Mehr Geschwindigkeit, Multitouch und neue Optik

Windows 8: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Windows 8 ist ein großer Schritt für Microsoft. Das neue Betriebssystem soll den Spagat zwischen Touchscreen und klassischer Bedienung mit Maus und Tastatur schaffen, verzichtet auf das Startmenü und besitzt eine völlig neue Benutzeroberfläche. Netzwelt fasst alle wesentlichen Neuerungen von Windows 8 für Sie zusammen.

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Alle Neuerungen von Windows 8 im Überblick: Seit Windows 95 hat Microsoft sein Betriebssystem nicht mehr so stark verändert wie jetzt. Vor allem die Basisfunktionen wie Start-Menü und Startbildschirm haben sich in Windows 8 geändert. Netzwelt erklärt ihnen die wichtigsten Neuerungen in rund drei Minuten. Zum Video: Alle Neuerungen von Windows 8 im Überblick

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Installation: In zehn Minuten zum neuen System
  2. 2Bootvorgang: Blitzschnelles Hochfahren
  3. 3Neue Oberfläche: Kacheln als Startbildschirm
  4. 4Startmenü ade: Stattdessen Steuerung über "Aktive Ecken"
  5. 5Bedienung: Erst Touch, dann Maus und Tastatur
  6. 6Windows Store und Live-ID: Account-Bindung
  7. 7Mehr Cloud: SkyDrive
  8. 8Schneller Surfen: Internet Explorer 10
  9. 9Soziale Apps: Anbindung zu Facebook und Co.
  10. 10Verbesserter Explorer: Neue Ribbon-Oberfläche
  11. ...aufklappen
  12. 11Mehr Informationen: Neuer Task-Manager
  13. 12Neue Wege: Tablets und Prozessoren
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Installation: In zehn Minuten zum neuen System

Im Vergleich zu seinen Vorgängern zeigte sich bereits der Installationsprozess von Windows 7 deutlich vereinfacht und schneller. Die Installation von Windows 8 ist in rund zehn Minuten zu schaffen, wie ein Test von netzwelt mit der Release Preview zeigte

Bootvorgang: Blitzschnelles Hochfahren

Einer der großen Kritikpunkte an Windows war die Zeit, die zwischen dem Start des Rechners und der Betriebsbereitschaft von Windows vergeht. Windows 8 setzt genau an diesem Punkt an und beschleunigt den Boot-Vorgang deutlich, sodass es nun nur noch wenige Sekunden dauert, bis Windows hochgefahren ist. Auch dies bestätigte sich im Test mit der Release Preview.



Video

Boot-Vergleich Windows 7 vs. Windows 8: Ist Windows 8 wirklich schneller als Windows 7? Beide Betriebssysteme wurden auf einem Asus EeeTop ET2002T neu installiert und gleichzeitig gestartet. Beide Rechner verfügen über identische Hardware. Integriert ist ein Intel Atom 330-Prozessor mit 1,6 Gigahertz. Der Festplattenspeicher umfasst 250 Gigabyte mit 5.400 Umdrehungen in der Minute. Der Arbeitsspeicher liegt bei zwei Gigabyte (DDR2). Zudem ist eine Ion-Grafikkarte von Nvidia integriert. Zum Video: Boot-Vergleich Windows 7 vs. Windows 8

Neue Oberfläche: Kacheln als Startbildschirm

Der neue Startbildschirm von Windows überrascht mit einer neuen Benutzeroberfläche, die ursprünglich Metro getauft wurde. Statt des bekannten Startbildschirms mit Taskleiste und Startknopf steuern Anwender ihre Programme und Dateien über die neue Kacheloberfläche an, die an das mobile Betriebssystem Windows Phone erinnert. Die Kacheln können nach Belieben angeordnet werden und dienen als neue Steuerzentrale. 

Aber keine Angst, der Desktop ist weiterhin vorhanden und über die entsprechend bezeichnete Kachel zu erreichen. 

Startmenü ade: Stattdessen Steuerung über "Aktive Ecken"

Eine der wesentlichen Änderungen auf dem Desktop ist der Verlust des Startmenüs. Stattdessen werden Einstellungen, Programme und zuletzt geöffnete Apps über die sogenannten "aktiven Ecken" von Windows 8 aufgerufen. Daran müssen sich alteingesessene Windows-Nutzer definitiv erst einmal gewöhnen. Oder sie holen sich das Startmenü zurück - mit dieser Methode.

Windows 8 Release Preview

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Bedienung: Erst Touch, dann Maus und Tastatur

Windows 8 und seine Programme sind vor allem für die Bedienung mit einem oder mehreren Fingern gedacht sind, was durch die Kacheloberfläche und die überarbeiteten Menüs des Betriebssystems erleichtert werden soll. Das neue Windows versteht auch Multitouch-Gesten zum Wischen oder Zoomen in Fotos und Webseiten. Dennoch gelang im Test auch die Bedienung per Maus und Tastatur problemlos.

Windows Store und Live-ID: Account-Bindung

Auch Microsoft will seinen Nutzern einen zentralen Zugang zu Programmen verschaffen und integriert, wie zuvor Apple, einen eigenen App Store in Windows 8 - den Windows Store. Über diesen können Anwender nach neuen Programmen und Spielen stöbern und diese kaufen, laden und installieren.

Alle im Store gekauften Programme werden über eine kostenlose Windows-Live-ID registriert und können so auch auf anderen Rechnern mit dieser ID installiert werden, ähnlich dem Apple-Vorbild. Um entsprechende Funktionen nutzen zu können, ist ein Microsoft-Konto zwingend notwendig.

Mehr Cloud: SkyDrive

Jeder Windows-8-Nutzer mit einer Microsoft-Live-ID erhält kostenlosen Online-Speicherplatz im Cloud-Dienst SkyDrive, wodurch das Austauschen, Teilen und Speichern von Dateien einfacher wird. So haben Anwender von jedem Rechner, aber auch von jedem Smartphone mit Windows Phone Zugang zu diesen Daten.

Schneller Surfen: Internet Explorer 10

Der Internet Explorer 10 (IE) für Windows 8 ist ebenfalls im Design des neuen Startbildschirms gehalten. Das bedeutet die Adresszeile findet sich am unteren Bildschirmrand und geöffnete Tabs werden mit Rechtsklick angezeigt. Microsoft gibt an, die Leistung des Browsers wesentlich verbessert zu haben.

Mozilla und Google kritisierten den Konzern aus Redmond vor einiger Zeit wegen der prominenten Platzierung des IE in Windows 8. Angeblich würden in der RT-Version des Betriebssystems andere Browser nicht optimal funktionieren.

Soziale Apps: Anbindung zu Facebook und Co.

In Windows 8 hat Microsoft besonderen Wert darauf gelegt, den Zugriff auf Soziale Netzwerke zu erleichtern. Von zahlreichen Apps des neuen Startbildschirms ist es nun möglich, auf Facebook und Co. zuzugreifen oder auch gleich eine E-Mail an einen Kontakt zu senden. In der Kontakte-App lassen sich zudem Outlook-, Twitter- und Facebook-Bekanntschaften sammeln.

Verbesserter Explorer: Neue Ribbon-Oberfläche

Der überarbeitete Explorer in Windows 8 erhält die bereits aus Office 2007 und 2010 bekannte Ribbon-Oberfläche, die einen schnellen Zugang zu häufig verwendeten Aktionen und Aufgabengruppen bietet. Der Explorer gestattet in Zukunft auch das direkte Packen und Versenden von Dateien per E-Mail.

Auch beim Datentransfer erhalten Nutzer nun deutlich mehr Informationen als bislang. Beim Kopieren von mehreren Dateien gibt eine Statusanzeige Auskunft über den Vorgang.

Mehr Informationen: Neuer Task-Manager

Auch am klassischen Task-Manager hat Microsoft gearbeitet. Dieser zeigt nun wesentlich mehr Informationen an und gibt Nutzern dadurch einen besseren Einblick in die laufenden Prozesse auf ihrem Rechner. 

Neue Wege: Tablets und Prozessoren

Durch die Implementierung der berührungsempfindlichen Steuerung bietet sich Windows 8 nicht mehr nur für herkömmliche Desktop-PCs oder Laptops an: Ein neues Einsatzgebiet für Windows 8 stellen eindeutig Tablet-PCs und Ultrabooks dar. Einige Highlights, die auf der IFA präsentiert wurden, finden Sie hier.

Dieser Schritt bedeutet auch, dass Windows 8 neben den potenten Desktop-Prozessoren auch die mobilen ARM-Prozessoren unterstützen wird, die in vielen Tablets zum Einsatz kommen. Die Windows 8-Version Windows RT ist extra auf solche mobilen Rechner ausgelegt. Sie unterscheidet sich jedoch im Funktionsumfang von anderen Ausgaben des Betriebssystems.

Alles Wissenswerte rund um Windows 8 finden Sie hier auf netzwelt. Sind Sie an Microsofts erstem eigenen Tablet Surface interessiert? Dann lesen Sie hier weiter.

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