Rückendeckung von Verizon, Klage in Holland

Samsung vs. Apple: Neue Entwicklungen im Rechtsstreit

In den vergangenen Monaten überschattete ein Rechtsstreit die mobile Branche. Apple und Samsung verklagen sich in einer Vielzahl von Ländern gegenseitig und jeder will ein Verkaufsverbot von Produkten des anderen erreichen. Jetzt bezieht erstmals ein Mobilfunkanbieter Stellung und unterstützt eine der beiden Seiten.

Apple fordert in den USA unter anderem ein Verkaufsverbot des Galaxy Tab 10.1, jetzt meldete sich erstmals ein Provider im Rechtsstreit zu Wort. (Bild: netzwelt)
Apple fordert in den USA unter anderem ein Verkaufsverbot des Galaxy Tab 10.1, jetzt meldete sich erstmals ein Provider im Rechtsstreit zu Wort. (Bild: netzwelt)
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Verizon, der größte Mobilfunkanbieter in den USA, schlägt sich auf die Seite von Samsung. Der Mobilfunkanbieter wendete sich in einem Schreiben an das zuständige Bezirksgericht in Kalifornien und bittet dieses, Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung abzulehnen. Apple fordert dabei ein Verkaufsverbot des Galaxy Tab 10.1 und dreier Galaxy-Smartphones. Wie das auf Patentstreitigkeiten spezialisierte Blog Foss Patents berichtet, soll eine entsprechende Verfügung laut Verizon dem öffentlichen Interesse entgegenstehen.

Verizon Wireless argumentiert hierbei, dass der Provider durch ein entsprechendes Verkaufsverbot an der Entwicklung und dem Einsatz von LTE gehindert werden würde, dies wiederum würde sich auf das Stellenwachstum in diesem Bereich auswirken. Außerdem würden wichtige politische Ziele untergraben, laut denen der Zugang zu Breitband-Internet und eine schnellere Kommunikation für Rettungskräfte und Notfallpersonal ausgeweitet werden soll.

Samsung klagt in Holland, möchte aggressiver vorgehen

Samsung selbst weitet die Klagen gegen Apple aus und fordert jetzt in den Niederlanden ein Verkaufsverbot von Apple-Produkten, die die 3G-Technologie nutzen. Der südkoreanische Hersteller richtet seine einstweilige Verfügung insbesondere gegen das iPhone 4, das iPhone 3GS, das iPad 2 und das iPad, wie die niederländische Seite Webwereld berichtet. Samsung führt dabei vier Patente an, die Apple verletzen soll. Neben einem Import- und Verkaufsverbot fordert Samsung auch, dass Apple die entsprechenden Produkte aus dem Handel zurückrufen soll.

Samsung reichte schon in anderen Ländern eine ähnliche Klage ein und möchte Gerüchten zufolge ein Verkaufsverbot des nächsten iPhones anstreben. Dies passt zur neuen Strategie von Samsung, seine Rechte in Zukunft aggressiver zu verteidigen, die Lee Younghee, die Chefin für weltweites Marketing im Bereich der mobilen Kommunikation von Samsung, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP ankündigte. "Bislang waren wir recht respektvoll und eher passiv", gab Lee an. "Wir sollten das allerdings nicht mehr sein", ergänzte sie.

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