An Bord der ISS
Kurzfilm: In 60 Sekunden um die Welt
Kommerzielle Raumflüge stehen noch in den Sternen. Bis es so weit ist, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Wer allerdings schon jetzt gerne wissen möchte, wie der blaue Planet aus der Sicht von Astronauten aussieht, der kann sich über ein Timelapse-Video freuen, das bei YouTube schon mehrere Millionen Male angeschaut wurde.
Bislang kommen nur Astronauten in den Genuss, die Erde von oben betrachten zu können. Die Besatzung der ISS kann sich so immer wieder über atemberaubende Aussichten freuen. Dank des YouTube-Nutzers "yesterday2221" können jetzt alle an Bord der Internationalen Raumstation über die Erde fliegen. Der Nutzer selbst ist kein Astronaut, sondern Medienberichten zufolge ein Wissenschaftler namens James Drake, der auch das Blog "Infinity Imagined" betreibt. Dort sind weitere Aufnahmen rund um das Thema Weltall und Astronomie zu finden.
600 Fotos als Zeitraffer-Video
Die Aufnahmen von dem Video stammen also nicht von ihm selbst, da er nicht auf der ISS stationiert war oder ist. Stattdessen nutzte er für das rund 60 Sekunden dauernde Video 600 Bilder, die er von dem Portal Gateway to Astronaut Photography of Earth - einem Angebot der NASA - heruntergeladen hat. Diese Bilder fügte er zu einem Zeitraffer zusammen. Dafür nutzte er laut Beschreibung bei YouTube die Software Virtualdub.
Die "Reise" beginnt über dem Pazifischen Ozean und führt hinweg über Nord- und Süd-Amerika. Bei Sonnenaufgang ist die Antarktis erreicht. Dabei überfliegt die ISS unter anderem Vancouver, San Francisco, Los Angeles und Phoenix. Weiter geht es mit Mexiko-Stadt, dem Golf von Mexiko und Panama. Gegen Ende werden unter anderem der Amazonas, Peru und Chile überflogen. Die dünne gelbe Linie, die sich um die Erde legt, ist deren Ionosphäre. Bis zum heutigen 21. September wurde das Video bereits über drei Millionen Mal geklickt.
Ein ähnliches Video wurde zu Ehren von Juri Gagarin verwirklicht. Bei "First Orbit" kann der Nutzer den ersten Raumflug eines Menschen nachvollziehen - hier allerdings in Echtzeit.


Die Sojus-Kapsel "Juri Gagarin" ist in der Nacht auf heute, 5. April, erfolgreich von Baikonur aus ins Weltall gestartet. Sie bringt drei Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Der Start des Space Shuttles "Endeavour" wurde dagegen verschoben.
Der Film "First Orbit" zeigt die Erde so, wie sie damals Juri Gagarin - der erste Mann im Weltraum - gesehen hat. Auf Youtube feiert der Film genau 50 Jahre nach dem Weltraumflug Premiere.
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Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan sind drei Astronauten an Bord einer Sojus-Kapsel zur ISS gestartet. Sie werden die Expedition 28 vervollständigen, wenn sie am 9. Juni die Raumstation erreichen.
Bei seiner Rückkehr zur Erde filmte ESA-Astronaut an Bord einer Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation mit dem angedockten Space Shuttle Endeavour. Jetzt stellte die NASA das Video ins Netz.
Die Space Shuttle-Ära ist mit der Landung der Atlantis beendet. In den nächsten Jahren werden Astronauten ausschließlich mit Sojus-Kapseln zur ISS gebracht. Deshalb ruft die russische Raumfahrtbehörde die "Ära der Sojus" aus.
Eigentlich hätten sie die Internationale Raumstation schon am 8. September verlassen sollen, mit einer Woche Verspätung sind die drei Astronauten jetzt in Kasachstan gelandet. Die "Juri Gagarin" brachte sie sicher zurück.




