Umfrage zu mobilen Bezahlsystemen
Google Wallet und Co.: Schlechte Karten bei deutschen Nutzern
In der letzten Zeit taucht immer wieder das Thema "Bezahlen mit dem Handy" auf. Was dem Nutzer Zeit sparen soll, da es genügt, einfach nur das Mobiltelefon an ein entsprechendes Empfangsgerät zu halten, stößt bei deutschen Anwendern derzeit noch auf Widerstand. Dies zeigt erneut eine Umfrage.

Die Unternehmensberatung Putz & Partner führte eine repräsentative Befragung durch, 1.000 deutsche Nutzer äußerten dabei ihre Meinung zu mobilen Bezahldiensten. Das Urteil fällt für die Industrie eher ernüchternd aus. Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) lehnt demnach "jegliche Nutzung mobiler Zahlsysteme" ab. Lediglich jeder vierte Deutsche würde sich wünschen, mit seinem Handy bezahlen zu können. 28 Prozent sprechen sich dagegen für Bankkarten aus, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind.
Sicherheit das größte Hindernis
Zuletzt kündigten die Sparkassen an, dass in Zukunft all ihre EC-Karten über einen entsprechenden Chip verfügen werden. Auch die Mobilfunkanbieter arbeiten daran, ihr Bezahlsystem mpass voranzubringen. Diese Mühen könnten der Studie zufolge allerdings auf taube Ohre stoßen. Bei Google ist zuletzt eine Art Mittelweg gewählt worden. Der Suchmaschinenriese setzt bei Google Wallet auch auf NFC, arbeitet allerdings mit Kreditkartenunternehmen zusammen.
Wenig überraschend ist, dass in erster Linie Sicherheitsbedenken dem mobilen Bezahlverfahren im Weg stehen. Fast 45 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keinem Unternehmen zutrauten, dass es den nötigen Schutz bieten könnte. Banken schneiden hier allerdings noch etwas besser ab als Mobilfunkanbieter. Beim Limit, mit dem per NFC gezahlt werden könnte, sind die Deutschen eher großzügig: Rund 30 Prozent sprachen sich für 1.000 Euro aus, weitere 21 Prozent für 400 Euro.
Bereits im März dieses Jahres wurde eine ähnliche Umfrage durchgeführt. Auch hier zeigten sich die Nutzer dem mobilen Bezahlen noch sehr kritisch gegenüber.
