röhrenwerk in Berlin geschlossen, Philips die TV-Produktion in Wien, Sony kürzt die CD-Produktion in Salzburg (gut, ist nur wegen Karajan dort gebaut worden), Elektra Bregenz erst in Bregenz, dann in Tirol...betriebswirtschaftlich nicht immer nachvollziehbar...aber man kann nicht für die Welt produzieren, und erwarten, dass die Welt das nicht auch selber tun will...

    Und was die armen Länder betrifft, die reiche Welt ist gar nicht so reich, dass sie gleichzeitig überall investieren könnte, zum anderen erhält etwa China immer noch Entwicklungshilfezahlungen von Deutschland (zugegeben, Deutschland auch von Liechtenstein), China ist nur aufgrund seiner Größe als Einzelland so bedeutend am Weltmarkt. Dass eine gewisse politische Stabilität (das schließt dann auch Ausbildung und Infrastruktur, und zum Teil Menschenrechtssituation) sowie eine strategisch günstige Lage gegeben sein muss, um in einem Land produzieren zu können, ist wohl klar. Da redet auch die Politik der reichen Länder mit... Und auch dann geht's nicht von heute auf morgen. Solange Afrika als Gebrauchtwagenmarkt für alle lukrativer ist, solange wird man dort auch kein Neuwagenwerk aufziehen.

    Aber wie nationalistisch gedacht wird, hat man an Opel in der Wirtschaftskrise gesehen. Nicht auszudenken, wenn die Bevölkerung anderer Länder auch so nachtragend wäre...

    Und natürlich gibt es genug Industrie-Firmen in Deutschland, anders wären die Exporte nicht erklärbar...sogar die anderen EU-Mitgliedstaaten sind deswegen bereits sauer...

    Was in Deutschland gewählt wird (Linke oder Piraten oder die andere Seite), ist mir recht egal; wenn man sich selber schaden will, die anderen wird's eher freuen ;-)
  • King W. schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Ich wüßte nicht, was daran peinlich sein soll. Hier noch zwei Links: Der von 2008 und Der von 2011 Ich habe keineswegs etwas gegen ausländische Hersteller, meine Kamera kommt aus Japan (eine alte, aber sehr gute Minolta), mein Auto ebenfalls (nichts ist unmöglich, auch nicht, daß der Wagen bereits über 200.000km gelaufen hat und bis auf ein paar Verschleißteile noch keinerlei Reparaturen erforderte), und mein Handy, mit dem ich auch sehr zufrieden bin, kommt aus Korea. Na und? Ich habe aber etwas gegen diese Heuschrecken-Mentalität. Mit Hilfe des Bochumer Werks und etlichen Subventionen vom deutschen Steuerzahler ist der ehemalige Papier- und Fahrradreifen-Hersteller Nokia Weltmarktführer geworden. Warum wohl? Seit 1948 in Bochum das ehemalige Graetz-Werk gegründet wurde, hat sich dort ein riesiger Fundus an technischem Wissen angehäuft. 1967 wurden dort die ersten Farbfernseher hergestellt und Anfang der 70er Jahre, nachdem Graetz bereits mit Standard Elektrik Lorenz fusioniert war, die ersten Geräte mit digitaler Steuerung (Graetz Burggraf) Dann kam die unrühmliche Zeit, wo ITT das Werk übernommen hat und direkt zur "Lean Production" übergegangen ist, d.h. von nun an spielte der Preis die Hauptrolle, die Qualität mußte hintanstehen. Nachdem bald keiner die miesen Geräte mehr kaufen wollte, hat sich ITT schnell wieder verzogen und Nokia hat das Werk übernommen. Zunächst wurden auch wieder Fernsehgeräte produziert, mit neuem Design und von hervorragender Qualität, sowie Empfangszubehör (SAT-Antennen). Die gute Qualität sprach sich schnell herum und die Produkte verkauften sich gut. Schließlich wurde die Produktion aufgegeben und Nokia konzentrierte sich auf Handys. Auch dabei wurde von Anfang an hohe Qualität erzeugt und die Handys waren sehr beliebt. Das Bochumer Werk hat stets tiefschwarze Zahlen geschrieben. Die Schließung war jedenfalls eine krasse Fehlentscheidung seitens der Geschäftsführung und ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer, die sich den A...h für das Werk aufgerissen haben. Die Produktqualität ist später nie wieder erreicht worden, weder in Cluj noch jetzt in Fernost. Wie denn auch, wenn das hochqualifizierte Personal fehlt? Daß es auch anders geht und Deutschland sehr wohl ein attraktiver Standort sein und sich gegen jede Konkurrenz behaupten kann, beweisen viele große und kleine Firmen, denen es hier recht gut geht. Mal ein paar Beispiele: VW hat zwar auch Werke im Ausland, denkt aber gar nicht daran, sich aus Deutschland zurückzuziehen - warum auch. Miele-Waschmaschinen sind doppelt so teuer, wie die polnischen AEG, werden aber dennoch gern gekauft (ich habe auch eine) Jultec produziert Multischalter und Einkabelrouter für SAT-Gemeinschaftsanlagen - und kommt mit der Produktion nicht mehr nach. Lakewood wurde vor 25 Jahren in Gießen gegründet und exportiert mittlerweile sogar nach Japan, Korea und China. Es geht also, sehr gut sogar. Und es wäre auch gar nichts dagegen einzuwenden gewesen, wenn Nokia in Rumänien, Fernost, Indien oder sonst wo zusätzlich ein Werk gegründet hätte, um den Massenmarkt zu bedienen, und sich in Bochum ausschließlich auf Spitzenprodukte konzentriert hätte. Dann hätten sie auch von Anfang an Apple und Samsung die Stirn bieten können, anstatt jetzt, wo der Drops gelutscht und der Markt aufgeteilt ist, mit einem neuen Produkt hinterherzuhinken. Gerade die kapitalistischen Firmen verteilen nun Arbeitsplätze auf der ganzen Welt, führen damit arme Länder langsam an die reichen heran, besser als es jede Planwirtschaft könnte Komisch, in Afrika merkt man aber nichts davon während China und Korea mittlerweile in Geld baden können. Wenn das mit den armen Ländern wirklich so sein sollte, dann funktioniert das aber sehr einseitig. was aber zu pseudolinker Aufregung führt, weil man selber in diesem Prozess was abgeben muss Nur zur Info: Ich war bislang FDP-Wähler, werde mich aber bei der nächsten Wahl umentscheiden. Kannst dich aber beruhigen, die Linken bekommen meine Stimme nicht, die SPD auch nicht. Was abgeben müssen wir allerdings, damit die Griechen weiter Kredite bekommen und ihre Renten an längst Verstorbene weiterzahlen können. :n_vogel: Besonders peinlich, dass auch heute noch Leute in Foren sich ihres Anti-Nokia-Engagements rühmen Ja, das tue ich und stehe auch dazu. Nokia ist aber nicht allein. Auf meiner Blacklist landen konsequent alle Firmen, die sich hier nicht vernünftig benehmen, egal aus welchem Grund. Es gibt Tankstellen, die ich konsequent meide (Wikipedia >>-->> "Ken Saro Wiwa", dann weißt du auch, welche), Autohändler um die ich genau so konsequent einen Bogen mache, bestimmte Drogeriemärkte und Lebensmittel-Discounter wo ich niemals einkaufe usw. Das Ganze hat mit Wahlkampf übrigens nicht das Geringste zu tun, jedenfalls bei mir nicht. Der Werbespruch von Nokia existiert hier in Bochum übrigens in einer leicht abgewandelten Form:
  • Lenovonutzer schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Peinlich genug, wie sich die Deutschen gegenüber dem Wegzug von Nokia verhalten. Andere Firmen waren schlau genug, und haben sich erst gar nicht durch Subventionen zum Weiterinvestieren in Deutschland überreden lassen. Die sind halt gleich nach China. Ausserdem haben Bochum und auch Deutschland bei dem Geschäft nicht draufgezahlt (Steuern und Beschäftigte), und auch der Sozialplan für die Nokianer war mehr als fett. Wenn man bedenkt, dass Opel in Bochum im vergleichbaren Zeitraum bei weitem mehr Leute rausgeschmissen hat, und denen ist man trotzdem noch in den.... Auch muss gerade Deutschland als Exportschwergewicht irgendwann einsehen, dass auch andere Länder auf den Weltmarkt drängen, und Arbeitsplätze auch dort geschaffen werden. Gerade die kapitalistischen Firmen verteilen nun Arbeitsplätze auf der ganzen Welt, führen damit arme Länder langsam an die reichen heran, besser als es jede Planwirtschaft könnte, was aber zu pseudolinker Aufregung führt, weil man selber in diesem Prozess was abgeben muss. Besonders peinlich, dass auch heute noch Leute in Foren sich ihres Anti-Nokia-Engagements rühmen; der Wahlkampf, für den die Politik damals diese Schäfchen nutzte, ist schon lange vorbei.
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Wir bleiben dabei natürlich trotzdem objektiv. Kein Hersteller erfährt einen Vorteil oder Nachteil wegen irgendwelcher Vorlieben oder Abneigungen. Im Endeffekt muss sich das Gerät beweisen und dabei den Vergleich mit eventueller Konkurrenz standhalten. Oder eben nicht.

    Für diejenigen, die sich fragen wovon King W. dort spricht, hier eine kleine Auffrischung: http://www.netzwelt.de/news/76980-nokia-subventionsheuschrecken-krokodilstraenen.html
  • King W. schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Die Redakteure von Netzwelt scheinen Nokia nicht zu mögen Wenn dem so ist, stehen sie damit nicht allein. Wer mag schon Heuschrecken?

    Die können bauen, was sie wollen, mein Portemonnaie bleibt zu. Dies ist ja die einzige Möglichkeit, die ich habe, um der Firma zu zeigen, was ich von ihr halte.
  • chrisl79 schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Also das mit dem Freisprecher kann ich bestätigen, der ist katastrophal leise und die Gegenseite sprach von Wortfetzen und stark schwankender Qualität.
  • Christian Eichholz schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Also ich sehe das mit dem Browser ganz anders. Bei meinem Test mit dem Nokia 701 hat es zwar im Vergleich zu einem Galaxy SII die Seiten nicht so schnell aufgebaut, aber war die Seite dann fertig, konnte man ohne jegliche Probleme scrollen & zoomen! Ich finde da sollte man die Kirche mal im Dorf lassen.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Die Redakteure von Netzwelt scheinen Nokia nicht zu mögen und haben in der Vergangenheit noch nie ein solches Gerät in den Händen gehabt. Z.B. freuen sie sich, dass der Wecker auch klingelt enn das Gerät aus ist. Das gab es bei Nokia schon immer. Ein in die Jahre gekommenes OS ist immer noch besser als ein nagelneues (WM7)dem viele Funktionen fehlen. Alt ist nicht gleich schlecht. Insgesamt sehr subjektiv und Laienhaft dieser Test. Stimmt, wir können Nokia nicht leiden. Daher auch unsere dürftige, kaum vorhandene Berichterstattung zu diesem uns kaum bekannten Unternehmen ;-) Check: Nokia - NETZWELT Grüße aus der Redaktion
  • Jan K. schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    @Ich: Also ich hab privat lange Zeit das Nokia 6300 genutzt und mein Kollege das Nokia E72 - von nicht kennen, oder nicht mögen kann hier also keine Rede sein. Dass das mit dem Wecker schon immer bei Nokia gab, ist uns auch bewusst. Wir heben das in dem Testbericht hervor, da das bei anderen "modernen" Handys oftmals nicht der Fall ist.

    Außerdem ist das Fazit positiv: "Mit dem Nokia 701 zeigt der angeschlagene Handy-Hersteller, dass das Unternehmen noch in der Lage ist, Smartphones zu bauen, die in Sachen Leistungsfähigkeit, Bedienung und Funktionalität der Konkurrenz ebenbürtig, in der Verarbeitung teils sogar überlegen sind."

    Grüße aus der Redaktion.
  • Ich schrieb Uhr
    AW: Symbian-Belle-Erstling: Nokia 701 im Test

    Die Redakteure von Netzwelt scheinen Nokia nicht zu mögen und haben in der Vergangenheit noch nie ein solches Gerät in den Händen gehabt. Z.B. freuen sie sich, dass der Wecker auch klingelt enn das Gerät aus ist. Das gab es bei Nokia schon immer. Ein in die Jahre gekommenes OS ist immer noch besser als ein nagelneues (WM7)dem viele Funktionen fehlen. Alt ist nicht gleich schlecht. Insgesamt sehr subjektiv und Laienhaft dieser Test.

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Symbian Belle-Erstling: Nokia 701 im Test
Symbian Belle-Erstling: Nokia 701 im Test
Mit dem Nokia 700 bringt der Hersteller das erste Smartphone mit Symbian Belle auf den Markt und kommt damit der Konkurrenz von Android bedrohlich nah.
http://www.netzwelt.de/news/88944-symbian-belle-erstling-nokia-701-test.html
2011-10-14 15:43:13
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Symbian Belle-Erstling: Nokia 701 im Test