Umweltfreundlicher Energiemix

Basisstation: E-Plus verzichtet auf Stromanschluss

Auch im Technikbereich ist Klimaschutz ein immer wichtiger werdendes Thema. Der Mobilfunkanbieter E-Plus betreibt seit rund fünf Monaten eine Basisstation, die nicht an das Stromnetz angebunden ist, sondern energieautark arbeitet. Jetzt wird das Projekt vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Die E-Plus Gruppe erhält vom Bundesverkehrsministerium Fördergelder. (Bild: obs/E-Plus Gruppe)
Die E-Plus Gruppe erhält vom Bundesverkehrsministerium Fördergelder. (Bild: obs/E-Plus Gruppe)
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Seit April 2011 wird die Basisstation im westfälischen Versmold ohne Stromanschluss betrieben. Stattdessen kommt ein Energiemix aus Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzelle zum Einsatz. Die dahinter steckende Technik stammt von Nokia Siemens Networks (NSN). Da das Ganze bislang gut funktioniert, möchte die E-Plus Gruppe diese Form der nachhaltigen Stromversorgung auch an anderen Standorten einführen. Die autarken Basisstationen sollen dann hinsichtlich geographischer als auch meteorologischer Einflüsse getestet werden.

Mindestens eine weitere Station in 2011

E-Plus plant, in diesem Jahr noch mindestens eine autarke Technikeinheit aufzubauen. Beim Betrieb einer solchen Basisstation wird kein CO2 ausgestoßen - Green IT wäre hier ein passendes Stichwort. "Diese neue Art der Energieversorgung ist Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unser Weg zu langfristig klimaneutralen Mobilfunknetzen", erklärte Dr. Karsten Menzel, Department Manager Environment, Health & Safety der E-Plus Gruppe.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt die E-Plus Gruppe und fördert das Projekt mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Laut Rainer Bomba, Staatssekretär im BMVBS, könne diese Zukunftstechnologie dank der Nutzung erneuerbarer Energien einen erheblichen Beitrag dazu leisten, die Klimaziele des Ministeriums zu erreichen und CO2-Emissionen dauerhaft zu senken.

Die E-Plus Gruppe arbeitet beim Thema Umweltschutz zudem zum Beispiel auch mit dem Naturschutzbund (NABU) zusammen und bietet einen speziellen Umwelt-Tarif. Dabei werden dem NABU 15 Prozent des monatlichen Rechnungsbetrags für Umweltprojekte zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird ein SIM-Kartenträger aus recycletem Papier eingesetzt - laut E-Plus eine Premiere auf dem deutschen Mobilfunkmarkt.

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