Die Vision des Architekten Tibbits
Kurzfilm der Woche: Dinge, die sich selbst zusammensetzen
Skylar Tibbits ist ein Architekt mit vielen Ideen und Talenten. Der Blog Innovation Stuntmen beschreibt ihn als radikalen Querdenker, der eher aussieht wie ein DJ als ein Architekt. Ihm gehe es eher um die Forschung und die "Eröffnung neuer Horizonte" als um die langweilige "Machtrepräsentation" moderner Architektur. Diesem Motto scheint sich der Architekt wirklich verschrieben zu haben, denn er träumt von Brücken, die sich selbst zusammensetzen.
Auf der diesjährigen Technology Entertainment and Design (TED) Konferenz, die den Anspruch hat, Ideen zu verbreiten, die es auch wert sind, stellte Tibbits seine Vision vor. Der Jungarchitekt in T-Shirt und Turnschuhen glaubt, dass sich zukünftig Maschinen und Gebäude selbst zusammenbauen können. Sein Vorbild sind Konstruktionsprozesse in der Biologie, die es zum Beispiel schaffen, innerhalb knapp einer Stunde einen DNA-Strang aus drei Milliarden Basenpaaren zusammenzusetzen.
Tibbits: Hochhäuser sind zu ineffizient
Demgegenüber wirken menschengemachte Wunderwerke wie Hochhäuser oder das Space Shuttle sehr viel ineffizienter - und sie können sich zudem nicht selbst reparieren wie einige Phänomene in der Natur, wie Tibbits betont. Sein Ansatz ist es daher, die langwierigen Konstruktionsprozesse von komplexen Bauwerken zu verkürzen und effizienter zu machen. Der Schlüssel dazu sei, dass die Bestandteile von Strukturen sich selbst zusammensetzen.
In seinem Vortrag zeigt er verschiedene Projekte wie den Microbot, der aussieht wie eine silberne, etwas unförmige Roboter-Schlange. Deren einzelne Teile sind so programmiert, dass sie sich selbst anordnen und Informationen an das nächste Glied in der Kette weitergeben. Dem Zuschauer beginnt in jedem Fall der Kopf zu schwirren, wenn er Tibbits Erklärungen lauscht.
Allerdings berichtet der Blog Innovation Stuntmen auch, dass es dem Architekten oft egal ist, ob seine Visionen auch Wirklichkeit werden. Wie es sich bei diesem Projekt verhält, bleibt also abzuwarten. Weitere Kurzfilme finden Sie hier auf netzwelt.
