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Teilzeit-Netbook: Acer Iconia Tab W500 im Test
10,1 Zoll großer Touchscreen, Tastatur und AMD-Hardware

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Kein Android, kein iOS: Nein, auf diesem Tablet läuft Windows 7. Nur als Unterhaltungs- und Spielgerät überzeugt das Acer Iconia Tab W500 nicht, mit der ansteckbaren Tastatur wird es aber zu einem sinnvollen Arbeitsgerät.

Trotz Android und iOS wollen oder müssen sich viele Nutzer für ein Tablet mit Windows 7 entscheiden. Acer bietet mit dem Iconia Tab W500 ein Modell an, auf dem es sich mit Hilfe eines Tastatur-Docks auch wie mit einem Netbook arbeiten lässt.

Tablet mit Netbook-Hardware

Acer hat sich beim Iconia Tab W500 für einen Touchscreen in der weit verbreiteten Größe von 10,1 Zoll entschieden. Der spiegelnde Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln.

Im Inneren des Iconia Tab W500 stecken ein mit einem Gigahertz getakteter C-50-Prozessor sowie eine Radeon-Grafikkarte HD6200 - beides von AMD. Dem Nutzer stehen darüber hinaus ein zwei Gigabyte großer Arbeitsspeicher und 32 Gigabyte Speicherplatz auf einem Flashspeicher zur Verfügung. Mit einer SD-Karte kann er die Speicherkapazität noch erweitern.

Als Betriebssystem hat sich Acer vorerst für Windows 7 Home Premium entschieden, wobei auch die Entwicklerversion von Windows 8 schon flüssig auf dem Iconia Tab W500 läuft.

Das W500 gelangt nur per WLAN ins Internet. Acer bietet aber unter der Bezeichnung W501 eine ansonsten identische Variante des Tablets an, die über ein UMTS-Modul verfügt und rund 100 Euro mehr kostet.

Touchscreen oder doch lieber eine Tastatur

Der Touchscreen des Acer Iconia Tab W500 reagiert unverzüglich auf Berührungen und selbst kleine Schaltflächen in Windows 7 lassen sich gut treffen. Zum Schreiben blendet das Betriebssystem eine virtuelle Tastatur ein, auf der sich nicht perfekt, aber mit ein wenig Übung doch ganz ordentlich tippen lässt.

Zusätzlich bietet Acer eine Tastatur zum Andocken an das Tablet an. Bei diesem klappt der Nutzer im oberen Bereich ein Schiene auf und steckt das Iconia Tab W500 auf die Anschlüsse. Optisch und von der Benutzung her ähnelt das Tablet dann einem Netbook.

Mit der angesteckten Tastatur lässt sich auf dem W500 deutlich besser schreiben als mit den virtuellen Tasten. Im Vergleich zu Netbooks fehlen die Handballenablagen und das Touchpad, das Tastaturlayout ist insgesamt enger. Den Mauszeiger bewegt der Nutzer mit Hilfe eines Touchpoints mitten in den Tasten und unterhalb der Leertaste befinden sich noch zwei Touchpadtasten.

Acer Iconia Tab W500 im Test

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Tablet mit 10,1 Zoll großem Touchscreen und Windows 7.

Aufgesteckt auf der Tastatur steht das Iconia Tab W500 vergleichsweise instabil - aber es ist ja mit 948 Gramm auch rund 330 Gramm schwerer als die Docking-Station. Zudem sollte der Nutzer sich nicht verleiten lassen, die Konstruktion wie ein Netbook zuzuklappen. Dabei rutscht das Tablet nur aus seiner Verankerung.

Zieht der Anwender das W500 jedoch nach oben ab und klappt die Anschlüsse ein, kann er das Tablet passgenau auf die Tastatur legen und sogar mit einem kleinen Riegel befestigen.

Zusatz-Software macht Windows 7 fingerfreundlicher

Acer macht Windows 7 für den Nutzer zumindest teilweise fingerfreundlicher und installiert auf dem Iconia Tab W500 den Acer Ring, der sich schon auf dem Icona Dual-Screen-Tablet befand. Berührt der Nutzer den Touchscreen mit allen fünf Fingern öffnet sich das Programm und bietet dem Nutzer schnellen Zugriff auf bestimmte Windows-Anwendungen und mehrere Tools von Acer.

Mit den größeren Schaltflächen des TouchBrowsers, die sich nach kurzer Zeit ausblenden, lässt sich zum Beispiel bequemer im Netz surfen als mit dem Internet Explorer. Der SocialJogger bietet Zugriff auf verschiedene soziale Netzwerke und zeigt die jeweiligen Statusmeldungen an.

Ein Minimum an Schnittstellen

Das Gehäuse des Acer Iconia Tab W500 besteht aus Kunststoff und wirkt ordentlich verarbeitet. Mit seinem Gewicht von rund einem Kilogramm liegt das Tablet zwar sicher und bequem, aber eben auch schwer in der Hand.

Acer stattet das Iconia Tab W500 mit einem Kartenlesegerät, einer Audio-Buchse sowie mit einem HDMI-Anschluss und zwei USB-Anschlüssen aus. Steckt das Tablet auf der Tastatur sind die zwei USB-Schnittstellen nicht zu erreichen. Die Docking Station verfügt aber ihrerseits ebenfalls über zwei USB-Buchsen und einen LAN-Anschluss.

Neben dem schon erwähnten WLAN-Modul funkt das W500 auch mit einem Bluetooth-Modul. Auf der Vorder- und Rückseite des Tablets finden sich zwei Webcams, die jeweils Bilder mit einer Auflösung von 1,3-Megapixeln aufnehmen.

Fazit: Wenn es sein muss

Acer liefert mit dem Iconia Tab W500 ein ordentliches Windows-Tablet ab. Trotzdem lohnt sich die Anschaffung nur, wenn das Gerät unbedingt über das Betriebssystem von Microsoft verfügen muss. Wer nur ein Tablet für die genretypische Nutzung benötigt, ist mit einem iPad oder Android-Modell besser beraten.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Acer für das Iconia Tab W500 beträgt 499 Euro und ist damit höher als für das iPad 2. Mit Tastatur-Dock soll das Tablet 599 Euro kosten. Genauso teuer ist die UMTS-Version W501. Mit Tastatur kostet diese 649 Euro.

Als Alternative zum Iconia Tab W500 kommen das Viewsonic Viewpad 10 mit Windows 7 und Android, das ebenfalls von Acer stammende Iconia Tab A500 mit Android oder das EeePad Transformer von Asus, das sich ebenfalls an eine Tastatur anstecken lässt, in Frage.

Kommentare zu diesem Artikel

Kein Android, kein iOS: Nein, auf diesem Tablet läuft Windows 7. Nur als Unterhaltungs- und Spielgerät überzeugt das Acer Iconia Tab W500 nicht, mit der ansteckbaren Tastatur wird es aber zu einem sinnvollen Arbeitsgerät.

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  • bizzmaker schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia Tab W500 im Test: Tablet mit Windows 7 und Tastatur

    Ne, also mit dem Teil kann Acer keinen Blumentopf gewinnen. Windows 7 ist nicht für Tablets ausgerichtet, und so funktioniert alles via Touchscreen sehr unpräzise. Außerdem hab ich noch noe einen so langsam arbeitenden Rechner erlebt. Meine Meinung: Rausgeworfenes Geld.
  • Userqhl schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia Tab W500 im Test: Tablet mit Windows 7 und Tastatur

    Habe auch ein Iconia Tab und finde es mit dem Windows 8 Consumer deutlich kompatibler als das Ipad 2 und Ipad 3 zusammen.
  • Marcotheone schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia Tab W500 im Test: Tablet mit Windows 7 und Tastatur

    Ich habe es gekauft und will es nicht mehr missen. Darauf kann man Arbeiten. Ich hatte auch ein iPad2 im Viesier dieses ist aber durchgefallen weil die meisten dinge einfach nicht kompatibel genug sind. Und jedesmal eine App zu suchen ist mir persönlich zu blöd. Ich kann Software draufspielen, Filme schauen, unterwegs gut arbeiten (dank auch der Tastatur) und die Akkulaufzeit ist Ordentlich! Ich habe mir leider die Version ohne Umts geholt und kann jedem nur Empfehlen, die Extra kosten zu investieren. Gruß
  • dasheiko schrieb Uhr
    AW: Acer Iconia Tab W500 im Test: Tablet mit Windows 7 und Tastatur

    Ich bin ja weiß Gott kein Apple-Fan. Aber es mag sicher Gründe FÜR ein iPAD geben... Die 20 Euro weniger für das Basismodell aber sicher nicht. Und die 32GB Version liegt ja dann wohl bei 579 Euro. Bitte nicht so reißerisch daherschreiben.

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Teilzeit-Netbook: Acer Iconia Tab W500 im Test
Teilzeit-Netbook: Acer Iconia Tab W500 im Test
Windows 7 findet sich nur auf einer kleinen Minderheit von Tablets wieder - doch auch diese haben ihre Berechtigung. Das Acer Iconia Tab W500 wird mit einer Ansteck-Tastatur zum Netbook-Ersatz.
http://www.netzwelt.de/news/88524-teilzeit-netbook-acer-iconia-tab-w500-test.html
2011-09-20 15:51:30
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/oberflaeche-winrar-version-4-fast-veraendert-bild-netzwelt5866.jpg
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