Für Musiker und Komponisten

MuseScore 1.1: Notensatzprogramm für Linux, Windows und Mac OS X

Apple ist stolz auf sein Musikprogramm GarageBand, wie die Vorstellung von iLife 11 gezeigt hat. Dabei schränkt die Software den modernen Musiker durchaus ein: Er muss sich streng an das Schema von Apple halten, um gute Ergebnisse zu erzielen. Wer es puristischer mag, ist dagegen bei MuseScore richtig: Hier arbeitet der Nutzer mit der Essenz von Musik, den Noten. Netzwelt hat die Software ausprobiert.

MuseScore ist ein freies Notensatzprogramm für Linux, Windows und Mac OS X. (Bild: Netzwelt)
MuseScore ist ein freies Notensatzprogramm für Linux, Windows und Mac OS X. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Linux, Windows, Mac
  2. 2Neue Partitur anlegen
  3. 3Noten auf der Tastatur
  4. 4Fazit

Linux, Windows, Mac

MuseScore stellt recht geringe Anforderungen an das Zielsystem: Es muss entweder mit Windows XP (SP 2), Vista oder Windows 7 laufen und benötigt ca. 125 Megabyte freien Festplattenplatz, um eine fehlerfreie Installation zu gewährleisten. Neben Windows läuft MuseScore auch auf Mac OS X, das auch in der Tiger-Version (Mac OS X 10.4) noch eingesetzt werden kann, da die Software als architekturunabhängiges Paket angeboten wird. Unter Linux erfolgt die Installation natürlich nicht über einen Setup-Assistenten, sondern in der jeweiligen Paketverwaltung: Debian und Ubuntu bringen MuseScore - wenn auch nicht in der aktuellen Fassung - im öffentlichen Paketverzeichnis mit, unter openSUSE und Fedora lässt es sich über die Quellen auf der Projektseite ebenfalls schnell einpflegen. Natürlich wird auch ein Archiv-Download angeboten.

Ein Assistent dabei, eine Partitur in MuseScore zu erstellen. (Bild: Netzwelt)
Ein Assistent hilft dabei, eine Partitur in MuseScore zu erstellen. (Bild: netzwelt)
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Neue Partitur anlegen

MuseScore begrüßt den Nutzer nach der erfolgreichen Installation mit einer hübschen Oberfläche, in deren Zentrum das Blatt - fachmännisch Partitur genannt - steht, auf dem einzelne Noten gesetzt werden. Rechts vom Arbeitsbereich zeigt MuseScore eine Seitenleiste für MuseScore Connect, die Einsteiger erst einmal ignorieren sollten.

Viel wichtiger ist die Spalte links vom Notenblatt: Dort bietet MuseScore mehrere Reiter, in denen Noten, Schlüssel, Vorzeichen, Taktstriche, Pausen und mehr angeboten werden, die man beim Umgang mit dem Satzprogramm gewöhnlich benötigt. Beim ersten Start der Anwendung öffnet sich eine Beispielpartitur, in der Anwender ihre ersten Erfahrungen mit der Applikation machen können.

Für die Erstellung einer eigenen Partitur bietet MuseScore einen Einrichtungsassistenten an, den Benutzer über den entsprechenden Menüpunkt oder das Neue-Datei-Symbol in der Werkzeugleiste erreichen. Neben einem Titel fragt MuseScore auch Untertitel, Komponist, Texter und Hinweise zum Urheberrecht ab, die alle automatisch an der richtigen Stelle in das Notenblatt eingefügt werden. Auf Wunsch kann eine Vorlage für neue Partituren gewählt werden: MuseScore bringt Hymn, Jazz Lead Sheet, Chamber Orchestra und Co. mit, welche die meisten Nutzer zufrieden stellen dürften. Für Einsteiger ist die Klaviervorlage ideal.

MuseScore verfügt über einen Online-Dienst namens MuseScore Connect. (Bild: Netzwelt)
MuseScore verfügt über einen Online-Dienst namens MuseScore Connect. (Bild: netzwelt)

Noten auf der Tastatur

MuseScore speichert neue Dateien standardmäßig im eigenen .msc-Dateiformat, auf Wunsch auch in einer komprimierten Fassung mit der Erweiterung .mscz. Natürlich hat der Anwender noch einige Alternativen: Für den Austausch mit anderen Notensatzprogrammen ist das MusicXML-Format perfekt, das sich ebenfalls als ZIP komprimieren lässt. Für die Bereitstellung einer Partitur im Web ist der PDF- oder PNG-Export ideal, in MuseScore ist auch eine Generierung von Wave-, MIDI- und OggVorbis-Audio-Dateien vorgesehen.

Die eigentliche Bearbeitung von Noten mit MuseScore ist intuitiv: Der Anwender kann einfach auf eine Note, Pause oder andere Objekte klicken, um die gewünschte Stelle zu bearbeiten. Allerdings ergeben sich dabei für Einsteiger gegebenenfalls große Probleme, weil bestehende Inhalte immer überschrieben werden - wer also in der Mitte der Partitur einige Takte ergänzen möchte, muss erst ausreichend Platz für die neuen Noten schaffen. Leider lässt sich dieses Verhalten auch nicht umstellen. Schön ist dagegen die Noteneingabe gelöst: Nutzer können mithilfe von Tastaturbefehlen neue Objekte setzen, sodass sich mit einiger Übung recht flüssig mit der Anwendung arbeiten lässt. Um neu gesetzte Noten zu kontrollieren, kann der Nutzer die aktuelle Stelle mithilfe des Spielers in der Symbolleiste wiedergeben und gegebenenfalls noch einmal korrigieren.

Fazit

MuseScore 1.1 ist ein praktisches Programm, um Noten am PC und Mac zu setzen. Die Oberfläche ist verständlich, auch Einsteiger werden sich mit der Anwendung schnell zurecht finden. Sehr schön ist ebenfalls, dass für MuseScore keine Lizenzgebühren anfallen, da es als Open-Source-Lösung kostenlos ist. Die sehr breit gefächerte Unterstützung von Dateiformaten fällt ebenfalls positiv auf.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Musikproduktion hier.

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Vielen Dank für den freundlichen Artikel über MuseScore! Zwei Anmerkungen: Die aktuelle stabile Version 1.1 von MuseScore ist auch für Ubuntu über das PPA Paketarchiv ...

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