Erster kommerzieller Auftrag

Watson: Supercomputer kommt ins Krankenhaus

Watson: Supercomputer kommt ins Krankenhaus Der Supercomputer Watson geht ins Krankenhaus: IBM plant, einen Vertrag mit der US-amerikanischen Krankenversicherung WellPoint abzuschließen, der den von IBM entwickelten Supercomputer Watson zum ersten Mal zur kommerziellen Verwendung freigibt.

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Watson erlangte das erste Mal Aufmerksamkeit, als er in einem dreitägigen Fernseh-Duell die beiden erfolgreichsten Jeopardy-Spieler der Welt, Ken Jennings und Brad Rutter, schlug. Bereits im Februar kündigte IBM Pläne an, den Computer auch in Krankenhäusern einzusetzen. Dieses Vorhaben wird offenbar nun umgesetzt.

Watson soll mehr wissen als Ärzte

Die Krankenversicherung WellPoint gab gegenüber dem Wall Street Journal an, dass Watson Ärzte bei der Diagnose unterstützen soll und in der Suche nach Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen wird. Wie die amerikanische Tageszeitung berichtet, ist der Supercomputer dabei nur ein Teil einer generellen Tendenz im amerikanischen Gesundheitssystem, verstärkt auf die Unterstützung von digitalen Hilfsmitteln und Archiven zurückzugreifen.

Wie ZDNet berichtet, will WellPoint durch den Einsatz von Watson zudem finanzielle Mittel einsparen und die Versorgung der Patienten verbessern. Während der Einführung des neuen Supercomputers soll dieser sich hauptsächlich um die Nachsorge von Patienten kümmern. Dabei wird die Diagnose weiterhin von einem Arzt gestellt und Watson wird vom Pflegepersonal bei seiner Arbeit begleitet. Zu einem späteren Zeitpunkt ist der Einsatz des Computers besonders für die Onkologie geplant.

IBM erhofft sich neue Gewinne durch Watson

Laut IBM ist Watson fähig, in knapp drei Sekunden ungefähr 200 Millionen Seiten an Inhalten zu verarbeiten. Dadurch soll er nach kurzer Zeit über einen Wissensvorsprung gegenüber den Ärzten verfügen, da er sich in der medizinischen Fachliteratur besser auskennt als seine menschlichen Kollegen. Zur Kontrolle muss Watson jedes Mal eindeutig auf die Quelle des Behandlungsvorschlags hinweisen. Wie ZDNet berichtet, rechnet IBM damit, dass der Supercomputer schon bald bis zu einer Milliarde US-Dollar einbringen wird.

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