Vor allem junge Frauen betroffen

WWW statt Alkohol: 560.000 Internet-Abhängige in Deutschland

Rund 560.000 Deutsche im Alter zwischen 14 bis 64 Jahren sind laut einer Studie der Universitäten Lübeck und Greifswald im Auftrag der Bundesregierung intertnetabhängig. Bei weiteren 2,5 Millionen nimmt das Surfen bereits problematische Züge an. Die Politik will der neuen "Droge" World Wide Web (WWW) künftig mehr Aufmerksamkeit widmen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt bereits seit Juni einen Ratgeber zum Thema Internetsucht bereit. (Bild: Screenshot)
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt bereits seit Juni einen Ratgeber zum Thema Internetsucht bereit. (Bild: Screenshot)
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"Die Computerspiel- und Internetsucht wird im nächsten Jahr ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein: Ich werde mich der Frage widmen, wie die Behandlung von Computerspiel- und Internetsüchtigen weiter verbessert werden kann, indem zum Beispiel standardisierte Diagnose- und Behandlungsleitlinien entwickelt werden", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP). Unter anderem will Dyckmans das Suchtpotential von Computerspielen auch in die Altersbewertung einfließen lassen. Online-Rollenspielen wie dem beliebten World of WarCraft droht damit eine USK-Einstufung ab 16 oder 18 Jahren. Aktuell ist der Blizzard-Titel in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben.

Facebook und Co. machen süchtig

Neben Online-Spielen gelten der Studie zufolge Soziale Netzwerke wie Facebook als weiterer Suchtfaktor. Besonders bei jungen internetsüchtigen Frauen sind diese sehr beliebt. "Wir vermuten, dass Mädchen und junge Frauen besonders empfänglich sind für die Bestätigungen, die man in sozialen Netzwerken findet, und dadurch auch eher eine Abhängigkeit entwickeln können", sagte Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck in einer Pressemitteilung.

Folge-Studien sollen das Phänomen Internetsucht nun tiefer ergründen. Für besorgte Eltern stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits seit Juni die Broschüre "Online mit Maß und Spaß" bereit, in der die Behörde Tipps und Tricks für Eltern gibt, wie sie ihre Kinder zu einem maßvollen Umgang mit neuen Medien wie dem Internet bringen können.

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wen ich gerne einen trinke ist man abhängig, wen ich gerne TV schaue bin ich abhängig, wen ich den ganzen Tag Bücher lese und mich bilde bin ich dan auch abhängig ? macht das nicht so Wind, darf doch jeder machen...

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