Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert

Elektroautos: Strom per Handyrechnung begleichen

Elektroautos haben derzeit in Deutschland noch nicht den Durchbruch geschafft. Mitunter gestaltet sich das Aufladen eines entsprechenden Fahrzeugs recht mühsam. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert jetzt ein Forschungsprojekt, das genau hier ansetzt und die SMS in den Fokus rückt.

Das Projekt "sms&charge" möchte das Aufladen von Elektroautos vereinfachen. (Bild: BMU)
Das Projekt "sms&charge" möchte das Aufladen von Elektroautos vereinfachen. (Bild: BMU)

Das Projekt mit dem Titel sms&charge dreht sich um "zeitabhängiges Abrechnen von Ladevorgängen über die Mobilfunkrechnung". Dabei geht es um das Aufladen des Elektroautos an fremden Ladestationen. Zuhause funktioniert die Abrechnung schließlich ganz einfach über die eigene Stromrechnung. Wenn ein Fahrer sein Auto unterwegs "betanken" will, stößt er dabei öfter auf Probleme.

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Start des Ladevorgangs per SMS

Häufig muss sich der Nutzer an fremden Ladestationen erst einmal registrieren, dieser Prozess gestaltet sich dem Projekt zufolge oftmals recht umständlich, wodurch spontane Ladevorgänge nicht möglich wären, außerdem wird auch oft nach der Menge abgerechnet. Das Projekt sms&charge wählt hier eine andere Richtung.

Zum Einen soll die Zeit und nicht mehr die Menge des Ladevorgangs in Rechnung gestellt werden. Zum Anderen fällt die Registrierung weg. Stattdessen schickt der Fahrer einfach eine SMS, um den Ladeprozess freizugeben. Die Nummer ist dabei auf der Ladestation vermerkt. Dadurch erfolgt die Abrechnung über die Mobilfunkrechnung beziehungsweise das vorhandene Prepaid-Guthaben. Daneben sollen auch Anwendungen für Smartphones entwickelt werden, die die Funktionalität von sms&charge erweitern. Mit Apps sollen Fahrer zum Beispiel nach Ladestationen in der Nähe suchen und reservieren können.

Im Jahr 2009 setzte sich die Bundesregierung das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge hierzulande unterwegs sein sollen. Eine neue Studie sieht dieses Ziel als zu hoch gesteckt an. Derzeit bestehen noch zu große Hürden, so müssten zum Beispiel die Preise für die Batterien drastisch gesenkt und gleichzeitig die Speicherfähigkeit verdoppelt werden.

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