Lokale Suchen sind geldbringend

Google: Suchmaschine verleibt sich Zagat-Restaurantführer ein

Google hat das Unternehmen Zagat Survey gekauft. Die Firma bringt Restaurantführer in Papierform auf Basis von Inhalten, die von Nutzern erstellt wurden, heraus und betreibt eine entsprechende Online-Plattform. Google kauft sich damit einen der größten Konkurrenten von Google Places.

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Auf der Online-Plattform von Zagat stehen über 30.000 Bewertungen zur Verfügung (Bild: Screenshot)
Auf der Online-Plattform von Zagat stehen über 30.000 Bewertungen zur Verfügung (Bild: Screenshot)

Wie die New York Times berichtet, soll Google zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar für das Unternehmen gezahlt haben. Zagat Survey wurde von Tim und Nina Zagat vor über 30 Jahren gegründet. Anfänglich werteten sie lediglich Restaurantempfehlungen von Freunden aus und stellten diese zusammen. Inzwischen sind diverse Ratgeber in Papierform erschienen und das Internet-Angebot umfasst über 30.000 Bewertungen.

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Google kauft Google Places-Konkurrenz

Wie die New York Times berichtet, versuchte der Suchmaschinenriese die Zagat-Konkurrenzfirma Yelp bereits vor zwei Jahren zu kaufen und scheiterte. Im letzten Jahr startete Google den eigenen Bewertungsservice Google Places. Aber das Angebot konnte sich laut der Zeitung nie richtig gegen die anderen Marktakteure durchsetzen.

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Lokale Werbung ist ein lukratives Geschäft für Google. 20 Prozent aller Suchen sollen auf lokale Institutionen ausgerichtet sein. Der Anteil entsprechender Anfragen bei der Suche via Smartphone soll sogar noch höher liegen. Tina und Nina Zagat werden vorerst weiterhin Mitvorsitzende des Unternehmens bleiben. Sie beschreiben das Geschäft auf ihrer Internet-Plattform als eine Win-Win-Situation.

Zagat wird in Google Places integriert

Marissa Mayer, Vize-Präsidentin für Googles Lokal- und Karten-Angebote, äußerte sich auf dem Blog des Unternehmens ebenso euphorisch und bezeichnet die Gründer des Restaurantführers, der inzwischen über 100 Städte abdeckt, als Pionieere des Web 2.0. Die Beurteilungen von Zagat werden künftig in Google Places zu finden sein, gab Mayer gegenüber der New York Times an. Die bisherige Hauptseite von Zagat bleibe aber weiterhin bestehen und ebenso soll die Buchform des Ratgebers weiter publiziert werden.

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