Studie von StrategyOne und Symantec
Studie: Cybercrime richtet fast so großen Schaden wie Drogenhandel an
Der Bericht Cybercrime 2011 von Symantec zeigt, dass sich die Gesamtkosten für Internetkriminalität in Deutschland auf 24,3 Milliarden Euro und weltweit auf 388 Milliarden US-Dollar belaufen. Dies seien mehr als die Kosten, die durch den internationalen Marihuana-, Kokain- und Heroin-Schwarzmarkt entstehen und entsprächen beinahe dem Wert des gesamten illegalen Drogenhandels, der auf 411 Milliarden US-Dollar beziffert wird.
Die Studie führte das Marktforschungsunternehmen StrategyOne unter knapp 20.000 Personen zwischen 2010 und 2011 durch. Die Befragung wurde dabei in 24 verschiedenen Ländern in Amerika, Europa, Afrika, dem Nahen und Fernen Osten sowie Südostasien durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge beläuft sich der direkte finanzielle Schaden der Opfer auf 16,4 Milliarden Euro in Deutschland; weltweit sind es 114 Milliarden US-Dollar.
76 Prozent der befragten Deutschen waren schon einmal Opfer
Von den in Deutschland befragten Erwachsenen gaben 76 Prozent an, im Laufe ihres Lebens schon einmal Opfer von Internetkriminalität geworden zu sein. Hierzu wird in der Studie auch der Befall von eigenen Geräten durch Computerviren gezählt. Dies sei zudem die häufigste Internetstraftat. Auf Platz zwei und drei rangieren für Deutschland Online-Betrug und Sexuelle Belästigung. Global gesehen steht dagegen Phishing auf Platz drei.
Trotz der Erfahrung mit Internetkriminalität sorgen laut der Studie jedoch nur 48 Prozent der befragten Deutschen für eine Aktualisierung ihrer Sicherheitssoftware. Angesichts dieser Ergebnisse muss darauf hingewiesen werden, das die Firma Symantec die Resultate natürlich auch zum Verkauf ihrer Internetsicherheitprodukte verwenden will - die grundsätzliche Tendenz ist der repräsentativen Studie aber sicherlich nicht abzusprechen.
24 Prozent können ohne Internet nicht leben
Die Studien-Macher fragten zusätzlich nach den Internetgewohnheiten der Teilnehmer und fanden heraus, dass die befragten Deutschen durchschnittlich 21 Stunden pro Woche online sind. Dies ist weniger, als Nutzer im internationalen Durchschnitt angaben. Hier wurden 24 Stunden pro Woche als Richtwert genannt. Dabei greifen der Studie nach 30 Prozent der befragten Deutschen von ihrem Handy aus auf das Internet zu. Weltweit gaben zudem 32 Prozent an, ohne Soziale Netzwerke den Kontakt zu Freunden zu verlieren, und 24 Prozent, dass sie nicht ohne das Internet leben könnten.


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