Kauf von webOS?

Bye, bye Android: HTC denkt über eigenes Handy-OS nach

HTC denkt offenbar darüber nach, sich ein eigenes Betriebssystem für Handys und Tablets einzuverleiben. Das bestätigte die Vorstandsvorsitzende und Mitbegründerin Cher Wang laut der Webseite Focustaiwan.tw in einem Interview mit dem chinesisschen Wochenmagazin "The Economic Observer".

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"Wir haben darüber nachgedacht, wir haben intern darüber diskutiert, aber wir werden nichts überstürzen", sagte Wang demnach. Auch ohne eigenes Betriebssystem seien die HTC-Produkte einzigartig. "Wir können jedes Betriebssystem nutzen, das wir wollen. Wir sind in der Lage auf der zweiten oder dritten Ebene die Dinge anders zu machen als unsere Konkurrenten", fügte Wang hinzu. Wang meint damit die viel gelobte Nutzeroberfläche Sense, mit der der Hersteller seine Android-Smartphones ausstattet und die sich stark von der Konkurrenz unterscheidet. Zudem hat HTC in den vergangenen Monaten damit begonnen, eine Reihe von Diensten für seine Kunden anzubieten, etwa den Video-on-Demand-Dienst HTC Watch.

Kauf von webOS denkbar

Ein möglicher Übernahmekandidat für HTC ist das von Palm entwickelte webOS-Betriebssystem, das sich HP durch den Kauf des angeschlagenen Handy-Herstellers einverleibt hat. Allerdings hat sich HP nach dem Misserfolg mit dem Tablet-PC HP TouchPad dazu entschlossen, die Produktion von webOS aufzugeben und denkt über einen Verkauf der Mobilsparte nach.

HTC selbst nutzt derzeit auf seinen Smartphones hauptsächlich Googles Android und Microsofts Windows Phone 7 (WP7) als Betriebssystem. Mit dem HTC Smart findet sich zudem ein Smartphone mit dem in Europa weitestgehend unbekannten Betriebssystem Brew MP im Portfolio. Während HTC bei Android und Brew MP mit der Sense-Nutzeroberfläche seine Stärken ausspielen kann, zwingt Microsoft die Hersteller dazu, die Standard-Oberfläche von WP7 zu nutzen.

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