Kaleidoskop, Wasserfarben und realistisches Öl
Corel Painter 12: Neue Version des beliebten Zeichenprogramms
Corel Painter 12 ist eines der professionellsten Zeichenprogramme, die derzeit für Windows und Mac OS X erhältlich sind. Neben CorelDRAW bildet die Anwendung einen Schwerpunkt im Portfolio des kanadischen Herstellers, was die intensive Arbeit an der neuen Version erklärt. Netzwelt stellt Corel Painter 12 vor.

Inhaltsverzeichnis
- 1Systemanforderungen
- 2Bedienung
- 3Kopieren ohne Ebenen
- 4Pinsel und Wasserfarbe
- 5Zeichen im Kaleidoskop
- 6Fazit
Corel ist einer der ältesten Mitspieler der IT-Branche: Seit der Gründung im Jahr 1985 hat sich Corel schon in in fast jedem Hype-Thema ausprobiert, unter anderem war der Hersteller auch als Linux-Distributor tätig. Für dauerhaft gute Umsätze sorgten aber nur die Grafikprogramme, zu denen neben CorelDRAW und der Bildbearbeitung PaintShop Pro für Heimanwender auch das Zeichenprogramm Corel Painter gehört.
Systemanforderungen
Bereits vor einigen Wochen hat Corel die englischsprachige Fassung des Corel Painter 12 freigegeben, der einige spannende Neuerungen mit sich bringt. Die deutsche Sprachversion soll im Oktober im Einzelhandel und auf der Website des Herstellers erhältlich sein, der für die Anwendung immer noch einen Kaufpreis von stattlichen 429 US-Dollar erhebt. Im Moment gilt noch der reduzierte Einführungspreis von 399 Dollar, eine Upgrade-Lizenz gibt es für knapp 200 Euro. Neben Windows 7 und dem Vorgänger Vista unterstützt Corel Painter 12 noch Windows XP (mit Service Pack 2) sowie Mac OS X ab der Leopard-Ausgabe. Corel empfiehlt außerdem ein Gigabyte Arbeitsspeicher und einen Prozessor mit zwei oder mehr Kernen.

Bedienung
Im Handbuch fordert Corel, dass das Zielsystem mindestens über eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln verfügen sollte. Im netzwelt-Kurztest war der Betrieb aber auch bei einer deutlich geringeren Auflösung möglich. Beim Start des Zeichenprogramms fällt sofort die vollständig neu gestaltete Oberfläche ins Auge: Zwar ist die grundlegende Aufteilung des Hauptfensters erhalten geblieben, an der Symbolleiste, den Arbeitsbereichen, Paletten, Options- und Dialogfenstern wurden jedoch viele Details geändert. Damit soll das Programm viel schneller bedienbar sein, erste Reaktionen der Künstler-Szene sind durchaus positiv.
In Painter 12 ist es nun möglich, Paletten frei im Anzeigebereich zu positionieren oder diese am Rand eines Fensters anzudocken, sodass der Nutzer nun deutlich mehr Flexibilität bei der Gestaltung seiner Oberfläche hat. Eine Palette lässt sich per Drag-and-Drop im Panel ablegen und ganz nach Bedarf auf- und zuklappen. Apropos Palette: Corel hat der Applikation in Version 12 eine neue Navigator-Palette spendiert, in der stets eine Vorschau die gesamte Grafik darstellt. Ein kleiner roter Kasten markiert den Bereich, der gerade aktiv ist. Mit der Maus kann der Nutzer diese Box bewegen und in einer Zeichnung navigieren, ohne den Zoom-Faktor anpassen zu müssen.
Auch die neue temporäre Farbpalette erweist sich bei der Arbeit als praktisch: Sie wird mit der Tastenkombination Strg+Alt+1 geöffnet und ordnet sich am Mauszeiger an. Der Dialog ermöglicht eine sehr schnelle Farbänderung, mit einem Klick daneben wird er wieder geschlossen.

