15 Sitze im Parlament
Landtagswahlen in Berlin: Piratenpartei feiert Wahlerfolg
Die Piratenpartei entert das "Rote Rathaus" in Berlin. Mit einem vorläufigen Wahlergebniss von knapp neun Prozent zieht die Internet-Partei erstmals in ein deutsches Landesparlament ein. Insgesamt 15 Abgeordnete darf die Piratenpartei dem Landeswahlamt Berlin zufolge in den Landtag entsenden. Ihren Wurzeln will die Partei nach dem Erfolg treu bleiben - auch wenn der Gedankenaustausch mit der Basis im Web in Berlin kurzfristig eingeschränkt werden muss.

"Das Ergebnis zeigt, dass unsere Themen und Ideen bei den Berlinern ankommen", sagte Spitzenkandidat Andreas Baum in einer Pressemitteilung. Im Parlament wollen er und seine Kollegen sich vor allem für die Themen Transparenz, Demokratie und Bildung einsetzen. Konkret fordern die Berliner Piraten unter anderem kostenlose WLAN-Hotspots in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt.
Parteiwebseite im Sonderbetrieb
Für die Piratenpartei wird der Wahlerfolg nun auch zur Nagelprobe: Bei den vorausgegangen Bundes- und Landtagswahlen konnte sie nicht einmal annähernd an der Fünf-Prozent-Hürde kratzen, viele hatten die Piraten daher schon abgeschrieben. Nun kann und will die Partei das Gegenteil beweisen, sich selbst dabei aber treu bleiben: "Die Piratenpartei wird auch außerhalb des Abgeordnetenhauses eine Mitmach-Partei bleiben. Wir möchten daher jeden Interessenten auffordern, auch weiterhin aktiv auf uns zuzugehen und mit uns über die Vorstellungen zu reden, die vor Ort zu Problemlösungen führen können. Wir sind offen für Ihre Ideen", sagte der Berliner Landesvorsitzende Gerhard Anger in einer Pressemitteilung.
Der Ideenaustausch findet dabei bevorzugt über das Netz statt - auch wenn Mitglieder, Anhänger und Sympathisanten hier derzeit in Berlin mit Einschränkungen leben müssen. Um sicherzustellen, dass die Webseite der Berliner Piratenpartei den zu erwartenden Besucheransturm nach dem Wahlerfolg standhält, wurde vorübergehend beispielsweise die Kommentarfunktion deaktiviert. Die Meinung sagen kann man den Berliner Piraten daher derzeit nur auf Twitter, Facebook oder im Partei-Wiki.

der wahnsinn, oder? ist das jetzt nur protestwählen oder steht auch was dahinter? was glaubt ihr?