Rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden
Green IT: So viel Strom genehmigt sich Google in einem Jahr
Der Suchmaschinenriese Google lüftet eines seiner Unternehmensgeheimnisse. Zum ersten Mal erfahren Nutzer, wie viel Strom die Rechenzentren von Google für Suchanfragen und Co. verbrauchen. Gleichzeitig macht das Unternehmen auf seine Bemühungen beim Thema Ökostrom aufmerksam.
Google besitzt eine eigene Seite, auf der das Unternehmen seine "grünen" Bemühungen beschreibt. Diese Seite wurde nun um einen weiteren Bereich erweitert, der sich "The Big Picture" nennt und genau unter diesem Punkt legt das Unternehmen seinen jährlichen Strom- und CO2-Verbrauch offen. Dabei sollen es Vergleiche dem Nutzer einfacher machen, die Zahlen einordnen zu können.
1,46 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß
Laut Google-Angaben lag der eigene Stromverbrauch im Jahr 2010 bei rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden - das wäre genug, um eine Großstadt zu versorgen. Zum Vergleich: Pro Monat und Nutzer verbrauchen sämtliche Google-Dienste, wie zum Beispiel die Suche, Google+, Google Mail oder YouTube, weniger Energie als eine 60 Watt starke Glühbirne, die drei Stunden lang an ist. Die CO2-Emissionen im Jahr 2010 betrugen rund 1,46 Millionen Tonnen.
Allerdings führt Google hier an, dass diese Zahl die Emission vor der Kompensation angibt. Wenn man mit einbezieht, dass Google zu einem großen Teil auf erneuerbare Energien setzt und die Klimakompensation des Unternehmens betrachtet, würde man auf eine Emission von 0 kommen. Darüber hinaus gehören die Rechenzentren des Suchmaschinenanbieters laut eigenen Angaben zu den weltweit effizientesten. Googles Rechenzentren verbrauchen demnach 50 Prozent weniger Energie als typische Rechenzentren. Laut einer unabhängigen Studie gehen 0,01 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs auf Google zurück.
Im Jahr 2010 stammte bereits ein Viertel der elektrischen Energie von CO2-neutralen Quellen wie Wind- oder Solaranlagen. Im Jahr 2012 soll dieser Anteil auf über 35 Prozent ansteigen. Google hat in der Vergangenheit immer wieder in erneuerbare Energien investiert.


Damit erneuerbare Energie die Haushalte erreicht, muss das Stromnetz zunächst ausgebaut werden. Dazu sind Investitionen in Milliardenhöhe notwendig. Geht es nach Bundesumweltminister Röttgen, werden die Rahmenbedingungen auf einem Netz-Gipfel diskutiert werden.
Nach Investitionen in zwei US-Windkraftanlagen macht Google nun auch in Sonnenenergie - und kauft sich mit 3,5 Millionen Euro in einen der größten deutschen Solarparks ein. Der Konzern will verstärkt in Deutschland investieren.
Google engagiert sich auch weiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Suchmaschinenanbieter hat 100 Millionen US-Dollar in den weltgrößten Windpark investiert. "Shepherds Flat" wird nächstes Jahr fertig gestellt.
Google baut sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus. Dieses Mal investiert der Suchmaschinenriese 55 Millionen US-Dollar in einen Windpark in der südkalifornischen Mojave-Wüste.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Google für seine Bemühungen um den Klimaschutz ausgezeichnet. Beim "Cool IT Leaderboard" belegte Google den Spitzenplatz.
Apples Cloudserver gehören zu den schmutzigsten in der IT-Branche. Die Datenzentren des kalifornischen Unternehmens werden Greenpeace zufolge überwiegend mit Kohle- und Atomstrom betrieben.




