Ab 7,99 Euro im Mac App Store

Flare: Effektvolle Bildbearbeitung für Mac OS X

Flare ist eine Bildbearbeitung für Mac OS X, die sich weniger auf klassische Werkzeuge als vielmehr auf die Anwendung von Effekten und die Bereitstellung von Fotos im Web konzentriert. Die Software ist im Mac App Store für 7,99 Euro erhältlich. Im netzwelt-Test muss Flare 1.2 zeigen, ob dieser Preis gerechtfertigt ist.

Iconfactory Flare ist eine Bildbearbeitung, die sich ganz auf Effekte konzentriert. (Bild: Screenshot)
Iconfactory Flare ist eine Bildbearbeitung, die sich ganz auf Effekte konzentriert. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Systemanforderungen
  2. 2Erste Schritte mit Flare
  3. 3Bearbeitung und Webanbindung
  4. 4Fazit
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Auf dem Mac ist der Markt für Bildbearbeitung in zwei Lager aufgeteilt: Endanwender bearbeiten Fotos meist mit Apple iPhoto, das kostenlos jedem neuen Rechner beigefügt wird. Im Profi-Segment ist Photoshop dagegen praktisch unangreifbar, das besonders durch seine tollen Effekte besticht. Wer zwischen iPhoto und Photoshop eine Lösung sucht, hat nicht viele Anwendungen zur Wahl - außer vielleicht noch Pixelmator.

Systemanforderungen

Doch auch Flare bietet eine gute Ergänzung zu iPhoto, wenn der Nutzer nicht gleich Hunderte Euro für Photoshop ausgeben möchte. Die Bildbearbeitung ist nur für Mac OS X erhältlich, über eine Windows-Version schweigt sich der Hersteller Iconfactory derzeit noch aus - gleiches gilt für eine Fassung in deutscher Sprache, derzeit müssen sich die Nutzer mit Englisch zufrieden geben. Um die Bildbearbeitung zu installieren, ist mindestens Mac OS in Version 10.6.6 (alias Snow Leopard) erforderlich, natürlich läuft das Programm auch dem neuen Mac OS X 10.7 alias Lion. Nach der Bezahlung von 7,99 Euro beginnt der Download im Mac App Store.

Flare kann Bilder in der Startansicht drehen und zuschneiden. (Bild: Netzwelt)
Flare kann Bilder in der Startansicht drehen und zuschneiden. (Bild: netzwelt)

Erste Schritte mit Flare

Nach erfolgreicher Installation belegt die aktuelle Version 1.2 von Flare circa 90 Megabyte auf der Festplatte des Rechners. Die Bildbearbeitung begrüßt den Anwender mit einer sehr einfachen Oberfläche: Im Fenster sind zu Beginn keine Werkzeuge sichtbar, das Menü liegt sowieso am oberen Rand des Bildschirms. Um ein Bild zu bearbeiten, muss es mit der Maus auf das Hauptfenster gezogen werden - alternativ kann es im Öffnen-Dialog (Datei-Menü) geladen werden.

In der Startansicht kann der Anwender ein Foto beschneiden oder drehen. Auffällig ist dabei, dass Flare besonders für eine Drehung relativ lange braucht: Im Vorschau-Programm von Mac OS X geschieht dies wesentlich schneller, selbst auf einem aktuellen MacBook Air mit Intel Core i5-Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher sind deutliche Verzögerungen erkennbar.

Ist ein Bild fertig zugeschnitten, kann der Anwender zum zweiten Schritt übergehen: der Anwendung eines Effekts. Der Hersteller Iconfactory bezeichnet diese als "Presets", Flare bietet mit insgesamt 30 Möglichkeiten eine sehr breite Auswahl. Der Anwender kann Fotos beispielsweise mit dem Winter-Ghost-Filter in einer kühlen Umgebung erscheinen lassen, bei der Aktivierung des Postcard-Effekts entsteht eine virtuell vergilbte Postkarte wie aus den Vorkriegsjahren. Sehr schön ist auch der Schwarz-Weiß-Effekt: Die Ergebnisse dieses Filters sehen viel hochwertiger aus als die einfache S/W-Tönung einer anderen Bildbearbeitung oder der Quartz-Filter aus Mac OS X.

Bearbeitung und Webanbindung

Flare kann immer nur einen einzigen Haupteffekt (bzw. Preset) auf ein Bild anwenden, eine noch weitergehende Bearbeitung ist über den Edit-Reiter möglich. Dort kann in der rechten Spalte des Hauptfensters jeder Effekt angepasst werden, um beispielsweise beim Postcard-Filter einen breiteren oder schmaleren Rand zu erhalten. Farbe, Tönung, Helligkeit und andere Dinge werden ebenfalls in dieser Ansicht geändert. Sobald der Anwender die Bearbeitung seiner Datei fertiggestellt hat, kann er sie zurück auf den Rechner speichern - dabei unterstützt Flare allerdings nur JPEG, PNG und TIFF, andere Dateitypen stehen nicht zur Wahl. Sehr praktisch ist hingegen die Funktion, bei der Speicherung ein Bild automatisch zu skalieren. Neben dem Export in eine Datei kann Flare Fotos direkt wieder an iPhoto übergeben, per Mail versenden oder auf Flickr hochladen.

Auch Tönung, Helligkeit, Ränder und mehr kann Flare 1.2 anpassen. (Bild: Netzwelt)
Auch Tönung, Helligkeit, Ränder und mehr kann Flare 1.2 anpassen. (Bild: netzwelt)

Etwas schade ist, dass Flare weder den neuen Vollbild-Modus noch die Versions-Funktion von Mac OS Lion unterstützt. Die Entwickler haben dem Programm aber immerhin eine eigene Versionsverwaltung spendiert: Mit einem sogenannten Snapshot ist es möglich, den Stand eines Fotos im Programm zu sichern, um es zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu öffnen und andere Effekte gegebenenfalls rückgängig zu machen.

Fazit

Flare 1.2 ist eine solide Bildbearbeitung, die mit ihren Effekten eine gute Ergänzung zu Apples iPhoto bildet und auch den Vergleich zu Photoshop-Filtern nicht scheuen muss. Die Anpassung von Bildern ist intuitiv und gelingt auch Einsteigern schnell. Aber selbst für den geringen Kaufpreis von 7,99 Euro dürften die Nutzer eigentlich erwarten, dass sie ein Programm mit deutscher Oberfläche und guter Mac-Integration erhalten - hier haben die Entwickler noch Raum für Verbesserungen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

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