Üppig ausgestattet: Toshiba AT-200 im Kurztest

Keine billige Kopie

Und wo wir gerade beim Thema Design und Verarbeitung sind: Auch hier hat Toshiba deutlich aufgeholt, das AT-200 fühlte sich in der Hand nicht wie eine billige "iPad-Kopie" an, sondern wirkte mit seinem Metallgehäuse sehr edel und hochwertig. Auch optisch kommt das AT-200 dem Original aus Cupertino sehr nahe: Das AT-200 bietet nicht nur ein ultraflaches Gehäuse, sondern auch abgerundete Ecken.

Toshiba AT-200

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Ein deutlicher Unterschied zum iPad zeigt sich aber schnell: Das Toshiba AT-200 ist kontakfreudiger. Der Hersteller integriert in das Tablet eine Micro-USB-, eine micro-SD- und eine micro-HDMI-Schnittstelle. Weiterhin gibt es einen Docking-Port, Bluetooth sowie WLAN-Unterstützung. Eine 3G-Version soll später erscheinen, einen Termin dafür kann Toshiba aber noch nicht nennen. Ein weiterer Unterschied zum iPad ist aber auch die geringere Akku-Laufzeit, diese beträgt bei normaler Nutzung rund acht Stunden, Apples iPad 2 bringt es auf zehn Stunden.

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Android pur

Ausgeliefert wird das AT-200 mit Android 3.2. Auf eine eigene Nutzeroberfläche hat Toshiba verzichtet. Lediglich einen nützlichen Datei-Manager und eine App für den Zugriff auf die Online-Plattform Toshiba Places hat der Hersteller auf dem Tablet vorinstalliert. Über Toshiba Places kann der Nutzer seine verschiedenen Toshiba-Geräte miteinander verknüpfen und auf verschiedene Partner-Inhalte zurückgreifen.

Eigene Inhalte will das Unternehmen aber nicht mehr vertreiben. "Das können andere besser", heißt es bei Toshiba dazu. Auf der IFA 2011 kündigte Toshiba aber eine Reihe von neuen Anbietern an, die künftig ihre Inhalte auf Toshiba Places bereitstellen werden.

Zwischenschritt AT-100

Toshiba kann mittlerweile auf die Erfahrung von zwei Tablet-Computern zurückblicken. Nach dem Folio 100 hat der Hersteller mit dem Thrive in den USA bereits ein erstes 10-Zoll großes Honeycomb-Tablet veröffentlicht, das demnächst als AT-100 auch in Deutschland auf den Markt kommen wird. 

Das Modell erhielt in den USA gute Kritiken, kämpfte aber mit einem technischen Fehler, der unter Umständen ein Aufwachen aus dem Schlafmodus verhinderte. Bleibt nur zu hoffen, dass die deutschen Seriengeräte via Software-Update bereits von diesem Problem befreit wurden.

Preis und Verfügbarkeit

Das AT-200 soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im November auf den Markt kommen. Der Preis ist laut Toshiba noch offen. Ein Low-Budget-Tablet ist das AT-200 aber sicher nicht, Interessenten müssen wohl mit Preisen auf iPad-Niveau rechnen. 

Fazit und Einordnung

Mit dem AT-200 könnte sich Toshiba zu einem ernsthaften Mitbewerber im Tablet-Markt entwickeln, der derzeit noch weitestgehend von Apple oder im Android-Bereich von Samsung dominiert wird. Der Streit zwischen beiden Unternehmen könnte Toshiba dabei sogar in die Hände spielen, denn nach dem Verkaufsverbot für das Galaxy Tab 10.1 fehlt es an großformatigen Alternativen zu Apples Tablet-PC.

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