Unternehmen testet neue Strategie
"Promoted Tweets": Mehr Werbung bei Twitter
Erst Ende Juli gab Twitter bekannt, dass die Promoted Tweets nicht mehr nur in Suchergebnissen, sondern auch in der Timeline des Nutzers angezeigt werden. Dabei sollten Nutzer allerdings nur Werbeanzeigen zu sehen bekommen, wenn sie dem Unternehmen auch folgen. Diese Einschränkung will Twitter jetzt aufheben.
Der Microblogging-Dienst gab bekannt, dass die bezahlten Tweets jetzt auch dann in der Timeline des Nutzers auftauchen, wenn er dem Unternehmen nicht folgt. In einer E-Mail von Twitter, die unter anderem dem PC Magazine vorliegt, heißt es hierzu allerdings, dass zunächst nur eine sehr kleine Gruppe von den Veränderungen betroffen sei - es geht hierbei um einen einstelligen Prozentsatz der weltweiten Nutzer.
Anzeigen auf Nutzer abgestimmt
Die Werbung soll aber nicht willkürlich bei den Twitter-Nutzern erscheinen. Stattdessen soll ein Promoted Tweet immer nur angezeigt werden, wenn die Anzeige für den Nutzer von Interesse und relevant sein könnte. Im englischen Support-Bereich des Microblogging-Diensts heißt es hierzu weiter, dass "eine Vielzahl an Signalen genutzt wird, um zu bestimmen, welche Promoted Tweets für den Nutzer relevant sind, dabei wird unter anderem beachtet, wem der Nutzer folgt, wie er mit einem Tweet interagiert, was er retweeted und mehr".
Bei Twitter wird man die Reaktionen der Nutzer im Auge behalten und dann entscheiden, ob diese Art von Promoted Tweets in größerem Maße zugelassen werde. In den nächsten Monaten könnten sie dann mehr Twitter-Nutzer angezeigt werden. Falls einem Twitterer die angezeigte Werbung nicht gefällt, kann er sie mit einem Klick auf "Dismiss" ausblenden. Gänzlich Deaktivieren lassen sich die bezahlten Inhalte allerdings nicht.
Das weitere Verhalten der Promoted Tweets bleibt wie gehabt: So laufen die Anzeigen in der Timeline immer nur einmal ein und rutschen mit der Zeit immer weiter nach unten, sobald neuere Nachrichten eintreffen. Die Werbung ist außerdem als solche gekennzeichnet.


Twitter hat nach langem Vorlauf endlich sein Geschäftsmodell vorgestellt: Der Mikrobloggingdienst will sich ähnlich wie Google über Werbung vermarkten. Allerdings sollen Nutzer nur Werbung finden, die sie auch interessiert.
Twitter hat "Twitter Places"eingeführt. Dabei werden Tweets mit Ortsangaben versehen. So können zum Beispiel Nachrichten aus den WM-Stadien gezielt gesucht werden.
Der Microblogging-Dienst Twitter sucht weiter nach neuen Geschäftsmodellen: So startete das Unternehmen in den USA einen Dienst, der Angebote und Veranstaltungen von externen Partnern anzeigen soll. Bei Erfolg soll "@earlybird" in weiteren Ländern eingeführt werden.
Gelbes Logo und der Hinweis "Promoted": So können Nutzer Werbebotschaften von regulären Tweets unterscheiden. Ab sofort werden werbefinanzierte Nachrichten nämlich zwischen den regulären Beiträgen untergebracht.
100 Millionen aktive Nutzer: Twitter ist seit seinem Start vor rund fünf Jahren stark gewachsen. Über die Hälfte der Twitterer loggt sich täglich ein - wobei nicht jeder dann auch etwas schreibt.
Tweets verschiedener Medienunternehmen sollen künftig auch Bilder, Vorschauen und Videos zu den eingefügten Links enthalten. Dazu sind unter anderem Kooperationen mit dem Wall Street Journal und Spiegel Online geschlossen worden.
Twitter hat bei verifizierten Konten eine neue Wahlmöglichkeit eingeführt. Nutzer können entscheiden, ob sie die Tweets inklusive Antworten auf andere Nutzer sehen wollen, oder nicht. Die neue Funktion soll in den kommenden Wochen ausgerollt werden.




