Projektidee aus New York
Google Street View: Mietwagen-Fahrer sollen Karten-Updates liefern
Studenten der Miami Ad School in New York haben eine Idee, wie sie Google dabei helfen können, den Service Google Street View aktuell zu halten. Hierfür sollen Mietwagen mit Kameras ausgestattet werden, die dann automatisch von Gegenden Fotos machen, die schon länger nicht aktualisiert wurden. Der Fahrer des Mietwagens muss einfach nur an den entsprechenden Orten vorbeifahren.

Die Studentin Shari Bremer und ihr Kommilitone Albert Casina haben schon öfters an gemeinsamen Projekten gearbeitet. Diesmal haben sie sich eine Strategie einfallen lassen, die gleich drei Parteien auf einen Schlag glücklich machen soll. Zunächst natürlich Google, denn für das Unternehmen wäre es ein viel geringerer Aufwand, Mietwagen mit Kameras auszustatten als selber eine entsprechende KfZ-Flotte für die Aktualisierungen zu unterhalten.
Profit für alle?
Genauso würde auch die Autovermietung gewinnen, da es, wie die Studenten spekulieren, einige Leute geben würde, die aufgrund des Google Street View-Features zu dem entsprechenden Verleih wechseln. Im Werbefilm, den Bremer und Casina zusammenstellten, führen sie als Beispiel den Autoverleih der Firma Hertz vor. Dieser umfasse in den USA mit über 500.000 Stück die größte Wagenflotte.
Als dritte Partei sollen die Verbraucher selbst gewinnen, denn einerseits mache es manchen Spaß, Orte für Google Street View zu fotografieren und damit zu aktualisieren, zum anderen profitierten sie auch selbst davon, dass die dreidimensionale Straßenkarte des Suchmaschinenanbieters auf dem neuesten Stand ist. Beziehungsweise könnte Hertz entsprechende Automieter durch ein Bonusprogramm zusätzlich entlohnen und Google die Streetview-Updater zum Dank namentlich auf der virtuellen Karte vermerken.
Datenschutzrechtliche Bedenken
Georg Markus Kainz, Stellvertreter des Vereins quintessenz, hat gegenüber Pressetext jedoch Bedenken gegenüber einer solchen Idee geäußert. Er sieht Aktualisierungen von Street View als datenschutzrechtlich kritisch an, da so zusätzliche private Informationen ins Netz geräten, ohne dass die Betroffenen direkten Einfluss darauf nehmen könnten. Noch ist dieses Projekt allerdings lediglich eine Idee der Studenten - ob Google das Konzept tatsächlich in Erwägung zieht, ist nicht bekannt.

Naja ich würde lieber die Paketdienste fahren lassen. Die haben 1. einen größeren Wagen und 2. ist es dabei unwahrscheinlicher, dass z. Bsp. Orte oder Kameras manipuliert werden.