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Klein und schnell: Sony Ericsson Xperia mini und Xperia mini pro im Test
Neuauflage mit besserer Hardware

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Sony Ericsson bringt mit dem Xperia mini und dem Xperia mini pro eine Neuauflage seiner Mini-Smartphones auf den Markt. Ein neuer Prozessor macht den beiden Smartphone-Winzlingen dabei ordentlich Beine.

Mit den Mini-Smartphones Sony Ericsson Xperia X10 mini und Xperia X10 mini pro bewies Sony Ericsson, dass es möglich ist, gut bedienbare Smartphones in Kreditkartengrößen zu produzieren. Wie das Xperia X8 erhalten die beiden Handy-Winzlinge aber kein Update über die Android Version 2.1 hinaus, stattdessen präsentiert Sony Ericsson mit dem Xperia mini und dem Xperia min pro eine Neuauflage der Modelle mit verbesserter Hardware.

Statt mit 600 Megahertz taktet das Prozessor-Herz der Mini-Smartphones nun mit einem Gigahertz. Das Hardware-Tuning macht sich deutlich bemerkbar: Die neuen Xperia Minis booten nicht nur schneller, auch Apps starten deutlich flinker als noch bei den Vorgängern. Auch beim Browsen machen beide Modelle eine gute Figur. Das Browsermark-Benchmark ermittelte im Test zwischen 35.000 und 37.000 Punkte, für das Sunspider-Benchmark braucht der vorinstallierte Browser rund 5.962 Millisekunden. Der netzwelt-Test bestätigt damit frühere Gerüchte über eine leistungsstarke Hardware in den Modellen, selbst Flash-Inhalte lassen sich nun direkt im Browser wiedergeben.

Kleine Smartphones mit großem Energiebedarf

Wie bereits die beiden Vorgängermodelle entpuppen sich aber auch das Xperia mini und das Xperia mini pro als wahre Stromfresser, auch wenn Sony Ericsson die Akku-Laufzeit eigenen Angabe zufolge gegenüber dem Vorgänger geringfügig steigern konnte. Der Nutzer sollte unbedingt darauf achten, Energiefresser wie WLAN oder GPS zu deaktivieren, wenn er sie nicht nutzt. Tut man das nicht, ist bei den beiden Modellen der Akku schnell auch mal binnen eines Tages leer. Die maximale Gesprächszeit gibt Sony Ericsson mit vier bis fünf Stunden an. Im Stand-by-Betrieb sollen bis zu 340 Stunden möglich sein.

Die Sprachqualität ist gut, dennoch ist der Klang nicht so klar wie bei anderen Smartphones. Die Gesprächspartner klangen im Test leicht dumpf. Der externe Lautsprecher hinterließ dafür einen guten Eindruck im Test und lieferte einen kraftvollen Sound. Auch über Kopfhörer war der Sound im Test äußerst kraftvoll, aber nicht immer ganz klar. Dennoch eignet sich das Smartphone zumindest zeitweise auch als MP3-Player-Ersatz. Neben einem umfangreichen Musik-Player inklusive Equalizer-Funktion bieten die beiden Mobiltelefone auch einige Funktionen, die Nutzer von den Walkman-Handys des Herstellers kennen, wie etwa die Track ID-App.

Winzlinge mit HD-Kamera

Sony Ericsson verbaut im Xperia mini und im Xperia mini pro nicht nur einen leistungsfähigeren Prozessor, sondern hat auch an anderen Stellen an der Hardware geschraubt. So wurde die Displayauflösung von 320 x 240 Pixeln auf 480 x 320 Pixel angehoben. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite nimmt Videos nun auch in HD (720p) auf.

Im Test konnte die verbaute Handy-Kamera überzeugen und lieferte auch unter widrigen Bedingungen, im fahrenden Zug etwa, brauchbare Schnappschüsse. Sehr schön: Beide Handys besitzen einen physikalischen Auslöser, der die Verwackelungsgefahr deutlich minimiert. Beim Xperia mini pro stört aber der Slider-Mechanismus beim Fotografieren. Für Videotelefonate steht beim Xperia mini pro noch eine Frontkamera zur Verfügung, beim Xperia mini fehlt diese.

Sony Ericsson Xperia mini pro

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Wie das Xperia X10 mini bietet das Modell Xperia mini pro eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur.

Änderungen an Software und Design

Die weiteren Änderungen sind überwiegend kosmetischer Natur: So ähneln die beiden Modelle vom Aussehen dem Design-Smartphone Xperia ray. Statt drei physikalischer Tasten findet sich nur noch ein großer physikalischer Home-Button unter dem Display. Die übrigen Buttons wurden durch Sensor-Tasten ersetzt. Als Betriebssystem kommt nun Android 2.3 zum Einsatz. Bald soll es eine Software-Aktualisierung auf die Android-Version 2.3.4 geben, die zudem eine neue Nutzeroberfläche mit tiefer Facebook-Integration beinhaltet.

Die aktuelle Nutzeroberfläche unterscheidet sich durch ihre Bedienecken von der der restlichen neuen Xperia-Smartphones. Die interaktiven Bedienecken hat Sony Ericsson schon bei den Vorgängern eingesetzt, um dem Nutzer schnellen Zugriff auf vielgenutzte Apps und Funktion zu ermöglichem. Beim Xperia mini und dem Xperia mini pro können in den Ecken aber nun statt einer bis zu vier Apps abgelegt werden. Der Nutzer sieht dann vier Mini-Symbole in der Ecke. Durch ein Ziehen mit dem Finger oder einen Tipp auf die jeweilige Ecke vergrößert er diese und wählt über eine Wischbewegung oder einen weiteren Fingertipp seine gewünschte App aus. Im netzwelt-Test kam es aber insbesondere bei mehr als zwei Apps häufiger zu Fehlstarts. Zu mehr Übersicht trägt diese Neuerung also nicht unbedingt bei.

Schnell Tippen dank QWERTZ

Gelungen ist dagegen die QWERTZ-Tastatur des Xperia mini pro. Die Tasten sind trotz der kompakten Bauform ausreichend groß und bieten einen knackigen Druckpunkt. Mit den Pfeiltasten kann der Nutzer komfortabel durch geschriebene Texte navigieren, über eine Symboltaste können schnell und einfach vorgefertigte Smillies eingefügt werden.

Auch der Schiebemechanismus wusste im netzwelt-Test zu gefallen. Beim Bewegen der ausziehbaren Tastatur waren keine Schleifgeräusche zu vernehmen. Der Schiebemechanismus ist zudem angenehm leichtgängig.

Sony Ericsson Xperia mini

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Das Xperia mini ist der Nachfolger des Xperia X10 mini.

Preis und Verfügbarkeit

Das Sony Ericsson Xperia mini und das Xperia mini pro sind bereits verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Xperia mini lautete 239 Euro, für die Pro-Variante veranschlagte der Hersteller bei der Vorstellung im Mai 269 Euro.

Mittlerweile ist zumindest das Xperia mini noch einmal deutlich im Preis gefallen. Sony Ericsson listet das Smartphone auf seiner Homepage nun bereits für 199 Euro ohne Versandkosten. Der Straßenpreis für das Xperia mini bewegt sich bei 220 Euro inklusive Versandgebühren. Das Xperia mini pro ist im Netz ebenfalls bereits ab 220 Euro inklusive Versandkosten erhältllich.

Fazit

Das Xperia mini und das Xperia mini pro beeindrucken wieder mit einem gelungen Kompromiss aus Ausstattung, kompakter Bauform und guter Bedienbarkeit. Vor allem beim Xperia mini pro vermisste netzwelt im Test im Vergleich zu größeren Android-Smartphones keinerlei Funktionalität. Die schwache Akkuleistung ist aber ein dicker Minuspunkt der beiden Modelle. Kurzum: Wer ein kompaktes Smartphone will, sollte zum Xperia mini pro greifen. Hier erhält er zum gleichen Preis oder für nur einen geringen Aufpreis noch eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur und eine Frontkamera, die dem Xperia mini fehlen.

Wer mit der Geschwindigkeit seines Xperia X10 mini oder Xperia X10 mini pro zufrieden ist und auf die neuen Funktionen der Android-Version 2.2 und 2.3 verzichten kann, dem bieten beide Modelle aber kaum einen Grund umzusteigen.

Die beiden Vorgänger sind derzeit im Handel für Spottpreise von knapp über 100 Euro erhältlich, netzwelt rät allerdings vom Kauf ab, da dem vorinstallierten Betriebssystem Android 2.1 einige wichtige Funktionen und Sicherheitspatches fehlen. Eine Alternative zum Xperia mini pro ist das webOS-Handy HP Veer, von dem es im Handel aber nur noch Restbestände gibt.

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Sony Ericsson bringt mit dem Xperia mini und dem Xperia mini pro eine Neuauflage seiner Mini-Smartphones auf den Markt. Ein neuer Prozessor macht den beiden Smartphone-Winzlingen dabei ordentlich Beine.

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  • HAHAHA schrieb Uhr
    AW: Klein und schnell: Sony Ericsson Xperia mini und Xperia mini pro im Test

    Im Video sagt sie immer EXPIWIA

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Klein und schnell: Sony Ericsson Xperia mini und Xperia mini pro im Test
Klein und schnell: Sony Ericsson Xperia mini und Xperia mini pro im Test
Klein, schnell und trotzdem noch bedienbar - so lassen sich am besten die beiden Sony Ericsson Modelle Xperia mini und Xperia mini pro beschreiben. Dank neuer Hardware sind die Neuauflagen der Smartphone-Winzlinge schneller als zuvor.
http://www.netzwelt.de/news/88612-klein-schnell-sony-ericsson-xperia-mini-xperia-mini-pro-test.html
2011-09-23 16:54:22
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/installation-winrar-laesst-einstellen-welche-dateitypen-zugeordnet--bild-netzwelt5867.jpg
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