Netzwelt erklärt /home, /usr, /var, /boot und Co.
Netzwelt-Wissen: Die Systemordner von Linux
Linux ist ein beliebtes Betriebssystem, das durch seine hochgradig modulare Architektur vom Handy bis hin zum Großrechner fast auf jedem Computer läuft. Für die meisten Benutzer ist die Struktur des Dateisystems aber nur schwer zu durchschauen: Wo liegen meine privaten Dateien? Wo speichert Linux Programme? Netzwelt erklärt die Ordnerstruktur unter Linux.

Inhaltsverzeichnis
- 1Mounten von Geräten
- 2Persönliche Dokumente
- 3Gemeinsame Bibliotheken
- 4Speicherort für Programme
- 5Order für die Konfiguration
- 6Kernel, Prozesse und Co.
- 7Fazit
Mounten von Geräten
Im Gegensatz zu Windows wird Geräten wie internen und externen Festplatten, optischen Laufwerken oder anderen USB-Medien unter Unix-Systemen - und damit neben Linux auch unter Mac OS X - nicht etwa ein Buchstabe zugeordnet, sondern ein sogenannter Einhängepunkt (Mount-Punkt) im Dateisystem. Dieser liegt an einer beliebigen Stelle und erscheint dem Nutzer wie ein ganz normaler Ordner. Im Gegensatz zu dem in Windows eingesetzten Buchstabenkonzept haben Einhängepunkte einen großen Vorteil: Wird ein Ordner zu groß, kann er auf eine andere Partition ausgelagert werden, ohne dass der Mount-Punkt (also der Name im Dateisystem) geändert werden müsste. Unter Unix-Betriebssystemen werden alle Einhängepunkte unterhalb des Hauptordners "/" angeordnet, der praktisch die Wurzel für alle Ordner auf dem Rechner bereitstellt.
Persönliche Dokumente
Das für Endanwender wichtigste Verzeichnis in ihrer Linux-Distribution ist "/home": Darin legen Ubuntu und Co. die persönlichen Dokumente der Nutzer ab, zum Beispiel unter "/home/mustermann" oder "/home/netzwelt": Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass seine privaten Dateien möglichst sicher abgelegt sind, sollte in der Installation seiner Distribution dafür sorgen, dass "/home" physisch nicht auf der ersten Partition gespeichert wird, sondern auf einer anderen Partition - dann kann das Betriebssystem neu installiert werden, ohne dass die persönlichen Dateien angetastet werden müssen.
Es gibt nur einen Nutzer-Typ, dessen Dateien nicht unter „/home“ abgelegt werden: Die des Administrators liegen für gewöhnlich im Verzeichnis "/root". Dieser Ordner hat jedoch inzwischen massiv an Bedeutung verloren, da unter Ubuntu und anderen Distributionen der "Root"-Benutzer standardmäßig deaktiviert und das Betriebssystem durch reguläre Nutzer administriert wird.


So wie sich der Artikel liest, werden zB eMail-Container beim Start des Programms nach /var kopiert wird und erst beim schließen zurück?! Da würde man ja dauernd Daten verlieren.... Achja, und die...
Bei dem Absatz mit /tmp und Swap war mir klar, was hier steht ist schlecht recherchiert oder unklar wiedergegeben. Auch das Thema mit /usr und /usr/local stimmt nicht! Letzteres ist für "lokale" Installationen...
Sorry, aber /tmp und der Swap haben rein gar nichts miteinander zu tun. Setzen, 6.