Einsatz für Informationsfreiheit
Runder Geburtstag: Chaos Computer Club wird 30
Der Hackerverein Chaos Computer Club (CCC) wird 30 Jahre alt. Am 12. September 1981 fand in den Redaktionsräumen der alternativen Tageszeitung taz in Berlin im Rahmen des so genannten "tu wat"-Kongresses ein erstes Treffen von so genannten "Komputerfrieks" statt, das heute gemeinhin als Geburtsstunde des Clubs gilt. Als eingetragener Verein existiert der Chaos Computer Club aber erst seit 1986.

Die Vereinsgründung war nötig geworden, um "juristische Mißverständnisse auszuschließen", heißt es auf der Homepage des CCC. Denn schnell war aus der kleinen Runde in den Berliner taz-Büros mehr geworden. Regelmäßig kam man nun in Hamburg und nicht mehr in Berlin zusammen. Seit 1984 findet beispielsweise bereits jährlich der "Chaos Communication Congress" statt, auf dem sich heute bis zu 3.000 Gäste, darunter auch viele internationale Netz-Aktivisten einfinden. Der Chaos Computer Club selbst zählt bundesweit heute über 3.000 Mitglieder und ist damit wohl eine der größten organisierten Hackervereinigungen der Welt.
Einsatz für Informationsfreiheit
Seinen Zielen ist der Verein über die Jahre treu geblieben: Damals wie heute setzt sich der CCC grenzüberschreitend für Informationsfreiheit ein und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Technologien auf die Gesellschaft sowie den einzelnen Menschen. Durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen, zuletzt etwa den Hack des neuen Personalausweises, ist der CCC heute nicht nur Ansprechpartner für Medien, sondern seine Expertise wird auch von Politik, Wirtschaft und selbst vom Bundesverfassungsgericht genutzt.
Dabei will sich der Club aber nicht vereinnahmen lassen, ein Sicherheitssiegel "CCC-geprüft" wird es daher wohl auch in Zukunft nicht geben, das zeigt der Ausschluss des ehemaligen Wikileaks-Sprechers Daniel Domscheit-Berg.
