Reisen mal anders

Schlafplatz per Mausklick: Couchsurfing und die Alternativen

Hotels ausgebucht - und was nun? Im digitalen Zeitalter schicken sich eine Reihe von Internetportalen an, den Reisemarkt umzukrempeln. Auf den Marktplätzen bieten Privatvermittler ihre Wohnung für eine kurze Zeit zur Miete oder völlig kostenfrei einen Schlafplatz auf der Couch an. Netzwelt stellt die Gastgeber-Portale und Online-Zimmerbörsen vor. 

Ein Ferienhäuschen in St.Pauli, ein luxuriöses Appartement in Berlin-Mitte? Wer eine Alternative zum Reisen in Hotels sucht, findet auf Online-Portalen zur privaten Zimmervermittlung möglicherweise seine Traumwohnung für den Urlaub. 

Der Vorteil der Marktplätze: Wenn alle Hotels belegt sind, findet man über die Portale vielleicht noch eine Unterkunft. Zudem kann man lokale Gastgeber kennenlernen - die Portale sehen darin eine Alternative zum anonymen Wohnen in Hotels. 

Die Preisspanne für die Unterkünfte reicht in der Regel von ganz billig bis ganz teuer. Die Anbieter verdienen Geld über Provisionen von Gastgebern und Urlaubern, die die Vermittlung in Anspruch nehmen.

Doch nicht alle Anbieter wollen Kasse machen. Das Vorbild für die privaten Wohnungsvermittler nennt sich Couchsurfing. Die Idee: Ein Gastgeber bietet einen kostenlosen Schlafplatz und gibt Reisenden zudem Einblicke in seine Stadt. Netzwelt stellt die kommerziellen und nichtkommerziellen Gastgeber-Plattformen vor.

Couchsurfing: Ein Sofa zum Übernachten

Die Idee des Couchsurfing geht auf Casey Fenton zurück, der diese Internetseite vor acht Jahren ins Leben rief. Das Prinzip dahinter: Interessierte registrieren sich kostenlos auf der Seite und bieten ihre Gastfreundschaft in Form eines Schlafplatzes an. Der Gast (Surfer) kann den Platz dann in Anspruch nehmen und lernt zugleich neue Menschen kennen.

Das Portal Couchsurfing heizte den Trend zur Schlafplatzvermittlung übers Netz an. (Bild: Screenshot)
Das Portal Couchsurfing heizte den Trend zur Schlafplatzvermittlung über das Netz an. (Bild: Screenshot)

Couchsurfing besitzt mittlerweile 3,2 Millionen Mitglieder weltweit (Stand September 2011). Sie verteilen sich auf knapp 249 Länder und 83.000 Städte. Um schwarze Schafe fernzuhalten, gibt es ein Bewertungssystem für Gast und Gastgeber. Auch Identitätsprüfungen per Kreditkarte sollen mehr Sicherheit garantieren.


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