Schon jetzt regulärer Einsatz denkbar

Fahrerloses Auto: "MadeInGermany" autonom im Straßenverkehr unterwegs

Das fahrerlose Auto "MadeInGermany" ist zum ersten Mal im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs gewesen. Am vergangenen Samstag, 17. September, absolvierte es mehrmals eine Strecke von 20 Kilometern und beachtete dabei autonom Kreisverkehre, Ampeln und Spurenwechsel.

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"MadeInGermany" ist ein modifizierter Volkswagen Passat Variant 3c. Das Auto wird von einem Computer gesteuert, der über das so genannte "Drive-by-wire"-System Bremse, Gaspedal und Lenkung kontrolliert. Verkehrsteilnehmer wie Autos und Passanten werden über Laserscanner, Radar und Videokameras erfasst. Speziell entwickelte Software analysiert die eingehenden Daten, erkennt Fahrsituationen und erzeugt im Anschluss die nötigen Fahrbefehle.

Testfahrt am Samstagmorgen

Bereits im letzten Jahr hatte das autonome Fahrzeug eine Probefahrt auf dem stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof erfolgreich absolviert. Am Samstag, 17. September, durfte "MadeInGermany" dann zwischen sechs und neun Uhr morgens mit einer Sondergenehmigung des Landesamts zum ersten Mal im normalen Straßenverkehr agieren. Ein Fahrer war lediglich aus Sicherheitsgründen mit an Bord. Dieser musste laut der Freien Universität Berlin, deren Forscher "MadeInGermany" entwickeln, aber nicht eingreifen.

Die mehrmals gefahrenen 20 Kilometer lagen zwischen dem Brandenburger Tor und dem Internationalen Congress Centrum im Bezirk Tiergarten. Das Auto beachtete der Universität zufolge 46 Ampeln, wechselte selbstständig die Spur und durchquerte die Kreisverkehre problemlos. Seit 2006 arbeitet das AutoNOMOS-Team um Professor Raúl Rojas an der Entwicklung des fahrerlosen Autos.

Auto bereits jetzt einsetzbar

Rojas erklärte, dass er es bereits jetzt auf privatem Gelände wie Flughäfen oder Fabriken für möglich halte, autonome Fahrzeuge einzusetzen. Für den Straßenverkehr sei der momentane Prototyp aber noch nicht komplett geeignet. Vermutlich seien dafür noch 20 bis 30 Jahre Entwicklung notwendig. Auch Google forscht an einem Auto, das ohne Eingriffe des Fahrers auskommt, näheres dazu finden Sie hier auf netzwelt.

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