Universum dehnt sich immer schneller aus

Nobelpreis der Physik: Auszeichnung geht an drei Astronomen

Der diesjährige Nobelpreis für Physik geht an drei amerikanische Wissenschaftler, die sich den Preis teilen. Sie beschäftigten sich in ihren Forschungen mit Supernovae und stellten fest, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt.

Das Universum dehnt sich immer schneller aus. (Bild: The Royal Swedish Academy of Sciences)
Das Universum dehnt sich immer schneller aus. (Bild: The Royal Swedish Academy of Sciences)
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Das Nobelpreiskomitee gab am heutigen Dienstag, 4. Oktober, in Stockholm die Gewinner des Physik-Nobelpreises bekannt. Demnach geht eine Hälfte des Preises an Saul Perlmutter und sein "Supernova Cosmology Project". Die andere Hälfte teilen sich die beiden Astronomen Brian P. Schmidt und Adam G. Riess des "High-z-Supernova Search Teams".

Eisiges Ende für das Universum?

Ausgezeichnet wurden die drei Astronomen "für die Entdeckung der beschleunigten Ausdehnung des Universums durch die Beobachtung ferner Supernovae", gibt das Nobelpreiskomitee als Begründung an. Die Forscher beobachteten Dutzende explodierende Sterne und waren von der Entdeckung, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, selbst überrascht. Ihren Forschungen zufolge steht dem Weltall eine eisige Zukunft bevor.

Als die beiden Forschungsteams rund um Perlmutter und Schmidt/Riess mit ihrer Arbeit begannen, gingen sie eigentlich davon aus, dass sich das Universum immer langsamer ausdehnt und es am Ende zu einem Gleichgewicht zwischen Feuer und Eis kommen würde. Für ihre Studien beobachteten die Astronomen über 50 weit entfernte Supernovae und errechneten deren Entfernung zur Erde und die Geschwindigkeit, mit der sie sich von uns weg bewegen.

Zwar wurde bereits seit rund einem Jahrhundert angenommen, dass sich das Universum in Folge des Urknalls vor 14 Milliarden Jahren ausdehnt. Neu war dagegen die Erkenntnis, dass sich diese Ausdehnung beschleunigt. Wenn das Tempo weiter anzieht, wird unser Universum eines Tages in Eis enden, heißt es beim Nobelpreiskomitee.

Dunkle Materie schuld an Beschleunigung?

Bislang ist noch nicht geklärt, was die Beschleunigung vorantreibt, allerdings wird davon ausgegangen, dass die dunkle Materie die Ursache ist. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die dunkle Materie rund drei Viertel der Masse des Universums ausmacht, auch wenn sie bislang nur mittelbar durch ihre Anziehungskraft nachgewiesen werden konnte. Der Alpha-Magnet-Spektrometer soll dies ändern und dunkle Materie sowie Anti-Materie im All aufspüren.

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