Web 2.0 Suicide Machine

Link-Wink: Sterbehilfe für das Web 2.0

Für alle Social Networker und Twitterer, die ihrer virtuelle Existenz überdrüssig sind und über einen endgültigen Abschied aus ihrem Social Life im Internet nachdenken, stellt netzwelt eine Webseite vor, die Sterbehilfe leistet und den Abschied aus den Online-Verpflichtungen erleichtern kann.

Die "Web 2.0 Suicide Machine" erleichtert Nutzern den Ausstieg aus Sozialen Netzwerken (Bild: Screenshot)
Die "Web 2.0 Suicide Machine" erleichtert Nutzern den Ausstieg aus Sozialen Netzwerken (Bild: Screenshot)
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Nutzer, die endgültig genug von Twitter, MySpace und Co. haben, können zentral von dieser Webseite aus ihre Profile löschen lassen. Dafür muss der geneigte Online-Selbstmörder lediglich Benutzernamen und Passwort des jeweiligen Web 2.0-Vertreters eingeben und kann dann der automatischen Löschung seines Account beiwohnen. Laut den Angaben des Seitenbetreibers Moddr seien keine weiteren Klicks des Nutzers mehr nötig. Via Flash Applet, das die auf einem VNC remote Desktop ablaufenden Prozesse anzeigt, kann dem virtuellen Selbst beim Sterben beigewohnt werden.

Der Account wird nicht gelöscht

Die Betreiber betonen auf ihrer Seite, dass sie den betreffenden Account nicht löschen, weil dies ihrer Meinung nach nicht genug wäre, um die persönlichen Daten des Nutzers aus den Sozialen Netzwerken zu holen. Im Gegensatz zum Löschen des Accounts, der bei vielen Web-2.0-Plattformen auch über einen längeren Zeitraum hinweg noch wieder belebt werden könnte, wird das eigene Passwort geändert und alle Freundesbeziehungen, Benachrichtungen und Mitgliedschaften werden gelöscht. Im Fall von Twitter werden alle Seiten entfolgt sowie Followers und eigene Tweets gelöscht.

Das Hinterlassen eines leeren Accounts hat für Online-Suizidwillige, die mit ihrem Austritt ein Zeichen setzen wollen, den Vorteil, dass sie ihren Abtritt kenntlich machen können. So ist die letzte automatisch ausgeführte Aktion beim Löschen des MySpace-Accounts das Hinterlassen einer Statusmeldung über den eigenen Selbstmord. Die virtuelle Sterbehilfe soll unter Windows und Mac-Betriebssystemen genauso wie mit Linux laufen.

Facebook richtet sich gegen das Angebot

Eigentlich war die "Web 2.0 Suicide Machine" dafür gedacht, Profile aus MySpace, Twitter, LinkedIn und Facebook zu löschen. Wie auf der Webseite zu lesen ist, legte das Soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg jedoch Widerspruch unter anderem gegen die Fremdnutzung von Kundendaten durch die Webseite ein. Derzeit ist eine Löschung des Facebeookprofils daher nicht mehr möglich und auch die LinkedIn-Verknüpfung scheint derzeit inaktiv. Gegenwärtig arbeiten die in den Niederlanden sitzenden Betreiber an Erweiterungen ihres Programms, mit denen Profile aus weiteren Sozialen Netzwerken wie beispielsweise Flickr gelöscht werden können.

Für alle MySpace- und Twitter-Überdrüssigen stellt die "Web 2.0 Suicide Machine" aber weiterhin einen Rettungsring aus dem virtuellen Meer der Statusmeldungen dar. Den Link finden Sie rechts neben dem Artikel. Weitere Link-Winks finden Sie hier auf netzwelt.

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