Kunst und Geschicklichkeit

Im Kurztest: Rock of Ages

Zum Kugeln: Im Download-Spiel "Rock of Ages" muss mit Witz, Strategie und einer gigantischen Felsmurmel das Stadttor des Kontrahenten zerlegt werden. Das ist allerdings nur über einen dünnen Steg zu erreichen, der wiederum mit zahlreichen Hindernissen gespickt ist. Noch ungewöhnlicher ist jedoch der Grafikstil von "Rock of Ages", der zum Einen an die Gemälde der gewählten Epoche erinnert, zum Anderen an die herrlich skurrilen "Monty Python"-Animationsfilmchen.

Rock of Ages - Trailer: Dieser aberwitzige Titel vereint Strategie, in Form von Tower-Building, und Action in Form eines rollenden Felsens, der Bauten des Gegners wieder einreisst. Klingt verrückt - ist es auch - zumindest ein bisschen. Der Spieler in Rock of Ages trifft auf allerlei Persönlichkeiten aus der Geschichte sowie Sagengestalten. So ist einer der Gegner beispielsweise der französische Sonnenkönig Ludwig und auch Leonardo Da Vinci stellt sich dem Spieler. Einen Einblick in den unkonventionellen PC-, Xbox-360- und PS3-Titel bietet dieser Rock-of-Ages-Trailer. Zum Video: Rock of Ages - Trailer

Die Hintergrundgeschichte fällt banal aus: Der tragische Held Sisyphos ist es leid, den blöden Stein in der Unterwelt ständig einen Hang hinaufzurollen und schließlich doch zu scheitern. Also bricht er aus dem Schattenreich aus und klappert von dort aus diverse Städte Europas in den unterschiedlichsten Epochen ab. Ein Trip durch die Geschichte der Menschheit - von der Antike bis zur Romantik.

Werbung

Stets mit dabei: Sisyphos' kugelrunder Freund, ein Felsklotz mit nettem Grinsen. Mit ihm werden Gefechte gegen Gegner wie König Leonidas, Giovanni diMedici, Plato, Karl der Große, der Sonnenkönig Ludwig XIV. oder die personifizierte Pest ausgetragen.

Dafür wird die Kugel von fleißigen Arbeitern automatisch auf ihren großen Offensiveinsatz vorbereitet. Gleichzeitig muss die Defensive organisiert werden: Schleudern wollen justiert, Kuhherden positioniert, explosive Fässer und Türme platziert werden, um die gegnerische Kugel auszubremsen. Denn auch der vom Computer gelenkte Kontrahent ist nur darauf aus, die Tore der Spielerfestung zum Bersten zu bringen.

Steht die Kugel zum Abrollen bereit, schaltet das Spiel aus der Vogel- in eine Verfolgerperspektive um. Fortan wird die Riesenmurmel wie in einem Actionspiel gelenkt. Werden auf dem unaufhaltsamen Weg nach unten Gebäude zerstört, klingelt's in der Kriegskasse. Mit dem Geld lassen sich wiederum Verstärkungen für den Steinbrocken wie etwa eine Feuerummantelung erwerben - oder neue Einheiten für die Defensive zu rekrutieren. Hin und wieder müssen Zwischengegner wie ein Drache oder eine Statue, die sich gerne mal an ihrem Marmorhintern kratzt, besiegt werden. Doch die Herausforderung hält sich in Grenzen.

Was sich insgesamt originell und lustig anhört, ist aber auf Dauer etwas monoton: Trotz unterschiedlicher Grafikstile und Epochen fehlt es spielerisch schlicht an Abwechslung. Zudem ist die Defensive klar im Nachteil: Es gewinnt stets derjenige, der am schnellsten seine Kugel an den Start und somit Richtung gegnerische Festung bugsiert - das gilt sowohl für den Einzel- als auch den Mehrspielermodus.

Im Test: Rock of Ages

Bild 1 von 11
Im Test: Rock of Ages - "Rock of Ages" ist zum Kugeln - buchstäblich! (Bild: Atlus)
Bild vergrößern

"Rock of Ages" ist zum Kugeln - buchstäblich! (Bild: Atlus)

Bild 2 von 11
Im Test: Rock of Ages - Die brennende Kugel ist besonders effektiv, erlischt aber schnell. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Die brennende Kugel ist besonders effektiv, erlischt aber schnell. (Bild: teleschau)

Bild 3 von 11
Im Test: Rock of Ages - Zu Beginn werden die Level aus der Vogelperspektive gezeigt, dann wollen die Verteidigungsarbeiten vorgenommen werden. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Zu Beginn werden die Level aus der Vogelperspektive gezeigt, dann wollen die Verteidigungsarbeiten vorgenommen werden. (Bild: teleschau)

Bild 4 von 11
Im Test: Rock of Ages - In witzig animierten Zwischensequenzen werden die Gegner vorgestellt. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

In witzig animierten Zwischensequenzen werden die Gegner vorgestellt. (Bild: teleschau)

Bild 5 von 11
Im Test: Rock of Ages - Auf dem Weg nach unten gibt es jede Menge Zerstörung im Comic-Look. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Auf dem Weg nach unten gibt es jede Menge Zerstörung im Comic-Look. (Bild: teleschau)

Bild 6 von 11
Im Test: Rock of Ages - Nach dem Versus-Screen geht es in die Schlacht. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Nach dem Versus-Screen geht es in die Schlacht. (Bild: teleschau)

Bild 7 von 11
Im Test: Rock of Ages -  (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

(Bild: teleschau)

Bild 8 von 11
Im Test: Rock of Ages - Das Tor ist das Ziel. Dahinter verbirgt sich der Gegner. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Das Tor ist das Ziel. Dahinter verbirgt sich der Gegner. (Bild: teleschau)

Bild 9 von 11
Im Test: Rock of Ages -  (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

(Bild: teleschau)

Bild 10 von 11
Im Test: Rock of Ages - Auch Kühe wollen der Kugel an den Kragen. (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

Auch Kühe wollen der Kugel an den Kragen. (Bild: teleschau)

Bild 11 von 11
Im Test: Rock of Ages -  (Bild: teleschau)
Bild vergrößern

(Bild: teleschau)


Trotzdem ist "Rock of Ages" für eine kleine Partie zwischendurch prima geeignet: Das Tempo ist hoch, die Physik überzeugend, und das teils abgedrehte Leveldesign ausnahmslos hervorragend. Ein besonderes Lob verdienen die herrlich abgedrehten Zwischensequenzen im Stile von Monty Python und "South Park" sowie die humoristische Ausrichtung des Titels. Acht Euro, die man guten Gewissens ausgeben darf.

Datenblatt

Rock of Ages
SpielnameRock of Ages
HerstellerACE Team
VertriebAtlus USA
GenreGeschicklichkeit
Erhältlich ab07.02.2011
Preis8 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Anfänger, Fortgeschrittene
AlterAb 12 Jahren
Multiplayer1-2 (WWW)
SonstigesMinimum Dualcore-CPU mit 1,6 GHz, 1,5 GB Ram, 1,2 GB Festplattenspeicher, Grafikkarte mit 256 MB
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPC

Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst

Links zum Thema

Kommentieren