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Sony Tablet S im Test: Android-Tablet mit Konzernanbindung
9,4-Zoll-Touchscreen, Honeycomb und Tegra 2

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Mit dem Tablet S bringt Sony sein erstes eigenes Android-Tablet auf den Markt. Der Konzern hat das Gerät eng mit seinen anderen Diensten und Geräten verwoben, es lässt sich aber auch ohne PlayStation und Co. sinnvoll nutzen.

Sony bietet mit dem Tablet S ein Android-Tablet an, das perfekt mit anderen Diensten und Geräten des Konzerns zusammenarbeitet. Aber auch ohne eine PlayStation oder einen Bravia-Fernseher bringt das Gerät Spaß und lässt sich auch produktiv einsetzen.

Tegra 2 und Android Honeycomb

Sony stattet das Tablet S mit einem 9,4 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln aus. Die detaillierte Anzeige bietet große Betrachtungswinkel, da sie aber nicht entspiegelt ist, treten immer wieder Reflexionen auf.

Im Tablet S rechnet die Tegra-2-Plattform von Nvidia flott vor sich hin. Ihr mit einem Gigahertz getakteter Dual-Core-Prozessor und ihr Grafikchip sowie der ein Gigabyte große Arbeitsspeicher lassen auch aufwendigere Apps flüssig laufen.

Als Betriebssystem installilert Sony Android 3.1 Honeycomb auf dem Tablet S, stellt aber auch eine Aktualisierung auf Android 3.2 kostenlos bereit. Den 28 Gigabyte großen internen Speicher kann der Nutzer mit einer SD- oder SDHC-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Ins Internet gelangt das Tablet S nur per WLAN - wobei es sich vor allem bei längeren Downloads als störend erweist, dass das Gerät die Verbindung automatisch trennt, wenn sich der Bildschirm ausschaltet. Sony bietet auch eine Variante des Tablet S mit UMTS-Modem an.

Sony Tablet S im Test

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Android-Tablet mit 9,4 Zoll großem Touchscreen und Android Honeycomb.

Seine Stärken spielt das Tablet S aber im Wohnzimmer und nicht unterwegs aus. Durch die Infrarot-Schnittstelle fungiert es auch als Fernbedienung für Fernseher, Stereo-Anlage und Blu-ray-Player. Zudem kann der Nutzer mit dem Gerät auch seine PlayStation fernsteuern sowie auf die Download-Dienste Video Unlimited und Music Unlimited von Sony zugreifen.

Anpassungsfähige Benutzeroberfläche

Der Touchscreen des Sony Tablet S reagiert ohne Verzögerung schon auf leichte Berührungen, sodass die Bedienung angenehm und flott von der Hand geht. Selbst auf der eingeblendeten virtuellen Tastatur lässt sich vergleichsweise gut tippen. Wie gewohnt kommt Honeycomb ohne Tasten am Gerät aus und blendet den Zurück-, den Home-, und den Menü-Knopf in der Fußleiste ein.

Sony hat sein Tablet S mit einer eigenen Benutzeroberfläche versehen. Bei dieser stehen die konzerneigenen Dienste im Fokus. Der Nutzer kann den Startbildschirm den eigenen Wünschen entsprechend gestalten und sogar alle Verknüpfungen zu Sony-Apps entfernen.

Mit dem Tablet S von Sony hat der Nutzer Zugriff auf den offiziellen Android Market. Mit selectApp betreibt Sony eine Art eigenen App Store mit einer begrenzten Anzahl ausgewählter Anwendungen, die teilweise extra für das Tablet des Herstellers angepasst sind. Zur Installation verweist selectApp aber meistens auch wieder auf den Android Market.

Zwei Kameras und ein Plastikgehäuse

Das Gehäuse des Sony Tablet S besteht vollständig aus Kunststoff. Zwar lassen sich keine Mängel bei der Verarbeitung entdecken, aber trotzdem fühlt sich das Tablet die ganze Zeit über sehr plastikhaft und nicht besonders hochwertig an. Hier fällt eine Besonderheit des Tablets auf: Die Rückseite ist nicht gerade gestaltet, sondern ähnlich einer zusammengerollten Zeitung "gefaltet".

Auf der Vorderseite des Tablet S hat Sony eine VGA-Webcam für Videochats verbaut. Die Kamera auf der Rückseite nimmt mit einer 5-Megapixel-Auflösung Fotos und Videos auf. Auf der linken Seite des Tablets findet der Nutzer eine Kopfhörer-Buchse sowie einen USB-Anschluss und einen Steckplatz für eine SD- oder SDHC-Speicherkarte.

Nicht von außen zu sehen, aber trotzdem praktisch: Das Tablet S verfügt ebenfalls über ein Bluetooth und ein GPS-Modul.

Fazit: Sony, Sony, Sony

Im Vergleich zu anderen Tablets verfügt das Tablet S von Sony über keine besonders herausragenden Merkmale. Im Gegenteil: Andere Tablets wirken hochwertiger verarbeitet. Wer allerdings bereits ein oder mehrere Geräte von Sony besitzt, erhält mit dem Tablet S ein sinnvolles Steuerungsgerät für seine Heimelektronik.

Sony bietet das Tablet S in drei Ausstattungsvarianten an. Für einen 16 Gigabyte großen Speicher zahlt der Nutzer beim Hersteller direkt 479 Euro. Das Modell mit 32 Gigabyte Speicherplatz kostet 578,99 Euro und für die UMTS-Variante mit 16 Gigabyte Speicherkapazität muss der Nutzer 599 Euro zahlen.

Nutzer, denen die Einbindung anderer Sony-Produkte nicht so wichtig ist, finden in einer ähnlichen Preisklasse das Acer Iconia Tab A500, das Asus EeePad Transformer oder auch das iPad 2, wenn es nicht unbedingt Android sein muss.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Tablet S bringt Sony sein erstes eigenes Android-Tablet auf den Markt. Der Konzern hat das Gerät eng mit seinen anderen Diensten und Geräten verwoben, es lässt sich aber auch ohne PlayStation und Co. sinnvoll nutzen.

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  • Integra42 schrieb Uhr
    AW: Sony Tablet S im Test: Android-Tablet mit Konzernanbindung

    Eine kleine Korrektur: in den WLAN-Einstellungen kann festgelegt werden, ob die WLAN-Verbindung getrennt werden soll, wenn der Bildschirm sich abschaltet. Diese Funktion kann aber auch deaktiviert werden.

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Sony Tablet S im Test: Android-Tablet mit Konzernanbindung
Sony Tablet S im Test: Android-Tablet mit Konzernanbindung
Sony hat sein erstes eigenes Tablet konsequent mit den anderen Diensten und Geräten des Konzerns verwoben - es lässt sich aber auch ohne sie nutzen.
http://www.netzwelt.de/news/88884-sony-tablet-s-test-android-tablet-konzernanbindung.html
2011-10-10 17:10:13
News
Sony Tablet S im Test: Android-Tablet mit Konzernanbindung