Im Kurztest

WinZip 1.5 Mac Edition: Zusatz-Packprogramm für Mac OS X

Das Packprogramm WinZip ist nicht nur für Windows, sondern seit einiger Zeit auch für Mac OS X erhältlich. Zwar kann das Apple-Betriebssystem selbst Dateien und Ordner komprimieren, Corel präsentiert das Programm dennoch als nützliche Ergänzung. Netzwelt zeigt, was die Anwendung leistet.

WinZip liegt seit diesem Jahr auch als Mac-Version vor. (Bild: Netzwelt)
WinZip liegt seit diesem Jahr auch als Mac-Version vor. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Systemanforderungen
  2. 2Starke Komprimierung
  3. 3Schlankere Oberfläche
  4. 4Fazit
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Die Firma WinZip Computing ist für ihr gleichnamiges Packprogramm bekannt, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Die erste Version wurde im April 1991 freigegeben, lange Zeit konzentrierten sich die Entwickler - der Name legt es nahe - vornehmlich auf das Betriebssystem Windows. Anlässlich des Jubiläums hat Corel, das WinZip Computing im Jahre 2006 übernommen hat, eine angepasste Ausgabe für Mac OS X veröffentlicht.

Systemanforderungen

Die aktuelle Version für Windows trägt die Nummer 15.5, während das Pendant für Mac OS X gerade bei Nummer 1.5 angekommen ist. Bislang ist unklar, ob die Parallelen zwischen beiden Versionen gewünscht sind und fortgeführt werden oder eher rein zufällig zu Stande kamen. WinZip für Mac OS X unterstützt offiziell die Apple-Betriebssysteme Mac OS X Leopard und Snow Leopard, im Kurztest durch netzwelt waren aber auch unter der jüngsten Fassung Mac OS X 10.7 alias Lion keinerlei Probleme zu erkennen. Corel verlangt für WinZip 29,95 Euro, die Anwendung lässt sich über 45 Tage kostenlos testen.

WinZip ist bei der Komprimierung durchweg schneller als Mac OS X. (Bild: Netzwelt)
WinZip ist bei der Komprimierung durchweg schneller als Mac OS X. (Bild: Screenshot)

Starke Komprimierung

Zum regulären Lizenzpreis kommt auf Wunsch noch eine Gebühr (6,95 Euro) für die Upgradeberechtigung hinzu, die jährlich anfällt und damit die dann kostenlose Aktualisierung auf Folgeversionen ermöglicht. WinZip 1.5 für Mac kommt als gewöhnliches .dmg-Archiv daher, das keinen komplizierten Setup-Assistenten beinhaltet und nur in das Programm-Verzeichnis entpackt werden muss. Beim ersten Start präsentiert das Programm einen Begrüßungsbildschirm, der den Benutzer zur Erstellung einer neuen Datei, dem Öffnen bestehender Archive sowie dem automatischen Zippen und Senden von Dateien und Ordnern per Mail auffordert.

Neben dem klassischen ZIP-Format, das Mac OS X bereits ab Werk unterstützt, bringt das Packprogramm WinZip auch das ZIPX-Format auf den Mac: Nach Angaben der Entwickler bietet dieses einen stärkeren Kompressionsgrad als ZIP, kann dafür aber nur durch WinZip und nicht durch alternative Anwendungen gelesen werden. Die Mac-Version der Programms kann wie unter Windows neben .zip- und .zipx- auch LHA-Archive erstellen, der Import ist mit noch mehr Dateitypen möglich: WinZip kann Archive im JAR-, WAR-, GZIP- und TAR-Format lesen, auch das Öffnen von Apple-Programmen im .app-Format ist problemlos möglich.

Schlankere Oberfläche

Im Vergleich zur Windows-Version besitzt WinZip unter Mac OS X eine schön schlanke Oberfläche, die sich gut in die gewohnte (Metall-)Optik des Betriebssystems einfügt. Nach der Eingabe eines Archivnamens können Dateien und Ordner durch Ziehen und Ablegen hinzugefügt und gepackt werden, was bei größeren Datenmengen durchaus einige Zeit benötigt. Erstaunlich ist, dass WinZip dabei aber sogar schneller als Mac OS X selbst ist: Im Kurztest benötigte das Programm für die Komprimierung einer iPhoto-Bibliothek mit 1,1 Gigabyte Größe nur 41,8 Sekunden, während der Finder dies erst nach über 55 Sekunden abgeschlossen hatte. Beim Packen Hunderter Textdateien ergab sich ein ähnliches Bild, WinZip ist durchweg mindestens 25 Prozent schneller als die Systemfunktion. Unter Windows ist WinZip hingegen eher für seine Langsamkeit bekannt.

Neben dem ZIP(X)-Format kann WinZip auch zahlreiche andere Archivtypen lesen. (Bild: Netzwelt)
Neben dem ZIP(X)-Format kann WinZip auch zahlreiche andere Archivtypen lesen. (Bild: netzwelt)

Fazit

Die Mac-Version gibt ein durchweg besseres Bild ab als WinZip unter Windows - trotzdem ist der Packer nur für die wenigsten Nutzer wirklich notwendig, da Mac OS X genau wie Windows 7 schon ab Werk über eine Funktion zur Komprimierung von Ordnern und Dateien verfügt. Nur für solche Nutzer, die häufig Archive in unterschiedlichsten Formaten öffnen müssen, ist der Erwerb der Anwendung empfehlenswert.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und Packer.

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