Negative Auswirkungen gering

Wikileaks: Assange verteidigt Veröffentlichung von Botschafts-Depeschen

Wikileaks-Gründer Julian Assange meldet sich im Rahmen der IFA-Medienwoche per Video-Botschaft zu Wort. Der gebürtige Australier bemühte sich nach der Datenpanne bei Wikileaks um Schadensbegrenzung. Die Veröffentlichung unredigierter vertraulicher Dokumente habe geringe negative Auswirkungen gehabt, die positiven Effekte seien dagegen deutlich zu spüren, sagte Assange in einem Interview mit dem Nachrichtensender N24.

Julian Assange nahm auf der IFA per Videobotschaft Stellung zu den Vorwürfen gegen Wikileaks. (Bild: Screenshot)
Julian Assange nahm auf der IFA per Videobotschaft Stellung zu den Vorwürfen gegen Wikileaks. (Bild: Screenshot N24 Livesteam)
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"Diese Vorwürfe haben wir bei jeder Veröffentlichung zu hören bekommen. Wir haben über viereinhalb Jahre in 120 Staaten veröffentlicht, und wir haben niemals erlebt, dass jemand durch unsere Veröffentlichungen zu Schaden kam", reagierte Assange auf den Vorwurf, er gefährde das Leben von Regimekritikern. Dies gelte auch im Falle der kürzlich durch eine Panne veröffentlichten, unredigierten US-Botschaftsdepeschen, die Klarnamen von US-Informanten enthalten. "In diesem speziellen Fall hat das U.S. State Department seine Informanten und Kollaborateure schon im November und Dezember des vergangenen Jahres gewarnt. Ich gehe also davon aus, dass diese gefährdeten Menschen umgezogen sind oder andere Schritte unternommen haben, um sich der Bedrohungslage zu entziehen", sagte Assange N24.

"Guardian" ist Schuld an der Datenpanne

Die Schuld für die Datenpanne bei Wikileaks schiebt Assange auf die britische Tageszeitung "The Guardian". Ein Mitarbeiter hatte das Passwort zum gesicherten Archiv, das die unredigierten Botschafts-Depeschen enthielt, in einem Buch über Wikileaks veröffentlicht - in dem Glauben, das Passwort sei bereits von der Enthüllungsplattform geändert worden, da es schon seit Längerem im Netz kursierte.

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